
Vivantes Klinikum im Friedrichshain - Landsberger Allee
Landsberger Allee 49
10249 Berlin
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Rettungsstelle
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Das Spektrum in unserem Klinikum umfasst die Untersuchung und Beratung in der Sprechstunde sowie die operative Versorgung von akuten Verletzungen, Verletzungsfolgen, Infektionen und die Behandlung von Erkrankungen, rekonstruktiven Eingriffen und gutartigen Tumoren.
Die Versorgung akuter Verletzungen beinhaltet die Operationen von Knochenbrüchen, Sehnen- und Nervenverletzungen und komplexen Handverletzungen. Amputationsverletzungen, die eine Re-Transplantation abgetrennter Gliedmaßen erforderlich machen, werden zur Behandlung in das Unfallkrankenhaus Berlin verlegt.
Die Operationen zur Behandlung von Erkrankungen der Hand umfasst, unter anderen die Dupuytren’sche Kontraktur, Daumensattelgelenkarthrose
(Rhizarthrose), Nervenkompressionssyndrome ( Karpaltunnelsyndrom, Ulnariskompressionssyndrom, Radialiskompressionssyndrom) und Sehnenscheidekompressionssyndrome (schnellender Finger, Tendovaginitis stenosans de Quervain des 1. Strecksehnenfaches ) und gutartige Knochentumore.
Bei Band- und Diskusverletzungen des Handgelenkes und der Handwurzel oder unklaren Schmerzsyndromen kann eine Arthroskopie (Gelenkspiegelung) zur Diagnostik und Therapie durchgeführt werden.
Grundsatz ist die Operation und Behandlung unter schonenden und atraumatischen Bedingungen. Dieses erfolgt unter dem Einsatz der Lupenbrille oder Operationsmikroskop und Durchführung der Operation möglichst immer in Blutleere.
Der handgelenksnahe Speichenbruch ist der häufigste Bruch des Menschen. Seit Anfang 2000 verwenden wir für die Frakturfixation eine winkelstabile Plattenosteosynthese. Diese ermöglicht eine sofortige Bewegungsstabilität. Diese Platte wird durch einen kurzen Schnitt am beugeseitigen Handgelenk eingebracht und mit mehreren Schrauben befestigt.

Die Implantate bestehen aus Titan und somit treten keine allergischen Reaktionen auf. Postoperative öntgenbelastungen in der Nachkontrolle können deutlich reduziert werden, da ein Abrutschen des Bruches bei winkelstabiler Fixation nicht mehr auftritt.
Zur Diagnostik erfolgt eine Röntgenuntersuchung und bei komplexen Frakturen zur Operations-Planung eine zusätzliche Computertomographie.
Nach der Operation erfolgt eine kurzfristige Ruhigstellung in einer Handgelenkschiene bis zur Weichteilheilung. Bewegungsübungen beginnen sofort nach der Operation, so dass Sie Ihre Hand danach schnell wieder einsetzen können. Die früher sehr gefürchtete Sudeck’sche Dystrophie, eine langwährige Entzündungskrankheit der Hand, tritt nahezu nicht mehr auf. Komplexe Brüche des Unterarmes lassen sich in Kombination verschiedener streck- und beugeseitig angebrachter winkelstabiler Plattenosteosynthesen rekonstruieren und ermöglichen Ihnen so eine frühzeitige Beweglichkeit.
Brüche kleiner Knochen an der Hand stellen hohe Anforderungen an Operateur und Material. Einerseits soll das Material so stabil sein, dass eine sofortige Lastaufnahme und Bewegungsstabilität ermöglicht wird, andererseits muss es so klein sein, dass es andere Strukturen wie Nerven, Sehnen oder Gelenke nicht beeinträchtigt.
Verschobene Brüche der Mittelhandknochen können wir durch Minischrauben und Plattenosteosynthesen (Metallplatten) stabil versorgen. Hierbei kann die Knochenbruchstelle exakt aufeinandergestellt und ein falsches Zusammenwachsen des Knochens verhindert werden. Eine Gipsruhigstellung ist nur bis zur gesicherten Wundheilung notwendig. Eine Materialentfernung empfehlen wir bei Plattenosteosynthesen.

