
Vivantes Klinikum Neukölln
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Verengungen der Luftröhre (Trachealstenose) können erworben oder angeboren sein. Grund für das Entstehen kann ein Tumor, Narbenbildung (nach Luftröhrenschnitt oder Langzeitbeatmung) oder die Vergrößerung eines anderen Organs im Brustkorb sein.
Pfeifen bei der Atmung sowie Beeinträchtigung beim Abhusten von Schleim sind typische Merkmale. Im schlimmsten Fall kann es zu plötzlich auftretenden Luftnotanfällen kommen.
Das Therapieziel besteht in der Beseitigung der Einengung. Im Rahmen einer Bronchoskopie (Spiegelung der oberen Atemwege) ist es möglich, die Verengung mit Hilfe eines Stents (Stütze) aufzudehnen und zu schienen oder Gewebe mit einem Laser abzutragen.
Eine langfristige Therapie ist nur durch eine Operation möglich. Hierbei wird der betroffene Abschnitt der Luftröhre entfernt und die gesunden Enden miteinander vernäht.
An den Lungenbläschen (Alveolen) findet der Austausch von Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid statt. Die Wände bestehen aus elastischen Fasern. Ein Verlust dieser Fasern führt zu einer Überblähung der Lungenbläschen = Lungenemphysem. Ursache können eine chronisch obstruktive Lungenerkrankung (chronische Bronchitis), Giftstoffe (Zigarettenrauch) oder auch angeborene Defekte sein. Der Prozess nimmt im Alter zu, ist durch Medikamente nur zu verlangsamen und ist nicht umkehrbar.
Zu Beginn bemerkt der Patient eine Verringerung der Leistungsfähigkeit, Kurzatmigkeit und chronischen Husten, besonders am Morgen. Viele Patienten neigen dann zu körperlicher Schonung, um die Beschwerden zu mildern. Dabei wäre ein Arztbesuch im frühen Stadium dringend anzuraten.
Zunächst sollten alle verursachenden Faktoren minimiert werden. Dazu kann eine Rauchentwöhnung oder die optimierte Behandlung einer chronischen Bronchitis gehören. Im weiteren Verlauf steht die Verbesserung der Lebensqualität an erster Stelle, etwa durch eine medikamentöse Therapie oder die Verordnung eines Heimsauerstoffgerätes.
Körperliches Training und gezielte Physiotherapie ergänzen die konservative Behandlung. Ist die Erkrankung weiter fortgeschritten, ist es möglich durch kleine, nicht operative Eingriffe eine Besserung herbeizuführen. So gibt es die Möglichkeit durch einsetzen von kleinen Ventilen in die Bronchien die überblähten Lungenabschnitte zu „Entlüften“ und durch deren Kollaps dem gesunden Lungengewebe wieder mehr Platz gegeben wird.
Ist das Lungenemphysem sehr ausgebreitet, ist die Entfernung des betroffenen Lungenareals möglich. Die gesunden Anteile der Lunge können sich wieder besser entfalten und die Arbeit der Atemmuskulatur wird ebenfalls wieder effektiver, weshalb die Patienten meist rasch eine deutliche Besserung der Beschwerdesymptomatik bemerken.
Lungenkrebs (Lungenkarzinom) ist in Deutschland bei Männern die häufigste und bei Frauen die dritthäufigste Krebserkrankung. Wird er in einem frühen Stadium erkannt, liegt die Überlebenschance zwischen 50 und 95 Prozent. Die Unterscheidung verschiedener Tumorformen ist für die Wahl der richtigen Therapie entscheidend.
85 Prozent der Lungenkrebserkrankungen werden durch Rauchen verursacht. Die Anzahl der Zigaretten pro Tag und die Jahre, in denen geraucht wurde, haben erblichen Einfluss auf die Erkrankungswahrscheinlichkeit; auch Passivrauchen erhöht das Risiko. Nicht nur Tabakrauch ist krebsauslösend, sondern auch krebserregende Substanzen (Asbest, Arsen, Benzol) oder radioaktive Produkte. Erbliche Ursachen sind umstritten, familiäre Häufungen sind aber zu beobachten. Ebenso wurde festgestellt, dass bei entzündlichen und vernarbenden Veränderungen der Lunge gehäuft Karzinome entstehen.
Da sich Lungentumore meistens in einem fortgeschrittenen Stadium und mit unklaren Symptomen äußern, kann es zunächst zu Verwechslungen mit anderen Krankheiten kommen und die richtige Diagnose oft erst spät gestellt werden. Reizhusten und Kurzatmigkeit sind in der Regel die ersten Symptome. Da sie bei Rauchern oft bekannte Erscheinungen sind, werden sie häufig im frühen Stadium verkannt. Im weiteren Verlauf können Schmerzen im Brustkorb oder Rücken, Heiserkeit, Bluthusten, Gewichtsabnahme, nächtliches Schwitzen sowie allgemeine Schwäche hinzukommen. Darüber hinaus kann ein Tumor Hormonstörungen verursachen, die wiederum zu Krankheiten führen, die mit dem Tumor nicht im Zusammenhang stehen: Gelenkschmerzen, Muskelschwäche oder Sensibilitätsstörungen.
