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Bewegung für das Knie

"Wer rastet, der rostet." Dies gilt nicht nur für den Menschen im Ganzen, sondern auch für einzelne Körperbereiche. Das Knie braucht Bewegung, um funktionsfähig zu bleiben. Was Sport fürs Knie bedeutet.

Das Knie ist das größte Gelenk des menschlichen Körpers und wird oft auch als das komplizierteste bezeichnet. Die ausgeklügelte Anatomie von Kniescheibe, weiteren Gelenkflächen, Menisken, Bändern, Kapsel und Muskeln sorgt für dessen hohe Belastbarkeit. Bei jedem Schritt lastet ungefähr das Dreifache des Körpergewichts auf dem Kniegelenk.

Der Gelenkknorpel des Kniegelenks nutzt sich im Laufe des Lebens ab. Dieser natürliche Verschleiß ist von der Beanspruchung des Gelenks und somit direkt vom Körpergewicht beeinflusst. Ein fortgeschrittener Verschleiß wird als Arthrose bezeichnet.

Um funktionsfähig zu bleiben, braucht das Knie Bewegung. Ohne Bewegung schwindet die Knorpelsubstanz des Gelenks. Gleichzeitig können aber gerade durch übermäßige oder ungünstige Belastung beim Sport Verschleißerscheinungen auftreten.

Wer Kniebeschwerden frühzeitig vorbeugen möchte, sollte also ein gesundes Maß zwischen Kräftigung und Entlastung des Gelenks finden. Hierzu gilt es, einige einfache Grundsätze zu beachten:

  • Regelmäßige Bewegung stärkt die Muskulatur und den Bandapparat des Kniegelenks. Dies stabilisiert das Knie und hilft dadurch, Verletzungen am Gelenk vorzubeugen.
  • Sport hilft, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und zu halten. Wer keine überflüssigen Pfunde mit sich herumträgt, belastet seine Gelenke nicht unnötig.
  • Auch bei bereits bestehendem Gelenkverschleiß kann sportliche Betätigung Besserung verschaffen. Ein gezieltes Muskelaufbautraining hilft vielen Patienten, Knieschmerzen zu lindern.
  • Bei bereits bestehender Arthrose sollte Überlastung vermieden werden. Jedoch wirkt sich auch bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß eine regelmäßige sportliche Betätigung schmerzlindernd aus.
  • Bei Kniebeschwerden sollten keine Sportarten mit ruckartigen Drehbewegungen betrieben werden. Fußball, Basketball, Tennis etc. sind für Schmerzgeplagte kaum zu empfehlen. Regelmäßiges Radfahren hingegen hilft, die Muskulatur um das Gelenk zu stärken und Schmerzen vorzubeugen.
  • Für jeden kann eine geeignete Sportart gefunden werden! Bei bereits bestehenden Fehlstellungen und Vorerkrankungen sollte man sich vor Aufnahme des Trainings einer sportärztlichen Untersuchung unterziehen.
  • Moderne Untersuchungsmethoden lassen Knorpelschäden früh erkennen, der Wechsel der Sportart oder anderes Training verhindern dann die Verschlimmerung.

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