Kontakt

Vivantes Klinikum Neukölln
Rudower Straße 48
12351 Berlin

(030) 130 14 0

Rettungsstelle
(030) 130 14 3102

Informationen für Patienten

Grauer Star (Katarakt)

Die in der Regel altersbedingte Trübung der Augenlinse wird als Grauer Star bezeichnet. Dieser macht sich in Form einer zunehmenden Sehverschlechterung mit unterschiedlichem Ausmaß der Blendung bemerkbar. Die einzige effektive Therapie des Grauen Stars ist die Operation. Die Staroperation kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. In der Regel wird die Linse mit einem Ultraschall-Handstück verflüssigt und durch eine kleine Wundöffnung abgesaugt. Die entfernte Linse wird durch eine künstliche ersetzt, deren Stärke vor der Operation mit hoher Genauigkeit festgelegt wird.

Die Augenklinik führt jährlich über 3.000 solcher Operationen durch, darunter ein großer Anteil von Starpatienten mit schwierigen Ausgangssituationen einschließlich Kindern.

Grüner Star (Glaukom)

Eine akute Drucksteigerung kann anfallartig eintreten, begleitet von erheblicher Sehverschlechterung und heftigen Schmerzen. Der hohen Drucksteigerung muss zunächst mit Medikamenten und so bald wie möglich mit einer Operation entgegengewirkt werden. Häufiger handelt es sich um ein chronisches Glaukom, bei dem in der Regel eine mäßige chronische Drucksteigerung ermittelt werden kann. Unbehandelter Grüner Star führt zu irreversiblen Schaden des Sehnervens und somit des Sehvermögens.

Zur Behandlung kommt eine Reihe von Augentropfen in Frage, die den Augeninnendruck zuverlässig senken. Sollten die Augentropfen keine Verbesserung erzielen, kann die Lasertherapie oder eine Operation helfen, den Druck zu senken. Das nichteinstellbare Glaukom wird in der Regel stationär behandelt, da die Augendruckmessungen über den ganzen Tag verteilt, ggf. auch spät in der Nacht in Kombination mit einer 24-Stunden-Blutdruckmessung durchgeführt werden müssen.

Refraktive Chirurgie

Refraktionsfehler wie Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit, Stabsichtigkeit oder Alterssichtigkeit können mit Hilfe des Lasers oder anderer mikrochirurgischer Instrumentarien korrigiert werden. Die Fehlsichtigkeit kann mittels Brille oder Kontaktlinsen, photorefraktiver Keratektomie (PRK) oder Laser behandelt werden. Die photorefraktive Keratektomie (PRK) bedeutet das Abschleifen der Hornhaut mit einem Excimer-Laser. Am häufigsten wird die LASIK (Laser-in-situ-Keratomileusis) Methode angewendet, bei der zunächst eine ca. 0,15mm dicke Hornhautlamelle mit einem Keratom (Hornhautmesser) oder Laser hergestellt. Dann kommt die eigentliche Abtragung der Hornhaut mit dem Excimerlaser. Die LASEK (Laser Epitheliale Keratomileusis) und Epi-LASIK sind weitere Entwicklungen, bei denen die Hornhautoberfläche abgelöst bzw. mit einem Mikrokeratom noch feinere Lamelle geschnitten wird.

In den ersten Tagen nach dem Eingriff können Schmerzen, ein Fremdkörpergefühl im Auge, Brennen und Tränenfluss auftreten. Diese Beschwerden lassen sich durch Medikamente beseitigen oder zumindest lindern. Die Heilung der Hornhaut erfolgt innerhalb einiger Wochen. Es kann aber bis zu sechs Monate dauern, bis sich die Brechkraft stabilisiert. Hierdurch kann die Sehschärfe schwanken. Bitte fragen Sie beim Aufklärungsgespräch nach allem, was Ihnen wichtig oder unklar erscheint.

Hornhauttransplantation (Keratoplastik)

Eine Hornhauttransplantation wird durchgeführt, wenn die eigene Hornhaut aufgrund eines Transparenzverlustes oder einer extremen Krümmungsänderung (Keratokonus) eine erhebliche Sehminderung verursacht. Da kein ausreichendes Spenderhornhaut-Potential zur Verfügung steht, werden die Patienten in eine nach Dringlichkeit geführte nationale Warteliste für eine Hornhauttransplantation aufgenommen.

Die Nachsorge muss intensiv vom behandelnden Augenarzt und der Augenklinik durchgeführt werden, damit mögliche Komplikationen wie Infektionen oder Immunreaktionen rechtzeitig erkannt und behandelt werden können. Endgültiges Sehvermögen ist frühestens ein Jahr nach Operation zu erwarten, nachdem alle Fäden entfernt werden.

Hornhautvernetzung (Cornea Crosslinking)

Bei Patienten mit fortschreitendem Keratokonus im Frühstadium kann mit Hilfe eines gelben Farbstoffes und Bestrahlung mit UV-A Licht heutzutage der fortschreitende Verlauf der Erkrankung gestoppt werden. Die Behandlung dauert ca. eine Stunde und kann ambulant durchgeführt werden.

Netzhautablösung

Am Augenhintergrund befindet sich die Netzhaut, die dem Film eines Fotoapparates, auf der die Außenwelt abgebildet wird, gleicht. Eine Netzhautablösung macht sich in Form von Einschränkungen des Gesichtsfeldes durch Schleier oder Schatten bemerkbar. Eine Netzhautablösung kann nur operativ behandelt werden.

Glaskörperchirurgie

Ein krankhaft veränderter Glaskörper, in den meisten Fällen im Zusammenhang mit Netzhauterkrankungen, ist nicht mehr durchsichtig. Der getrübte Glaskörper kann operativ entfernt werden. So ist es dann auch möglich, krankhafte Veränderungen der Netzhaut zu behandeln. Typische Erkrankungen des Glaskörpers werden durch eine Entzündung (Uveitis), Blutungen (bei Diabetikern), Netzhautrisse oder komplizierte Netzhautablösungen hervorgerufen.

Die verfeinerte Netzhaut- und Glaskörperchirurgie ermöglicht es, Erkrankungen im Bereich der Netzhautmitte (Makula) zu behandeln. Makulalöcher oder Membranbildung auf der Netzhautmitte können heutzutage operativ angegangen werden.

Intravitreale Injektionen

Injektion von Medikamenten in den Glaskörper bei Makuladegeneration oder anderen Netzhauterkrankungen zur Stabilisierung der Sehkraft.

Implantation von Medikamententrägern

Bei Aids-Patienten mit Augenkomplikationen durch Cytomegalie Virus-Retinitis können Ganciclovir-Implantate eingesetzt werden. Die Operation kann in Lokalanästhesie und ambulant durchgeführt werden.

Vivantes ist jetzt bei Facebook

Angaben zum Empfänger:


Ihre Angaben:


Vielen Dank für das Weiterempfehlen unserer Seite Vivantes - Netzwerk für Gesundheit GmbH.