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Tipp: Der Weg zum Nichtraucher

Ein erhöhtes Krankheitsrisiko und eine verminderte Lebenserwartung sind nur zwei von vielen guten Gründen, das Rauchen aufzugeben. Auch wenn der feste Entschluss zum Rauchstopp gefasst wurde, gibt es häufig Rückschläge. Zwei bis fünf Versuche brauchen die meisten Menschen, um wirklich mit dem Rauchen aufzuhören. Wir erklären Ihnen, warum Rauchen abhängig macht, welche Schäden es verursacht und wie Sie sich durch professionelle Hilfe den Weg zum Nichtrauchen erleichtern können.

Rauchen wirkt physisch und psychisch

Der Hauptwirkstoff des Tabakrauchs ist das Nikotin. Es kommt ausschließlich im Tabak vor und ist verantwortlich dafür, dass Rauchen abhängig macht. Durch die Inhalation des Tabakrauchs gelangt das Nikotin ins Blut und erreicht auf diesem Weg innerhalb von etwa sieben Sekunden das Gehirn. Dort entfaltet es seine psychische Wirkung.

Abhängig von der psychischen Situation des Rauchers kann es bei niedriger Dosierung anregend und bei höherer Dosierung entspannend und beruhigend wirken. Außerdem kann Nikotin eine Steigerung der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung bewirken. Auf körperlicher Ebene führt Nikotin unter anderem zu einer Verengung der Gefäße, einem schnelleren Herzschlag, einem Absinken der Hauttemperatur und einem verringerten Hungergefühl.

Vor allem die schnell einsetzende psychische Wirkung wird als belohnend empfunden und trägt so zur Verfestigung der Rauchgewohnheit bei. Bei vielen Rauchern führen die psychische und physische Gewöhnung zur Abhängigkeit – also zu einem starken, teils zwangsartigen und nur schwer kontrollierbaren Drang zum Rauchen. Wird dem nicht nachgegeben, kommt es bei den meisten Rauchern zu Entzugssymptomen.

Rauchen verursacht Langzeitschäden

Im Gegensatz zur kurzfristig empfundenen Belohnung sind die langfristigen Konsequenzen weniger angenehm, denn die verschiedenen Schadstoffe im Tabak können eine Vielzahl von Krankheiten hervorrufen: Bei 20 Zigaretten täglich erhöht sich das Lungenkrebsrisiko um das Vierzehnfache. Die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems ist viermal höher. Bei Frauen steigt die Wahrscheinlichkeit noch einmal erheblich.

Auch andere Krankheiten stehen in einem starken Zusammenhang mit den Rauchgewohnheiten: Dazu gehören Tumoren an der Gebärmutter und am Zwölffingerdarm, Diabetes, Demenz sowie Unfruchtbarkeit. Statistisch gesehen verkürzt jede Zigarette das Leben um elf Minuten.

Neben den körperlichen Risiken gibt es zahlreiche weitere Gründe, das Rauchen aufzugeben:

  • Schlechter Atem, gelbe Zähne und welke Haut sind passé.
  • Sie haben ein besseres Lebensgefühl mit mehr Kondition und Energie.
  • Ihnen nahe stehende Menschen werden sich freuen, Sie sogar bewundern.
  • Sie verpesten anderen nicht mehr die Luft.
  • Sie sind ein Vorbild für Ihre Kinder.
  • Sie sparen eine Menge Geld.

Mit professioneller Hilfe zum Nichtraucher

Trotz mehrerer Anläufe gelingt es vielen Menschen nicht, mit dem Rauchen aufzuhören. Deshalb empfiehlt es sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Dadurch lernen Sie,

  • das Wissen der Medizin und Psychologie zu nutzen.
  • Ihr Verhalten besser zu kontrollieren.
  • Rückfälle zu vermeiden.
  • Ihr Bewusstsein für die Rauchfreiheit einzusetzen.
  • besser Stress zu bewältigen und sich zu entspannen.
  • Ihr Gewicht zu halten.
  • den richtigen Umgang mit eventuellen „Ausrutschern“ zu lernen und den Erfolg zu stabilisieren.
  • Ihr Verhalten selbst zu steuern, um rauchfrei zu bleiben.

Der Weg zum Nichtrauchen beginnt mit einer Voruntersuchung – der Diagnostik. Dabei werden körperliche und seelische Vorerkrankungen erfragt, der Grad der Nikotinabhängigkeit und die persönliche Motivation zum Rauchstopp bestimmt.

Beratung in Einzelgesprächen oder gemeinsamer Austausch mit anderen aufhörwilligen Rauchern bilden den Hauptteil einer professionellen Rauchentwöhnung. Gegebenenfalls können starke Entzugserscheinungen medikamentös behandelt werden. Eine Nachbetreuung für den Zeitraum nach der Entwöhnung sollte ebenfalls Teil der Behandlung sein.

Was passiert bei einer Gruppentherapie, und wie sehen alternative Verhaltensstrategien aus?

Gruppensitzungen helfen, über die Gründe des Rauchens, die körperlichen und seelischen Auswirkungen des Rauchens und des Rauchstopps, aber auch den Einfluss der Werbung auf das persönliche Rauchverhalten zu sprechen. Die Teilnehmer lernen, durch Selbstbeobachtung besonders kritische Situationen zu erkennen und z.B. durch Entspannungstraining besser mit dem Rauchverzicht fertig zu werden.

Bei alternativen Verhaltensstrategien geht es darum, seine Gedanken, seine Hände und seinen Mund mit etwas anderem zu beschäftigen, als mit dem Rauchen. Für viele Menschen gehört beispielsweise der morgendliche Kaffee untrennbar mit einer Zigarette zusammen. Es kann daher helfen, den Kaffee in einem anderen Raum oder im Stehen zu trinken und sofort danach zum Duschen oder Zähneputzen zu gehen. Kleine Änderungen dieser alltäglichen Rituale können sehr hilfreich sein.

Wie lange dauert es, rauchfrei zu werden?

Nicht das Aufhören, sondern das Durchhalten ist für viele Raucher das größte Problem. Es gibt Menschen, die noch nach vielen Jahren rückfällig werden. Eine Faustregel besagt, dass es jeweils nach drei Tagen, drei Wochen und nach drei Monaten kritische Phasen gibt, in denen das Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt wird. Es ist daher sehr wichtig, sich immer wieder für seine Anstrengungen zu belohnen, um die Motivation hochzuhalten.

Versuchen Sie, Rückschläge als „Ausrutscher“ zu interpretieren, und kehren Sie wieder zum ursprünglichen Vorhaben zurück. Wegen einer Zigarette ist noch nicht das ganze Unternehmen gescheitert.


Starten statt warten!

Wir beraten Sie gern und helfen Ihnen mit einem Raucherentwöhnungskurs auf Ihrem Weg in ein neues rauchfreies Leben.

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