Bei "Willkommen Baby" erwartet Sie ein umfassendes Online-Coaching, mit dem Sie die DAK während Ihrer Schwangerschaft begleiten und unterstützen möchte.

Vivantes Klinikum Neukölln
Rudower Straße 48
12351 Berlin
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Rettungsstelle
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Bei zu erwartender Frühgeburt erfolgt schon präpartal eine Kontaktaufnahme des Neonatologen mit den Eltern. Hierbei wird ein erster Einblick in den Ablauf der Erstversorgung und die allgemeine Problematik eines Frühgeborenen gegeben. Die zu erwartenden Probleme ihres Kindes, seine Chancen, aber auch seine Risiken, kommen dabei zur Sprache. Nur so kann in den Grenzsituationen ärztlichen Handelns bei der Versorgung extrem unreifer Frühgeborener von Anfang an eine Einbeziehung der Eltern in die Entscheidungen, erforderlichenfalls auch über das Ausmaß therapeutischer oder palliativer Bemühungen erfolgen.
Steht genügend Zeit zur Verfügung, besichtigen die Eltern vor der Geburt ihres Kindes die Intensiv- oder Frühgeborenenstation. Nach der Geburt ihres Kindes wird den Eltern noch im Kreißsaal ein erstes Foto überreicht. Um die Eltern-Kind-Bindung zu fördern, werden die Eltern so früh wie möglich in die Pflege ihrer Kinder einbezogen. Dabei wird zunächst mit kleineren Tätigkeiten wie z.B. der Mundpflege begonnen. Allmählich wird, je nach gesundheitlichem Zustand des Kindes, ein Teil der pflegerischen Tätigkeiten von den Eltern ausgeführt. Dies erfolgt unter ständiger Anleitung und Aufsicht durch die Pflegekräfte. Somit werden Berührungsängste reduziert und gleichzeitig die Verantwortlichkeit, das Selbstvertrauen und die Integration der Eltern in den Stationsablauf gefördert.
Diesem Prinzip der Einbeziehung der Eltern in die Pflege ihres Kindes trägt auch die Besucherregelung Rechnung: Es gibt keine festgesetzten Besuchszeiten, so dass die Eltern ihre Kinder rund um die Uhr besuchen können.
Für den Aufbau einer Eltern-Kind-Beziehung auch unter den erschwerten Bedingungen einer Intensivstation bieten wir frühzeitig das "Känguruhen" an. Hierbei wird das Kind aus dem Inkubator heraus für mehrere Stunden auf die entkleidete Brust der Mutter oder des Vaters gelegt. Wir beginnen mit dem "Känguruhen" ab dem 5. Lebenstag, unabhängig von Gestationsalter und Geburtsgewicht. Auch Kinder mit Atemhilfe werden hierzu aus dem Inkubator genommen, beatmete Kinder aufgrund der in der Regel kurzen Beatmungszeiten eher nicht.
Zur weiteren Betreuung und Begleitung der Eltern bieten wir einen regelmäßig stattfindenden Elternabend (Elterngruppe) an, der eigenständig vom Pflegepersonal organisiert wird. Das Programm reicht vom allgemeinen Erfahrungsaustausch zwischen den Eltern, über kleine Entspannungsübungen bis hin zur Babymassage. Zu konkreten Themen wird Fachpersonal wie Krankengymnasten, Ärzte, Ergotherapeuten usw. eingeladen.
Zusätzliche Informationen rund um die Frühgeburt und die intensivmedizinische Problematik erhalten die Eltern durch selbst verfasste Broschüren. Hier wird ihnen der Alltag einer Intensivstation näher gebracht und die wichtigsten Geräte zur Überwachung oder Beatmung erläutert. Es gibt Tipps und Ratschläge, die schwierige Zeit besser zu überstehen, und so gleichzeitig den Krankheitsverlauf positiv zu beeinflussen. Zusätzlich liegt Informationsmaterial über Selbsthilfegruppen und mögliche soziale und nicht zuletzt auch finanzielle Unterstützung die Familien von Frühgeborenen aus. All dies ersetzt nicht die persönliche Kommunikation, kann aber helfen, den anfänglich oft überforderten Eltern eine erste Orientierung zu geben.
