Unsere Klinik

Aktuelles

Theaterabend am 16. Mai um 19.00 Uhr im Speisesaal

GRETE MINDE
Novelle nach einer altmärkischen Chronik

Lichterloh brennt sie, die ehrenwerte Kaufmannsstadt, und nichts und niemand bleibt von der schrecklichen Verwüstung verschont. Entsetzt sucht man nach einem Schuldigen und findet ihn in der Unschuld. Mit falschem Zeugnis erhebt die märkischen Elbestadt Anklage gegen Grete Minde und richtet sie als Brandstifterin hin: so geschehen in Tangermünde zu Beginn des 17. Jahrhunderts! Fast dreihundert Jahre später gewinnen beide – Tat und Figur – Unsterblichkeit, als sich einer der großen deutschen Romanciers im 19. Jahrhundert des „brillanten Stoffes“ annimmt. Theodor Fontanes „Grete“ hat jedoch mit dem altmärkischen Vorbild nicht viel mehr als Ort, Zeit, Name und das apokalyptische Finale gemeinsam. Historische Genauigkeit ist es nicht, was die 1879 erschienene Novelle beherrscht. Ihr geht es vielmehr um „Charakter“, um Menschenschilderung, um „ein Stück Wahrheit“. Fontane scheibt von „Grete Minde, Patrizierkind, das durch Habsucht, Vorurteil und Unbeugsamkeit von Seiten ihrer Familie, mehr noch durch Trotz des eignen Herzens in einigermaßen großen Stil, sich und die halbe Stadt vernichtend, zugrunde geht.“ Auf zwei Jahre verdichtet er die Geschehnisse um sein höchst dramatisches Charakterbild und webt die Geschichte ein in ein kunstreiches Geflecht aus Sagen- und Märchenmotiven, Volksliedern und balladesken Tönen: eine berührende Reise in die schicksalhaften Verstrickungen einer jener plastischen Frauenfiguren, für die Fontanes Werk vor aller Welt ausgezeichnet ist.

REGIE und EINRICHTUNG GÖTZ BRANDT ( u.a. Redakteur, Drehbuchautor, Nationaltheater Mannheim, Staatstheater Mainz)

SPIEL CHRISTIAN KLISCHAT (u.a. Staatstheater Darmstadt, Nationaltheater Weimar, Hans Otto Theater Potsdam)


Dominik Schottner liest "Dunkelblau" am 21. März um 19.00 Uhr

Der heimliche Trinker und sein Sohn
Ein paar Gläser Wein, eine Flasche Bier mehr, na und? Alkohol ist das Schmiermittel unserer Gesellschaft.

Was Dominik Schottner nüchtern feststellt, betrifft ihn selbst unmittelbar: Sein eigener Vater war Alkoholiker. Über viele Jahre hat die Familie weggeschaut, hat hilflos miterleben müssen, wie sich ein Mensch immer tiefer ins Verderben säuft. Jetzt spürt der Sohn dem Verhängnis nach und fragt: Wie hätten wir meinem Vater helfen können? Erschütternd offen erzählt er die Geschichte seines alkoholkranken Vaters und sein eigenes Erwachsenwerden im Schatten der Sucht.

Ein bewegendes Dokument über die zerstörerische Droge Alkohol – und die Kraft, die man braucht, um gegen sie zu bestehen.

 


Angehörigenseminar am 2. März 2018

Für Angehörige aktueller Rehabilitanten wird ein Seminar veranstaltet, zu dem die Angehörigen herzlichen eingeladen sind.

Programm:

14.00 – 14.45 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema „Leben mit einem Abhängigkeitskranken“

15.00 – 16.00 Uhr „Fragen und Antworten“ – Angehörige und Therapeuten im Dialog

16.00 – 16.30 Uhr Vorstellung der SHG Al-Anon für Angehörige

16.30 – 17.00 Uhr Kaffeepause

17.00 – 18.30 Uhr Gemeinsames Gespräch von Angehörigen und Betroffenen über die Erwartungen an die Therapie – und aneinander

18.30 Uhr Abendessen

20.00 – 21.30 Uhr Teilnahme am Ehemaligentreffen


Erlebnistherapie in der Max-Schmeling-Halle am 24.01.2018

Anlass: Besuch des Bundesliga-Spitzenspiels

BR Volleys – VfB Friedrichshafen

Treffpunkt: 17.15 Uhr im Foyer 

Abfahrt: 17.30 Uhr in zwei Reisebussen

Spielbeginn: 19.00 Uhr 

Rückkehr: ca.22.00 Uhr 

-Das Mittwochabend-Meeting entfällt an diesem Tag-


Abschluss Lauftherapie Kurs 5 / Berliner Neujahrslauf 2018

Mit dem Beginn des Jahres 2018 ging der 5. Lauftherapiekurs an der Hartmut-Spittler-Fachklinik zu Ende. Wie in jedem Kurs haben die Lauftherapeuten den Abschlusslauf in einen der zahlreichen Berliner Volksläufe integriert. Nach dem MUT-Lauf auf dem Tempelhofer Feld, dem Plänterwaldlauf, dem Run of Spirit und dem Frühstückslauf zum Olympiastadion, wurde mit dem Neujahrslauf ein Lauf gefunden der auch einen symbolischen Wert für die Rehabilitanden der Hartmut-Spittler-Klinik haben kann. Für viele von ihnen waren die Neujahrstage der Vergangenheit wohl häufiger mit „Hangover“ verknüpft. Am Neujahrsmorgen 2018 hingegen trafen sich 16 gut gelaunte und motivierte Rehabilitanden, Angehörige, Freunde mit den beiden Lauftherapeuten in der Spittler-Klinik.

Im Sonnenschein führte der Weg zur S-Bahn noch einmal die Laufstrecke entlang, die in den vergangenen Wochen stets im Dunklen von Stirnlampen beleuchtet absolviert wurde.
Die Mobilisierungsrunde, die jede Lauftherapie-Stunde eröffnet, fand heute vor bekannter Kulisse statt. Wenige Stunden zuvor gingen von hier aus die Bilder des Berliner Silvesterspektakels um die Welt.
Zusammen mit über 4.600 weiteren Läufern ging die Lauftherapiegruppe auf die schöne Laufstrecke „Unter den Linden“ entlang, um den Berliner Dom herum und wieder zurück.

Ziel von Lauftherapie sind keine sportlichen Bestleistungen sondern der gesunde langsame, kommunikative Ausdauerlauf in der Gruppe. Laufpapst Dr. Ulrich Strunz schrieb einmal, dass man das gesunde Laufen am Lachen erkennt. Die Freude unseren Teilnehmern deutlich im Gesicht abzulesen. Unserem langsamen Trab schlossen sich aber auch andere Läufer an, denen es nicht darum ging, die schöneStrecke in kürzester Zeit zu absolvieren.

Autor: Jörg-W. Runge (Lauftherapeut, DLZ)