Die häufigste Fraktur der Mittelhand, der Köpfchenbruch des Kleinfingers, kann minimal-invasiv mit Stahlstiften aufgefädelt werden und ermöglicht danach eine schmerzfreie Beweglichkeit und je nach Bruchform eine Belastung schon kurz nach der Operation.

Die Behandlung von Fingerfrakturen erfordert eine differenzierte Therapie zur Wiederereichung einer guten Funktion der Hand. Die Schonung der Weichteile und insbesondere des Sehnengleitgewebes muss gegenüber einer anatomischen Rekonstruktion und absoluten Stabilität abgewogen werden.
Abhängig vom Frakturtyp- und Ort des Bruchs erfolgt die Anwendung konservativer Methoden ( z.B. frühfunktionelle Behandlung mit Bewegungsschienen ) oder schonende operative Methoden mit äußerer Fixation (Minifixateur/ Extensionsfixateur), Verwendung von kleinen Stahlstiften oder selten Miniplatten und Schrauben.
Streckseitige Frakturen der Fingerendglieder i.S. eines knöchernen Strecksehnenausrisses können bei großem Fragmentausbruch mit einer Refixation durch Schraubenosteosynthese versorgt und nachbehandelt werden.
Einfache subkutane Sehnenabrisse (in der Unterhaut) oder Ausrisse mit kleinem knöchernen Fragment werden konservativ mit einer Ruhigstellungsschiene für 6-8 Wochen behandelt.
Die Behandlung von Handwurzelfrakturen hat als Ziel den Erhalt einer schmerzfreien Funktion des Handgelenkes. Wegen der komplexen Anatomie und Physiologie der Handwurzel und des Handgelenkes sollte die Ausheilung unter anatomischer Wiederherstellung angestrebt werden.
Der häufigste Bruch der Handwurzel mit > 80 % ist der Kahnbeinbruch (Scaphoidfraktur).
Knöcherne Heilungskomplikationen treten bei Kahnbeinbrüchen weiterhin häufig auf und werden durch die Anatomie und Durchblutung des Knochens sowie diagnostische und therapeutische Probleme begünstigt.
Anhand einer differenzierten Diagnostik (Röntgen/ Computertomografie/ MRT) muss eine individuelle Entscheidung zwischen konservativen und verschiedenen Formen operativer Behandlung getroffen werden.
Bei konservativer Behandlung ist durch die schlechte knöcherne Heilung eine 10 – 12 wöchige Gipsruhigstellung erforderlich.
Durch die Verschraubung unverschobener Brüche mit einer Frakturkompressionsschraube, die minimal-invasiv über einen kleinen Hautschnitt eingebracht wird, kann eine sofortige bewegungsstabile Nachbehandlung eingeleitet werden.

