Unsere Klinik

Aktuelles

Theaterabend am 21. November um 18.00 Uhr im Speisesaal

Christian Klischat zeigt "SCHISCHYPHUSCH" von Wolfgang Borchert

[…] Es ist ein selten heiteres, aber deswegen nicht minder tiefsinniges Werk Wolfgang Borcherts […] Sein „Schischyphusch“ jedenfalls überstrahlt so manches als ein wunderbar anrührendes, subtil psy­chologi­sie­ren­des Minidrama im Kleid einer Erzählung. Klischats Aufführung ließ auf mitreißende Art spüren, wie sehr Wolfgang Borchert, auch wenn er schrieb, als Schauspieler fühlte. Was Verletzungen waren, das muss­te er zum Ende seines nur 26 Jahre währenden Lebens im Krieg leidvoll erfahren. Zwei mit tiefen Wunden. Auch sein „Schischyphusch“ handelt von zweien mit tiefen Wunden, von zweien, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Da der bärige Onkel, Weltkriegsteilnehmer, von donnernder Gestalt. Dort der blasse, fahrige, seinem Schicksal servil ergebene Kellner. Dass beide lispeln, missdeuten sie gegenseitig als Verhöhnung und liegen sich schließlich, als der Irrtum erkannt, schluchzend in den Armen. Christian Klischat geht in dieser schicksalhaften Gartenlokal-Begegnung mit Leib und Seele auf. Transparent im Erzählton, gibt er den Onkel und das Kellnerchen in allen Nuancen, lässt sie brodeln, zittern, schluchzen, in Rührung zerfließen, vor ihrer eigenen Offenheit erschrecken und doch schließlich zur Verbrüderung zurückfinden. Es war ein „Schischyphusch“ mit all seiner tragikomischen Explosionsgefahr, mit allen Farben und ganzer Tiefe – Bravissimo! […] (10.7.2014, NORDBAYERN, hd)

[…] Christian Klischat […] tritt […] mit „Schischyphusch oder Der Kellner meines Onkels“ eine wahre Welle der Begeisterung los. In die tragikomische, meisterhafte Erzählung Wolfgang Borcherts schlüpft Klischat wie in einen Maßanzug. Wechselnd springt er in die Rollen der zwei Lispler, die sich gegenseitig verspottet fühlen. Volltönend lässt Klischat den Bass des bärisch-bulligen Onkels erschallen. Dann wieder mimt er den am ganzen Körper, bis in die sparsame Unterlippe zitternden Kellner, der sich dem großen Onkel ausgeliefert fühlt. Anders als der Onkel wurde dem Kellner das Lispeln zur lebenslangen, erniedrigenden Fessel. Doch Ende gut, alles gut: der bärbeißige Onkel wird schließlich von einer Welle des Mitgefühls übermannt und das arme kleine Luder, dieser „Sischyphusch“, rührt ihn gar zu Tränen. Christian Klischat […] kann in dieser anrührend-kauzigen Geschichte seinem Affen so richtig Zucker geben und mit sympathischem Grübchenlächeln punkten […] (9.3.2005, PNN, Heidi Jäger)


Sucht und Gesellschaft - Fragen zur Haltung

Einladung zum 4. Symposium am 21. September 2018

Die drei vorangegangenen Symposien fokussierten die gesellschaftliche Haltung zum Konsum psychoaktiver Substanzen und beleuchteten das Spannungsfeld zwischen Akzeptanz und Stigma.

Im 4. Symposium greifen wir nun die aktuellen Veränderungen in der Stadt Berlin auf: Der Impulsvortrag wird sich mit den zunehmenden Verdrängungs- und Gentrifizierungsprozessen auseinandersetzen, die besonders im innerstädtischen Bereich zu spüren sind. Die Entwicklung scheint unaufhaltsam und trifft auch die psychosozialen Versorgungs- und Hilfesysteme.

Welche Auswirkungen haben diese Entwicklungen auf das Suchthilfesystem bzw. auf andere Hilfesysteme? Wie wirkt sich die Situation auf die Angebotsstruktur aus? Was bedeuten diese Verdrängungsprozesse für suchtkranke Menschen und ihre Angehörigen? Welche Konsequenzen ergeben sich für Nachbarschaften? Welche Risiken und welche Chancen birgt der Wandel? Wie kann die Suchthilfe diesem Wandel in einer wachsenden Stadt fachlich begegnen?