Rooming-In ist jetzt auch auf der Neugeborenenstation möglich. Besonders sehr unreife Frühgeborene entwickeln sich immer wieder zu "Problemkindern", d.h., sie benötigen auch nach mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt erhöhte Fürsorge und Pflege. Mitunter sind auch medizinische Geräte wie Monitore, Inhalatoren o.ä. erforderlich. Bei unzureichendem Trinken ist zuweilen auch zu Hause eine Fortsetzung der Nahrungssondierung nötig. Neben dem externen Pflegedienst, der schon während des stationären Aufenthaltes Kontakt mit den Eltern aufnimmt und ihnen später zu Hause zur Seite steht, wird bei entsprechender Indikation ebenfalls frühzeitig der im Hause befindliche Sozialdienst eingeschaltet. Er wird unterstützend tätig, z.B. bei der Suche einer geeigneten Wohnung oder der Genehmigung und Vermittlung einer Haushaltshilfe.
Eine Familienbegleiterin bietet folgende Kurse an
Eine neonatologisch und allergologisch erfahrene Kinderkrankenschwester hat eine spezielle Ausbildung zur Still- und Laktationsberaterin (IBCLC) absolviert. Sie betreut schwangere Frauen und stillende Mütter bei Problemen - z. B. bei Allergieanamnese oder Stillhindernissen, Ernährungsberatung, Beikostfütterung, Brustproblemen während der Stillzeit, Gedeihstörungen bei gestillten Kindern und Abstillen. Besondere Unterstützung finden Mütter zu früh geborener Kinder, von Risikokindern und Neugeborenen mit Lippen- Kiefer- Gaumenspalte. Schwerpunkt ist Anleitung zur langfristigen Aufrechterhaltung der Laktation.
Moderne, zyklusgeregelte elektrische Milchpumpen, mit denen schonend Muttermilch doppelseitig abgepumpt werden kann, stehen dabei zur Verfügung. Die Nachbetreuung der Eltern erfolgt durch die wöchentlich angebotene Stillgruppe in der Kinderklinik. Gleichzeitig werden Kinderkrankenschwestern in Stillfragen unterstützt und beraten. Hierbei wird auch mit freiberuflich tätigen Hebammen zusammengearbeitet.
Als Ausdruck der engen Verbundenheit der Eltern mit unserer Klinik werten wir die hohe Resonanz auf das im Jahr 1997 erstmalig und seither jährlich durchgeführte Kinderfest. Hierzu wurden die Eltern mit ihren Kindern der letzten Geburtsjahrgänge eingeladen.
Möchten auch Sie Ihr Baby stillen? Die Stillgruppe der Kinderklinik unterstützt Frühgeborene nach Klinikentlassung, Mütter und Babys jeden Alters, Mehrlinge, Schwangere und alle anderen, die noch mehr über das Stillen erfahren wollen. Mütter mit ihren Babys, Väter, Geschwister, Schwangere, Mütter, deren Früh- u. Neugeborene noch stationär versorgt werden, und interessierte Gäste sind herzlich willkommen. Wir tauschen uns in zwangloser Runde über verschiedene Themen aus:
Sie können jederzeit dazukommen und Ihre persönliche Erfahrung in die Stillgruppe einbringen. Es entstehen ständig neue Kontakte zwischen den Müttern. Fachgerechte Beratung und Erfahrungsaustausch untereinander, werden Ihnen helfen eventuell plötzlich auftretende außergewöhnliche Situationen zu meistern.
Dienstag 10.30 Uhr
im Mutter-Kind-Zentrum
Elke Barkowski
Still- und Laktationsberaterin IBCLC Kinderkrankenschwester
Tel. 0173 - 217 5843