Risikoschwangerschaft

Es gibt zahlreiche Gründe, aus denen eine Schwangerschaft als Risikoschwangerschaft eingestuft werden kann. Dabei dient eine solche Einstufung in erster Linie als Vorsichtsmaßnahme und bedeutet, dass bei der betroffenen Schwangeren die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen im Verlauf der Schwangerschaft oder bei der Geburt erhöht ist. Es ist auch möglich, dass erhöhte Risiken für die Gesundheit des Ungeborenen bestehen.

Heutzutage werden ca. 50 % aller Schwangeren in Deutschland aufgrund unterschiedlicher Kriterien als risikoschwanger bezeichnet. Ein häufiger Grund ist das Alter der Schwangeren (jünger als 18 oder älter als 35), Ursachen können aber auch bereits vorhandene Erkrankungen wie Diabetes oder Thrombose sein oder auffällige Befunde bei den vorgeschriebenen Standarduntersuchungen während der Schwangerschaft.

Stellt der Arzt fest, dass es Gründe für eine Risikoschwangerschaft gibt, sollten Sie sich als werdende Mutter keinesfalls verunsichern lassen, denn sowohl Schwangerschaft als auch Geburt können auch weiterhin vollkommen normal verlaufen. Es ist jedoch wichtig, sich je nach Ursache umfassend zu informieren und gegebenenfalls die von Ihrem Arzt empfohlenen zusätzlichen Vorsorgeuntersuchungen in Anspruch zu nehmen. Solche ansonsten freiwilligen Untersuchungen werden bei einer Risikoschwangerschaft von der Krankenkasse bezahlt.

Alle Untersuchungsergebnisse und Informationen über die Gesundheit von Mutter und Kind werden auch im Mutterpass vermerkt, damit andere Ärzte und Hebammen bei Zwischenfällen bzw. der Entbindung umgehend über alle Besonderheiten informiert sind.

Perinatalzentrum (Level 1) am Klinikum im Friedrichshain
Perinatalzentrum
Kinder- und Jugendmedizin

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Kinder- und Jugendmedizin - Perinatalzentrum


Dieser Text wurde mit Unterstützung von Chefarzt PD Dr. Lars Hellmeyer vom Vivantes Klinikum in Friedrichshain erstellt.


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