Sprungmarken

| Zur Servicenavigation | Zur Hauptnavigation | Zum Inhalt | Zum den Tastenkürzeln |


Servicenavigation

Startseite  |   Kontakt  |   Übersicht  |   Impressum  |   Suche

Pfadnavigation

Sie sind hier:  

Inhaltsbereich

Vivantes Klinikum im Friedrichshain

Geschichte des Hauses

Am Eingangsportal des Krankenhauses im Friedrichshain ist eine kleine Gedenktafel angebracht, auf der zu lesen ist: "Jean Jacques Fasquel gab im Jahre 1864 durch eine Schenkung von 50.000 Thalern die Veranlassung zur Erbauung dieses Krankenhauses."

Der hochherzige Stifter hatte mit seinem Legat die Stadtväter unter sanften Zeitdruck gesetzt. Das Vermächtnis war nämlich bis 1868 befristet. Wenn bis dahin nicht mit den Bauarbeiten begonnen worden wäre, hätte die Schenkung nicht mehr zur Verfügung gestanden. So beschlossen die Stadtverordneten Anfang 1868 den Bau des ersten städtischen Krankenhauses. Bisher waren alle der städtischen Fürsorge anheimfallenden Kranken in der königlichen Charité untergebracht worden. Das für 600 Betten ausgerichtete Krankenhaus wurde nach einem Projekt der Architekten Martin Gropius und Heino Schmieden und unter fachmännischer Beratung des Stadtverordneten Prof. Rudolf Virchow in sechsjähriger Bauzeit vollendet.

Im Oktober 1874 zogen die ersten Patienten ein. Für den Krankenhausbau in Deutschland hatte dieser Bau neue Maßstäbe gesetzt. Statt der bisher üblichen Kompaktbauweise waren ein- und zweistöckige Einzelpavillons in Nord-Süd-Ausrichtung gebaut worden. Das brachte den natürlichen Heilfaktoren Licht und Luft bedeutend mehr Zugang zu den Krankenbetten. Im Laufe der Jahrzehnte hat es immer wieder Erweiterungen und Modernisierungen gegeben. So wurde 1881 ein Operationshaus errichtet. Vier Jahre später kam ein Diphtheriepavillon hinzu. Bis zum Ersten Weltkrieg war die Bettenkapazität auf 1060 gesteigert worden. Seit 1898 gab es eine Röntgeneinrichtung.

Ein großer Teil des heutigen Gesichts des Krankenhauses wurde Mitte der 20er Jahre geprägt, nachdem 1924 der Bezirk die Einrichtung aus zentraler Berliner Verwaltung übernommen hatte. Zu den damaligen Erweiterungsbauten zählten die Kinderstation, die Tbc-Station, der Ausbau der Inneren Häuser und des Chirurgischen Hauses sowie der 200 Betten umfassende Neubau der äußeren und inneren Frauenstation und der chemischen und bakteriologischen Laboratorien.

Im zweiten Weltkrieg wurde der größte Teil der Klinik zerstört. Das Haus wurde neu aufgebaut und erweitert.

Die Geburtshilfe im Friedrichshain blickt auf eine lange Tradition zurück. Gegründet wurde sie 1945 durch Willibald Pschyrembel, dem namhafte Geburtshelfer folgten und den Charakter der Klinik prägten.

Am 16. September 2002 wurde nach dreijähriger Bauzeit der neue Untersuchungs- und Behandlungstrakt des Klinikum im Friedrichshain eingeweiht. Es wurden bei einer Nutzfläche von insgesamt 10.300 m² eine neue Rettungsstelle mit Unfall- und Notfallversorgung, die zentrale Patientenaufnahme, ein Operationszentrum mit acht Op-Sälen sowie Räume für mehrere Kliniken und Funktionsbereiche geschaffen.


Quelle:



 


Tastenkürzel





Sprungmarken

| Zur Servicenavigation | Zur Hauptnavigation | Zum Inhalt |