Informationen für ärztliche Bewerber

Bewerbung und Auswahlverfahren

Wenn Sie sich bei uns bewerben möchten, läuft dieses meist nach einer Ausschreibung in den entsprechenden Medien. Sie können sich aber auch initiativ bewerben – in jedem Fall sollten Sie Ihre Unterlagen über das Vivantes Bewerberportal einreichen.

Bitte schicken Sie uns ein Anschreiben, aus dem Ihre Bewerbungsmotivation hervorgeht, sowie einen aktuellen Lebenslauf, dem alle Zeugnisse in Kopie beigefügt sind.

Wenn wir Sie zu einem Bewerbungsgespräch einladen, sind meistens neben der chefärztlichen Leitung unsere Oberärzte/Innen, die/der Assistentensprecher/In und Vertreter/Innen, unsere Psychologen/Innen und Pflegekräfte dabei. Manchmal sind auch Gremien wie der Betriebsrat oder die Frauenvertretung anwesend.

Gerne können Sie dann auch Ihre Fragen an uns stellen.

Wir bieten unseren Bewerbern immer auch eine Hospitation an, weil wir denken, dass Sie so einen Eindruck von uns und umgekehrt bekommen, den man in einem Bewerbungsgespräch nicht so einfach erhält.

Nach absolvierter Hospitation entscheiden wir uns meist innerhalb von 14 Tagen, damit unsere Bewerber/Innen auch planen können.

Einarbeitung

Die Einarbeitung erfolgt unter Berücksichtigung von Kenntnisstand und beruflichen Vorerfahrungen durch erfahrene Assistenzärzte/Innen und die zuständigen Oberärzte/Innen. Vor der Teilnahme an den Bereitschaftsdiensten werden unsere neuen Kollegen/Innen intensiv in die Rettungsstellenarbeit eingeführt und müssen ausreichend Erfahrungen auf der Akut- und Aufnahmestation erworben haben. Regelmäßig finden Deeskalationstrainings statt, an denen neue Mitarbeiter so bald wie möglich teilnehmen. Erst wenn Sie sich entsprechend sicher fühlen, nehmen Sie an Nacht- und Wochenenddiensten teil.

Rotation – Ihr Weg durch die Klinik

Im Verlaufe Ihrer Ausbildung werden Sie alle Bereiche der Klinik durchlaufen.

Wenn Sie keinerlei psychiatrische Erfahrung haben, starten Sie im Akut- und Kriseninterventionsbereich der Klinik. Dort lernen Sie das kleine 1x1 der Notfallbehandlung, der Rechtsgrundlagen für Behandlungen und den Umgang mit Betreuern und dem sozialpsychiatrischen Dienst. Das ist wichtig, damit Sie für die Dienste ‚fit’ gemacht werden.

Einmal im Jahr finden die Rotationen statt – hier müssen wir zum einen Rücksichten auf die Erfordernisse der Klinik nehmen, möchten aber zum anderen auch die Präferenzen unserer Assistenten/Innen berücksichtigen.

In jedem Fall werden Sie im Verlaufe der Weiterbildung neben dem Akutbereich auch die Bereiche für chronische psychische Erkrankungen, Suchterkrankungen, Gerontopsychiatrie und unser Zentrum für Affektive Störungen kennen lernen. Auch die Rotation in die Tagesklinik ist möglich.

Weiterbildungsermächtigung

Prof. Krüger hat die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit neurologischen Kliniken für die Absolvierung des neurologischen Jahres. Wir legen viel Wert auf die umfassende praktische und theoretische Ausbildung unserer Weiterbildungsassistenten und Medizinstudenten in Famulatur und Praktischem Jahr.

Wir sind Lehrkrankenhaus der Charité, führen regelmäßig Forschungsprojekte durch und sind aktiv in der Lehre tätig.

Es besteht die Möglichkeit, bei Prof. Krüger eine Dissertation zu verfassen.

Weiterbildungsplanung

Dadurch, dass die Psychiatrie in das Humboldt Klinikum integriert ist, erhalten unsere Weiterbildungsassistenten/Innen jede Menge Gelegenheiten, sich mit medizinisch-psychiatrischen Fragestellungen, z.B. in der Inneren Medizin oder Chirurgie zu befassen.                    