Zwei Workshops werden den Impulsvortrag aus unterschiedlichen Blickrichtungen aufgreifen und vertiefen. Ein weiterer Workshop wird sich dem allgegenwärtigen Medienkonsum widmen und das Spannungsfeld zwischen Medienkompetenz und exzessivem Verhalten beleuchten. Der vierte Workshop geht der Frage nach, wie lange ein Behandlungsprozess bei suchtkranken Menschen dauern darf?

Die Ergebnisse der beiden Workshops, die sich mit den zunehmenden Verdrängungsprozessen auseinandersetzen, werden im Januar 2019 in einem Werkstattgespräch vertieft und so aufbereitet, dass sie mit den Senatsverwaltungen für „Gesundheit“ und „Stadtentwicklung“ diskutiert werden können.

Wann: 21.09.2018 8:30 - 14:30 Uhr

Wo: Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum, Haus 35, 1.OG, Großer Konferenzsaal

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer.


Die Hartmut-Spittler-Keramikmanufaktur mitten im Leben!

Die Keramikmanufaktur der Hartmut-Spittler-Fachklinik für Alkohol- und Drogenentwöhnung ist an den vier Juliwochenenden auf dem Winterfeldtmarkt in Schöneberg mit einem Verkaufsstand präsent gewesen. Therapeut*innen und Rehabilitand*innen boten den Besuchern die Ergebnisse des im letzten Jahr ins Leben gerufenen Arbeitstherapieprojektes an. Sowohl Jugendstilfliesen als auch Gebrauchskeramik sowie Porzellan in Form von Schalen und Schüsseln in beeindruckendem Design konnten direkt von der Produzentin an den Kunden verkauft werden. „Schöpferischer Prozess, Planung, Fertigung und Vertrieb unter therapeutischer Anleitung- das ist ein Highlight moderner Arbeitstherapie“ – so das Statement der DRV Bund im Rahmen einer Qualitätsprüfung in der Klinik im Mai dieses Jahres. Entsprechend stolz präsentierten die Projektler*innen ihre Erzeugnisse den Besuchern, die sich wiederum überrascht darüber zeigten, dass es sich um Produkte einer Therapie handelt. So passt das Projekt auch zum 4. Symposium „Sucht und Gesellschaft- Fragen zur Haltung“, das am 21.09. in Kooperation mit dem BA Tempelhof-Schöneberg in der Hartmut-Spittler-Fachklinik stattfindet und die Überwindung von Vorurteilen gegenüber Abhängigkeitserkrankungen im Fokus hat. Die Präsenz auf dem Winterfeldtmarkt symbolisiert das Statement „Sucht ist kein Randthema und kann gut bewältigt werden!“


Angehörigenseminar am 7. September 2018

Für Angehörige aktueller Rehabilitanten wird ein Seminar veranstaltet, zu dem die Angehörigen herzlichen eingeladen sind.

Programm:

14.00 – 15.15 Uhr Begrüßung und Einführung in das Thema „Leben mit einem Abhängigkeitskranken“

15.30 – 16.00 Uhr Die Selbsthilfegruppe für Angehörige Al-Anon (Raum 1.024) und AKB (R. 1.026) stellen sich vor

16.00 – 16.30 Uhr „Fragen und Antworten" - Angehörige, Selbsthilfe und Therapeuten im Dialog

16.30 – 17.00 Uhr Kaffeepause

17.00 – 18.30 Uhr Gemeinsames Gespräch von Angehörigen und Betroffenen über die Erwartungen an die Therapie – und aneinander

18.30 Uhr Abendessen

20.00 – 21.30 Uhr Teilnahme am Ehemaligentreffen


Sommerfest für Ehemalige am 25. August 2018

Programm:

14.00 Uhr Begrüßung

Kaffee und Kuchen, Losverkauf, Kinderaktivitäten

14.45 Trommeln, Musik

15.30 -16.30 Ehemaligengruppe in den Räumen der jeweiligen Bezugsgruppe

Ab 16.30 Trommeln, Musik

Ab 17.15 Abendessen vom Grill


Partydrogen - Großstadtalltag oder Sucht - was denn nun?! Podiumsdiskussion am 28. Juni 2018, 13.30Uhr - 16.00Uhr