Verschobene Kahnbeinbrüche müssen offen eingerichtet und mit einer Frakturkompressionsschraube fixiert werden. Bei älteren Brüchen, sichtbaren Defektbildungen oder ausbleibender Frakturheilung macht sich die zusätzliche Verwendung von körpereigener Spongiosa (Knochenmarkzellen) erforderlich.
Ganglien (Überbeine) befinden sich häufig im Bereich der Hand und des Handgelenkes. Ganglien gehen von Gelenkkapseln und Sehnenscheiden aus. Es sind kugelförmig-ovale, teilweise sackförmige Gebilde mit einem Stiel, der sie mit einer Gelenkapsel oder einer Sehnenscheide verbindet. Sie sind mit einer mehr oder weniger flüssigen bis gallertartigen, meist klaren Substanz gefüllt. Bei der Untersuchung entsteht so der Eindruck eines Wasserkissens oder einer prall-elastischen Schwellung.
Ganglien sind immer gutartig! Eine eindeutige Ursache kann man nicht angeben, diskutiert werden Verletzungen, Verschleißerscheinungen oder, wohl am häufigsten, anlagebedingte, lokale Schwachstellen der Gelenkkapseln oder der Sehnenscheiden. Die in Gelenk oder Sehnenscheiden unter mehr oder weniger starkem Druck stehende Flüssigkeit kann im Bereich von Schwachstellen der Gelenkkapseln oder Sehnenscheiden "hervorquellen" und das Ganglion füllen.
In der Regel sichern die typische Vorgeschichte (Anamnese) und die klinisch-handchirurgische Untersuchung mit Feststellung der beschriebenen Symptome die Diagnose. Die Größe der Ganglien kann zu- und abnehmen, zeitweise können sie spontan kleiner werden und auch dauerhaft verschwinden.
Eine endgültige Diagnose ist nur möglich durch Punktion des Tumors mit Gewinnung der typischen Flüssigkeit oder durch die operative Entfernung mit feingeweblicher Untersuchung. Die feingewebliche (histologische) Untersuchung ist erforderlich, da auch andere gutartige und sehr selten (!) bösartige Tumoren wie ein Ganglion erscheinen können.
Um Verletzungen oder Veränderungen der Knochen und/oder Gelenke vor einer Operation abzuklären, ist eine Röntgenuntersuchung der betroffenen Region, ggf. auch der Gegenseite in zwei Ebenen erforderlich. Bei Rezidiven (Rückfällen) führen wir auch eine Sonografie mit gleichzeitiger Gefäßdarstellung oder eine Magnettomografie zur Diagnostik durch.
1. konservativ:
2. operativ:
Zu beachten ist, dass die bei Handgelenksganglien eventuell vorhandenen Schmerzen nicht in allen Fällen auf das Ganglion zurückgeführt werden können. Oft liegt eine andere Ursache vor - z.B. Kapsel - Band - Instabilitäten. In solchen Fällen verschwinden oder bessern sich die Schmerzen durch die Operation nicht. Auch bei korrekter OP - Technik und Nachbehandlung muß in 10 % - 20 % der Fälle mit einem Wiederauftreten an gleicher Stelle gerechnet werden.
Beim Morbus Dupuytren handelt es sich um eine strang- und knotenartige Veränderung des Bindegewebes der Handinnenfläche. Eine bösartige Entartung erfolgt nicht.
Die Ursache der Erkrankung ist nicht bekannt, wir wissen lediglich, dass eine genetische Disposition vorhanden ist. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich. Häufig kommt es im Verlauf von Jahren zunehmend zur Strangbildung im Bereich der Hohlhand mit Beteiligung der Finger. In zunehmendem Maße lassen sich die Finger nicht mehr strecken. Eine Stadieneinteilgung der Erkrankung erfolgt entsprechend dem Streckdefizit. Dabei wird der Grad der Beugekontraktur aller Gelenke eines betroffenen Fingers addiert. Vier verschiedene Stadien können unterschieden werden.

