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Vivantes
Netzwerk für Gesundheit GmbH
Aroser Allee 72-76
13407 Berlin
(030) 130 10

Ombudsmann bei Vivantes

Unser Ombudsmann ist ein von Vivantes unabhängiger Rechtsanwalt, an den jede und jeder sich wenden kann, die oder der Hinweise darauf hat, dass bei Vivantes etwas nicht regulär läuft. Der Ombudsmann sollte insbesondere dann kontaktiert werden, wenn andere Möglichkeiten nicht genutzt werden können, solche Hinweise weiterzugeben.

Speziell um die Belange von Patienten kümmern sich die Patientenfürsprecher.

  • Es spielt keine Rolle, um welche Unregelmäßigkeiten es geht:
    sexuelle oder körperliche Übergriffe oder Gewalt, Korruption, irreguläre Absprachen, alles, was vorkommen mag. Dabei muss keinesfalls sicher sein, dass etwas passiert ist oder passiert - ein Verdacht genügt.
  • Jede und jeder kann sich an den Ombudsmann wenden.
    Natürlich können sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Ombudsmann wenden. Aber auch Besucherinnen und Besucher, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anderer Firmen, Lieferanten, Angehörige. Sogar dann, wenn man selbst Verursacher oder Teil der Unregelmäßigkeit ist, kann man sich an den Ombudsmann wenden.
    Kurz: Grundsätzlich kann sich jede und jeder an den Ombudsmann wenden.
    Allerdings gibt es etablierte und gute Wege für bestimmte Themen. Patientenbeschwerden werden zum Beispiel in der Regel beim „Qualitäts-Management“ gut bearbeitet.
  • Was macht der Ombudsmann?
    Der Ombudsmann wird sich zunächst schildern lassen, was passiert ist oder beobachtet wurde. Er wird dann mit der meldenden Person die weiteren Schritte beraten.
    Beispielsweise kann er empfehlen, bestimmte betriebsinterne oder externe Gremien und Einrichtungen einzuschalten wie Betriebsrat, Gleichstellungsbeauftragte, Patientenfürsprecher, Beratungseinrichtungen, oder auch Vorgesetzte, die Polizei oder andere staatliche Stellen.
    Der Ombudsmann kann in Absprache mit der meldenden Person und unter Wahrung von deren Anonymität Hinweise an die Geschäftsführung von Vivantes weitergeben, damit diese eingreifen oder eigene Untersuchungen anstellen kann.
    Sollte jemand selbst in Unregelmäßigkeiten verstrickt sein, kann der Ombudsmann über die Möglichkeiten eines „Ausstiegs“ beraten.
  • Der Ombudsmann ist als Anwalt an die anwaltliche Schweigepflicht gebunden.
  • Der Ombudsmann kann niemanden anwaltlich vertreten, der sich an ihn als Ombudsmann wendet; das wäre mit seiner Unabhängigkeit nicht vereinbar.
  • Die Kosten für den Ombudsmann werden von Vivantes getragen; es entstehen einem keine Kosten, wenn man sich an ihn wendet.

Jetzt Kontakt mit dem Ombudsmann aufnehmen.

Der Ombudsmann von Vivantes: Wer ist das? Was tut er? Warum hat Vivantes ihn?

In jedem Unternehmen können „Unregelmäßigkeiten“ vorkommen: körperliche oder sexuelle Übergriffe, Korruption, Vorteilsnahme, kriminelle Handlungen im Unternehmensumfeld, um einige Beispiele zu nennen.

Ein entscheidender Faktor bei der Bekämpfung solcher „Unregelmäßigkeiten“ besteht darin, die Aufmerksamkeit und Sensibilität der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu nutzen, die nicht selten Beobachtungen oder Erfahrungen machen, die auf „Unregelmäßigkeiten“ hinweisen. Wohin aber soll man sich wenden, wenn einem etwas merk- oder fragwürdig vorkommt?

Die Unternehmens-Kultur von Vivantes sollte so weit von Vertrauen geprägt sein, dass Unregelmäßigkeiten zunächst der oder dem Vorgesetzten mitgeteilt werden.

Das wird aber nicht immer passieren und dann gehen wertvolle Hinweise verloren. Deshalb hat Vivantes eine Vielzahl von Mechanismen installiert, mit denen solche Hinweise systematisch, frühzeitig und konstruktiv aufgenommen werden.

So werden Unregelmäßigkeiten vermieden beziehungsweise frühzeitig erkannt und es besteht die Chance, sie künftig zu unterbinden. Beispiele hierfür sind das systematische Qualitätsmanagement, das Meldesystem CIRS, die systematische Schulung in Gewaltprävention, eine genaue Anleitung zur Meldung von „besonderen Vorkommnissen“ und vieles mehr.

Es kann aber Situationen geben, in denen keine dieser Möglichkeiten greift. Zum Beispiel dann, wenn Vorgesetzte involviert und ein Teil des Problems sind. Oder wenn „Externe“ etwas beobachten, die naturgemäß kaum auf interne Meldemöglichkeiten zurückgreifen können.

Deshalb hat Vivantes mit dem Ombudsmann einen weiteren Baustein zur Sicherung regulärer Abläufe installiert, der insbesondere dann genutzt werden sollte, wenn anderen Möglichkeiten nicht angebracht sind.

Schweigepflicht des Ombudsmannes

Die anwaltliche Schweigepflicht des Ombudsmannes wirft stets viele Fragen auf, deshalb gehen wir hier ausführlicher darauf ein. Wenn Sie den Ombudsmann kontaktieren, bedeutet die Schweigepflicht konkret:

  • Der Ombudsmann darf nur dann und nur in dem Umfang Informationen weitergeben, wenn und wie Sie es ausdrücklich erlauben. Also selbst dann, wenn Sie Ihren Namen und Arbeitsplatz nennen und einen schwerwiegenden Verdacht schildern, aber anschließend sagen, dass weder Ihr Name noch die Abteilung oder das Klinikum genannt werden dürfen, ist der Ombudsmann daran gebunden.
  • Der Ombudsmann wird der Geschäftsführung von Ihrer Kontaktaufnahme, wie von jeder anderen, berichten. Wenn Sie aber keine Zustimmung zur Weitergabe von Details gegeben haben, dann würde die Mitteilung des Ombudsmannes etwa lauten: „Mir wurde glaubhaft berichtet, dass in Vivantes das und das passiert (ist). Weil ich nicht von der Schweigepflicht entbunden wurde, darf ich nichts Genaueres sagen.“ Die Geschäftsführung hätte dann einen allgemeinen Hinweis, müsste aber selbst im ganzen Unternehmen nachforschen.
    Weiteres wird der Ombudsmann von sich aus nicht unternehmen, wenn er eine solche Weisung von Ihnen als Hinweisgeberin oder Hinweisgeber erhalten hat.
  • Der Ombudsmann hat die Erfahrung gemacht: Wer ihm Unregelmäßigkeiten meldet, möchte auch, dass sie abgestellt werden. Deshalb wird er mit Ihnen besprechen, wie einerseits Ihre Anonymität gewahrt wird und andererseits so konkrete Hinweise gegeben werden, dass etwas geändert werden kann.
  • Sie können bei der Kontaktaufnahme eine „anonyme“ Mailadresse verwenden oder konsequent jede Nennung Ihres Namens vermeiden. Das ist aber auf Grund der oben ausgeführten Punkte a. und b. in aller Regel nicht notwendig.