Unsere wöchentliche Fortbildung orientiert sich am Ausbildungscurriculum der Ärztekammer Berlin. Unsere Assistenten/Innen werden ermutigt, im Rahmen der Fortbildung Vorträge zu den entsprechenden Inhalten vorzubereiten und zu präsentieren.

Darüber hinaus laden wir regelmäßig externe Referenten ein, die „state of the art“-Vorträge zu aktuellen Themenbereichen halten.

Unsere Klinik bietet zudem regelmäßige Workshops und Weiterbildungen zu besonderen Themenkomplexen wie beispielsweise Konsiliar- und Liaison-Psychiatrie, Sozialpsychiatrie oder Forensische Psychiatrie an, wie Sie für die Facharztweiterbildung gefordert werden.

Durch die enge strukturelle und personelle Kooperation zwischen den Psychiatrischen Kliniken am Humboldt-Klinikum und am Klinikum Spandau sind auch Rotationen zwischen den Kliniken möglich. Bei Interesse können so auch andere Schwerpunkte, z.B. die Memory Clinic, kennengelernt werden. 

Durch unsere Oberärzte/Innen ist eine intensive Betreuung und Supervision gewährleistet. Wir legen Wert auf flache Hierarchien, deswegen sind unsere Oberärzte/Innen auf den Stationen sehr präsent und immer ansprechbar. 

Gleiches gilt auch für die Dienste: der Oberarzt/In im Hintergrund kann und sollte gerade bei schwierigen Fällen oder Unsicherheiten kontaktiert werden!

Kooperationspartner in der Weiterbildung

Wir kooperieren mit verschiedenen Ausbildungsinstituten, um unseren Assistenten/Innen die für den Facharzt erforderliche Psychotherapieausbildung zu ermöglichen. Dabei handelt es sich sowohl um verhaltenstherapeutisch als auch tiefenpsychologisch/analytisch ausgerichtete Institute.

Auch für das geforderte Jahr Neurologie haben wir etablierte Kooperationen.

Akademische und wissenschaftliche Kooperationspartner

Durch die enge Vernetzung mit der Charité als akademisches Lehrkrankenhaus führen wir regelmäßige Studien durch und sind in verschiedenen Arbeitsgruppen integriert.

Insbesondere im Bereich der affektiven Störungen, aber auch bei der Erforschung neuer Psychopharmaka für die Behandlung psychischer Erkrankungen arbeiten wir eng mit anderen Kliniken bei großen Studien zusammen.

Qualifikationsarbeiten

Wir beteiligen uns an internen und externen Weiterbildungsevaluationen der Ärztekammer Berlin.

Darüber hinaus entwickeln wir therapeutische Standards, sogenannte Standard Operating Procedures (SOPs), um die Qualität unserer täglichen Arbeit auf hohem Niveau durchführen zu können und Fehler möglichst zu vermeiden.

Diese Prozesse sind ständig im Fluss. Gegenwärtig erarbeiten wir SOPs für Agitation als psychiatrischer Notfall, Entgiftung und Suizidalität.

Die 10 wichtigsten Fakten auf einen Blick

  1. Es macht Spaß bei uns zu arbeiten!
  2. Man lernt viel!
  3. Durch unsere Departmentstruktur wird eine intensive Ausbildung in allen psychiatrischen Bereichen ermöglicht!
  4. Man bekommt eine standardisierte umfassende Ausbildung!
  5. Unsere Hierarchien sind flach – Oberärzte/Innen sind immer ansprechbar!
  6. Wir legen viel Wert auf medizinisch-psychiatrische, aber auch psychotherapeutische Behandlungen in spezialisierten Teams!
  7. Wir legen Wert auf Zusammenarbeit mit Psychologen/Innen, den Pflegemitarbeitern/Innen, Sozialarbeitern/Innen und unseren komplementären Diensten!
  8. Wir unterstützen unsere Assistenten/Innen bei der psychotherapeutischen Weiterbildung durch unsere Kooperationspartner, aber auch durch viele eigene Aktivitäten!
  9. Wir sind akademisch und wissenschaftlich aktiv!
  10. Wir machen auch Fehler, aber wir versuchen uns ständig durch Standardisierung unserer Abläufe zu verbessern!