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HIV

Im Lauf weniger Jahre entwickelte sich die Klinik für Innere Medizin - Infektiologie zu einem infektiologischen Schwerpunkt in Berlin und erreichte mit ihrer Arbeit im AIDS-Bereich nationale und internationale Bedeutung. Dies ist gelungen, weil Berührungsängste überwunden wurden und Organisationen der Selbsthilfe, wie vor allem die Berliner AIDS-Hilfe, eingeladen wurden, die Klinik im Sinne ihrer Klientel mitzugestalten.

Die Anzahl der stationär liegenden Patientinnen und Patienten mit HIV und AIDS wuchs zunächst ab 1985 pro Jahr an, um nun seit etwa 1996 aufgrund der besseren Therapiemöglichkeiten zu stagnieren. Im Lauf der Zeit hat sich das Krankheitsbild erheblich verändert: die Patientinnen und Patienten leben länger, überleben häufiger schwere infektiologische wie auch onkologische Komplikationen. So starben anfangs zirka 60 Prozent der Patientinnen und Patienten an der Pneumocystis-carinii-Pneumonie, während heute die meisten auch mit vier oder fünf Diagnosen das Krankenhaus noch nach Hause verlassen können. Gleichzeitig konnte der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt deutlich gesenkt werden.

Viel Wissen über die Zusammenhänge bei der HIV-Infektion musste durch stete Fortbildung auf Kongressen und aus Literatur, durch Erfahrung und durch eigene Forschung erworben werden. Neben der Klinik haben sich hier vor allem die Radiologische Klinik und das Institut für Pathologie des AVK verdient gemacht. So hat die langjährige Erfahrung des Instituts für Pathologie ihren Ausdruck in einem Atlas der Erkrankungen des zentralen Nervensystems bei HIV-Infektion gefunden, und es steht zu erwarten, dass das Institut für Pathologie des Auguste-Viktoria-Klinikums Referenzlabor für HIV-assoziierte Gewebeveränderungen in Deutschland wird.

Die Endoskopie bietet aufgrund neuester Techniken und ihrer Erfahrungen ein hohes Maß an Sicherheit. Die Bildarchivierung von Untersuchungen bietet den AVK- wie auch den Hausärztinnen und -ärzten eine bessere Basis für die Diagnosestellung, und den Patientinnen und Patienten kann das Ergebnis anschaulich vermittelt werden.

Das Zentrallabor ist in der Einführung neuer Untersuchungsmethoden und Geräten eines der führenden Labors in Berlin. So kann seit 1997 die genotypische Bestimmung der HIV-Resistenz gegenüber allen Therapeutika, die zur Zeit im Einsatz sind, durchgeführt werden.

Seit Anfang 1998 wird in enger Zusammenarbeit mit Prof. Kurowski die Bestimmung des Medikamentenspiegels, vor allem der Protease-Inhibitoren, angeboten, die auch von Hausärztinnen und -ärzten und anderen Kliniken in Deutschland genutzt werden kann.

Die Apotheke zeichnet sich durch ihre hohe Bereitschaft bei der Beschaffung von in Deutschland noch nicht zugelassenen Medikamenten und der Zusammenarbeit mit den Berliner Apotheken aus.

Die enge Zusammenarbeit mit Sozialstationen bietet für die Patientinnen und Patienten eine überleitende Rundumversorgung und erspart ihnen damit unangenehmen Organisationaufwand.


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