Das Fortschreiten der Erkrankung kann durch Massagen oder Krankengymnastik nicht aufgehalten werden. Die Indikation zur operativen Therapie sollte dann erfolgen, wenn ein Streckverlust eines oder mehrerer Finger > 30° bestehen. Abgesehen davon sollte eine operative Therapie dann durchgeführt werden, wenn der Patient Beschwerden angibt, wie beispielsweise starke Schmerzen oder ausgeprägte Hauteinziehungen.
Ist dieses nicht der Fall, sollte mit einer Operation gewartet werden, da nicht vorhergesagt werden kann, in welchem Maße die Erkrankung weiter fortschreitet. Auch eine Stagnation des Fortschreitens der Erkrankung ist über einen längeren Zeitraum möglich. Bekannt ist, dass die Erkrankung nicht heilbar ist.
Bei der Operation wird das erkrankte Gewebe sorgfältig über dem darunterliegenden Sehnen, Nerven und Gefäßen getrennt. Dabei ist es wichtig, dass möglichst alles betroffene Gewebe entfernt wird, um ein erneutes Wiederauftreten zu verhindern. Die Rezidivneigung (Rückfall) ist bei dieser Erkrankung sehr hoch.
Postoperativ erfolgt die Ruhigstellung in einer Unterarmgipsschiene mit hohem Druckpolster für mehrere Tage. Nach 14 Tagen wird das Nahtmaterial entfernt. Schon früh nach der Operation sollen die Finger aus der Gipsschiene heraus bewegt werden. Teilweise macht sich die Verordnung eines Kompressionshandschuhes oder einer Quengelschiene zur Verhinderung einer erneuten Beugekontraktur erforderlich. Eine intensive Physio- und Ergotherapie ist erforderlich.
Bei der Ringbandstenose (Schnellender Finger) handelt es sich um eine Einengung der Beugesehne durch die als Führung dienenden Ringbänder. Bei dem Versuch ein Finger oder auch den Daumen zu strecken, kommt es zum „Hängenbleiben“ des betroffenen Fingers. Nach dem Festhaken springt der Finger anschließend in Streckstellung. Durch eine gewisse Kraftanstrengung des Patienten kann die Blockade überwunden werden. Dabei kommt es dann zu den typischen Schnellen des Fingers.

Die Beugesehnen der Finger werden durch Führungsbänder gehalten, welche mit den Abkürzungen A1 – A5 gezeichnet werden. Der Grund für den schnellenden Finger ist eine Einengung der Beugesehne in Höhe der Grundglieder, sogenanntes (A1-Ringband).
Die Diagnose kann klinisch durch das typische „schnellen“ des Fingers gestellt werden. Zusätzlich kann eine Verdickung im Bereich der Grundgelenke mit Druckschmerzen ertastet werden.
Bei der Operation wird das A1-Ringband über einen ca. 1,5 cm langen Hautschnitt unterhalb des Grundgelenkes gespalten. Die Operation wird in Regionalanästhesie durchgeführt. Die Finger können und sollen direkt nach der Operation frei bewegt werden. So lässt sich eine Verklebung der Sehnen vermeiden.
14 Tage nach der Operation werden die Fäden entfernt.
Unter einem Sulcus-ulnaris-Syndrom (Kubitaltunnel-Syndrom) versteht man eine Einengung des Nervus ulnaris (Ellennervs) in seiner knöchernen Rinne am Ellenbogen. Ursachen sind degenerative Veränderungen, Folgen von Verletzungen und Entzündungen.
Symptome finden sich im Kribbeln und Sensibilitätsminderung des Ring- und Kleinfingers, elektrisierende Schmerzen dieser Finger bis zum Ellenbogen und Muskelminderungen an der Hand.

Neben der klinischen Untersuchung ist eine apparative Messung der Nervenleitgeschwindigkeit und Elektromyografie (Untersuchung bei der die natürliche, elektrische Aktivität eines Muskels gemessen wird) erforderlich.
Ist es unter konservativer Therapie und Ruhigstellung zu keiner Besserung gekommen, wird eine Operation empfohlen.
Bei der Operation wird am Ellenbogen ein ca. 6 cm langer Schnitt angelegt, der den Nerv aus seiner knöchernen Knochenrinne befreit. Danach erfolgt die Spaltung weiterer anatomischer Engen am Oberarm und Unterarm. Der Operateur entscheidet, ob eine Verlagerung des Nervens in die Muskulatur erforderlich ist.
Nach der Operation erfolgt eine Gipsruhigstellung für 1 Woche. Bei Vorliegen von weiteren Erkrankungen wird der Eingriff stationär durchgeführt, ansonsten ambulant.
Bei der Tendovaginitis stenosans (Sehnenscheidenentzündung) handelt es sich um eine Entzündung der Sehnenscheiden des ersten Strecksehnenfaches.
Ursache ist häufig eine Überbelastung dieser Sehnen durch Bewegung des Daumens von der Handfläche weg. Dies führt zu starken Schmerzen im Bereich des daumenseitigen Handgelenkes. Zusätzlich kann eine Erwärmung dieser Region auftreten. Die chronische Form macht es sich zum Teil durch eine knotige Verdickung der betroffenen Sehnen bemerkbar.