Erhärtet die Röntgenuntersuchung den Verdacht auf Lungenkrebs, werden in der Regel eine Computertomografie und eine Spiegelung der Atemwege (Bronchoskopie) mit Probeentnahme durchgeführt. Um Metastasen festzustellen und zu lokalisieren, ist die Untersuchung der Knochen (Szintigraphie) und des Kopfes möglich. Eine PET (Positronenemissionstomographie) ermöglicht die Auffindung und Darstellung von Tumoren und Metastasen in Lymphknoten und anderen Organen.
Für die Wahl der richtigen Therapie ist es entscheidend, den Tumortyp festzustellen; des Weiteren werden das Stadium der Erkrankung und die körperliche Verfassung des Patienten mit berücksichtigt. Nach Abschluss der Diagnostik erarbeiten Experten verschiedener Fachdisziplinen gemeinsam für jeden Patienten ein individuelles Konzept. Bei fortgeschrittenen Tumorstadien ist meist eine Chemotherapie evtl. in Kombination mit einer Bestrahlung indiziert.
Im Falle eines frühen Tumorstadiums ist die operative Entfernung des Lungenkrebses das mit Abstand effektivste Therapieverfahren. Hier gibt es abhängig von der Tumorausbreitung und dem Zustand des Patienten verschiedenste Möglichkeiten von der begrenzten, lungengewebsschonenden Resektion bis hin zur Resektion eines ganzen Lungenflügels.
Das Mittelfell (Mediastinum) bezeichnet den Raum zwischen den beiden Lungenflügeln. Hier befinden sich das Herz, die Luft- und Speiseröhre sowie die Thymusdrüse und eine große Anzahl von Lymphknoten. Gut- und bösartige Tumoren können hier vor allem den Thymus, die Schilddrüse oder die Lymphknoten betreffen. Darüber hinaus entstehen häufig gutartige Zysten.
Mediastinaltumoren werden meistens zufällig im Rahmen anderer Untersuchungen entdeckt. Husten, Atembeschwerden, Heiserkeit, Brustschmerz sowie Fieber und Nachtschweiß können durch einen Tumor des Mittelfells verursacht werden.
Wie bei allen anderen Krebserkrankungen werden auch Mediastinaltumoren mit Hilfe von Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie behandelt. Die Methode richtet sich nach der Art des Tumors, dessen Ausbreitung und dem Zustand des Patienten.
Im Falle eines resektablen Tumors bildet die Operation das effektivste Behandlungsverfahren und liefert bezüglich des Langzeitverlaufes meist ein sehr gutes Ergebnis.
Zwischen der Lunge und dem Brustfell befindet sich ein schmaler Spalt, in dem Unterdruck herrscht. Dieser bewirkt, dass die Lunge in ihrer Form bleibt und arbeiten kann. Dringt Luft in diesen Spalt, wird der Unterdruck aufgehoben und die Atemfunktion beeinträchtigt. Ursache kann das Platzen von Lungenbläschen sein. Die Ursache hierfür ist bei jungen Patienten meist unklar, bei älteren Patienten liegen häufig chronische Lungenerkrankungen vor. Ein Pneumothorax kann lebensgefährlich sein; in fast allen Fällen ist daher eine Krankenhauseinweisung erforderlich.
Typische Anzeichen sind plötzlich auftretende Luftnot und einseitig, stechender Schmerz im Brustkorb oder Rücken. Häufig werden Herz/Rücken
Bei der Therapie stehen die Wiederherstellung des Lungenvolumens und die Prophylaxe eines erneuten Auftretens im Vordergrund. Ist die Lunge nur in geringem Maße zusammengefallen, ist es möglich unter Sauerstoffgabe zunächst zu beobachten, ob die Lunge den Unterdruck von alleine wieder herstellen kann. Bei einem ausgeprägten Pneumothorax ist es erforderlich, die Luft abzusaugen oder mittels einer Drainage abzuleiten.
Nach den vorgenannten Verfahren kommt es in 30 bis 50 Prozent zu einem erneuten Pneumothorax. Um diesen zu verhindern stellt die Operation das effektivste Verfahren dar. Diese ist in der Regel als Schlüssellochoperation durchführbar und im Vergleich zu den vorgenannten Verfahren häufig sogar mit einem kürzeren Krankenhausaufenthalt (ca. 5 Tage) verbunden.
Ist die Schweißproduktion gestört, kann es zu vermehrtem und unkontrolliertem Schwitzen an Händen, Füßen und Achseln kommen. Die Ursache dafür ist nicht geklärt, aber es wird eine Überfunktion des sympathischen Nervensystems vermutet. Weitere Gründe können in hormonellen Störungen, Unterzuckerung, Kreislaufstörungen oder Medikamentennebenwirkungen liegen.
Sind andere Erkrankungen ausgeschlossen, sollten zunächst nicht-operative Maßnahmen ergriffen werden. Möglich sind Medikamente, Salben und Sprays, die die Schweißdrüsen austrocknen. Elektrische Stimulation oder Botoxinjektion sind ebenfalls möglich.
Sollten diese Maßnahmen keine Besserung bringen, ist eine minimalinvasive Operation (Schlüssellochchirurgie) notwendig, bei der die schweißregulierenden Nervenstränge entfernt werden. Nach ein bis zwei Tagen kann der Patient die Klinik wieder verlassen. In 99 Prozent aller Fälle kann eine übermäßige Schweißproduktion an den Händen beseitigt werden (95 Prozent bei der Achselhöhle).