Wird der Patient aufgefordert, den Daumen in die Hohlhand einzuschlagen und eine Faust zu machen, mit zusätzlicher Bewegung im Handgelenk in Richtung des kleinen Fingers, werden die Schmerzen stärker (Finkelstein-Test).
Eine konservative Behandlung mit zunächst Ruhigstellung im Unterarmgips und antientzündlichen Medikamenten kann zunächst versucht werden.
Falls durch die konservative Therapie keine Besserung der Beschwerdesymptomatik erzielt werden kann, sollte eine Operation erfolgen.
Dabei kommt es über einen ca. 4 – 5 cm langen Hautschnitt kurz unterhalb des Handgelenkes zur Eröffnung des ersten Strecksehnenfaches. Anschließend wird das entzündlich veränderte Gewebe entfernt.
Direkt nach der Operation ist eine Bewegung des Daumens und aller Finger uneingeschränkt möglich und vermeidet somit ein Verkleben der Sehnen. 14 Tage nach Operation werden die Fäden entfernt.
Beim Karpaltunnelsyndrom (auch KTS / Brachialgia paraesthetica nocturna) handelt es sich um die krankhafte Einengung des Nervus medianus (Mittelarmnervs) im Karpaltunnel. Als Karpaltunnel bezeichnet man den Nerven-Muskeldurchgang an der Hand. Es ist das häufigste Nervenkompressionssyndrom.
Typische Beschwerden sind häufig nächtlich auftretende Schmerzen und Missempfindungen im Bereich des Daumens, Zeigefingers und mittleren Fingers, welche auch in den ganzen Arm ausstrahlen können. Zusätzlich zum typischen Beschwerdebild mit Missempfindungen zeigt sich unter Umständen eine Zunahme der Schwäche der Handmuskulatur ggf. mit Atrophie dieser Muskulatur sowie Kraftlosigkeit vor allen des Daumens. Oftmals können die Beschwerden durch leichtes Beklopfen des Bereiches über dem Karpaltunnel ausgelöst werden. Auch eine starke Beugung im Handgelenk kann diese typischen Missempfindungen hervorrufen.

Die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sollte die körperliche Untersuchung ergänzen. Typischerweise ist bei Vorliegen eines Karpaltunnelsyndroms die sensible Nervenleitgeschwindigkeit des Nervus medianus vermindert. In schweren Fällen sind auch die motorischen Nervenleitfasern betroffen.
Ein konservativer Behandlungsansatz kann im Anfangsstadium versucht werden. Das Tragen spezieller Nachtlagerungsschienen kann die Beschwerdesymptomatik für einige Zeit verbessern. Zeigt die konservative Behandlung keinen Erfolg im Verlauf, sollte eine Operation durchgeführt werden.
In unserer Klinik wird die offene Operationstechnik in minimal-invasiver Weise über zwei kleine Hautschnitte durchgeführt. Dabei folgt die Freilegung des Nervus medianus über einen ca. 2 cm langen Hautschnitt im Bereich der Hohlhand sowie über einen 1 cm queren Hautschnitt im Bereich der Handgelenk-Beugefalte. Das den Nerven bedeckende Querband (Retinaculum flexorum) wird unter Darstellung des Nervus medianus vom Hohlhandschnitt in Richtung der Handgelenksbeugefalte gespalten. Danach erfolgt die Begutachtung des Nervus medianus. Teilweise müssen einengende Strukturen im Karpaltunnel, wie z.B. Sehnenscheidenganglien, entfernt werden.
Postoperativ erfolgt zunächst die elastokompressive Wicklung für einige Tage. Nach 14 Tagen werden die Fäden entfernt. Die Hand kann bewegt werden. Für insgesamt 6 Wochen sollten übermäßige Belastung der betroffenen Hand vermieden werden.