Partydrogen wie Alkohol, Cannabis, Kokain, Amphetamine, Entaktogene (XTC) und weitere Substanzen gehören zum Alltag der pulsierenden Großstadt Berlin.
Wie ordnen wir den gezielten Gebrauch auf der einen und den Kontrollverlust auf der anderen Seite ein? Wie können Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Fachleute Risiken einschätzen und zwischen Fürsorge und Bevormundung unterscheiden? Wie können Beraterinnen und Berater und Suchttherapeutinnen und Suchttherapeuten ihre Haltung unter den veränderten Anforderungen einer „konsumbereiten“ Gesellschaft bewahren?
Nach einer Impulsdiskussion auf dem Podium sind wir auf Ihre Fragen und Statements gespannt und suchen die Diskussion mit dem Auditorium!

Mehr Informationen im Flyer: Partydrogen - Großstadtalltag oder Sucht - was denn nun?!

 


Dominik Schottner liest "Dunkelblau" am 21. März um 19.00 Uhr

Der heimliche Trinker und sein Sohn
Ein paar Gläser Wein, eine Flasche Bier mehr, na und? Alkohol ist das Schmiermittel unserer Gesellschaft.

Was Dominik Schottner nüchtern feststellt, betrifft ihn selbst unmittelbar: Sein eigener Vater war Alkoholiker. Über viele Jahre hat die Familie weggeschaut, hat hilflos miterleben müssen, wie sich ein Mensch immer tiefer ins Verderben säuft. Jetzt spürt der Sohn dem Verhängnis nach und fragt: Wie hätten wir meinem Vater helfen können? Erschütternd offen erzählt er die Geschichte seines alkoholkranken Vaters und sein eigenes Erwachsenwerden im Schatten der Sucht.

Ein bewegendes Dokument über die zerstörerische Droge Alkohol – und die Kraft, die man braucht, um gegen sie zu bestehen.

 


Erlebnistherapie in der Max-Schmeling-Halle am 24.01.2018

Anlass: Besuch des Bundesliga-Spitzenspiels

BR Volleys – VfB Friedrichshafen

Treffpunkt: 17.15 Uhr im Foyer 

Abfahrt: 17.30 Uhr in zwei Reisebussen

Spielbeginn: 19.00 Uhr 

Rückkehr: ca.22.00 Uhr 

-Das Mittwochabend-Meeting entfällt an diesem Tag-


Abschluss Lauftherapie Kurs 5 / Berliner Neujahrslauf 2018

Mit dem Beginn des Jahres 2018 ging der 5. Lauftherapiekurs an der Hartmut-Spittler-Fachklinik zu Ende. Wie in jedem Kurs haben die Lauftherapeuten den Abschlusslauf in einen der zahlreichen Berliner Volksläufe integriert. Nach dem MUT-Lauf auf dem Tempelhofer Feld, dem Plänterwaldlauf, dem Run of Spirit und dem Frühstückslauf zum Olympiastadion, wurde mit dem Neujahrslauf ein Lauf gefunden der auch einen symbolischen Wert für die Rehabilitanden der Hartmut-Spittler-Klinik haben kann. Für viele von ihnen waren die Neujahrstage der Vergangenheit wohl häufiger mit „Hangover“ verknüpft. Am Neujahrsmorgen 2018 hingegen trafen sich 16 gut gelaunte und motivierte Rehabilitanden, Angehörige, Freunde mit den beiden Lauftherapeuten in der Spittler-Klinik.

Im Sonnenschein führte der Weg zur S-Bahn noch einmal die Laufstrecke entlang, die in den vergangenen Wochen stets im Dunklen von Stirnlampen beleuchtet absolviert wurde.
Die Mobilisierungsrunde, die jede Lauftherapie-Stunde eröffnet, fand heute vor bekannter Kulisse statt. Wenige Stunden zuvor gingen von hier aus die Bilder des Berliner Silvesterspektakels um die Welt.
Zusammen mit über 4.600 weiteren Läufern ging die Lauftherapiegruppe auf die schöne Laufstrecke „Unter den Linden“ entlang, um den Berliner Dom herum und wieder zurück.

Ziel von Lauftherapie sind keine sportlichen Bestleistungen sondern der gesunde langsame, kommunikative Ausdauerlauf in der Gruppe. Laufpapst Dr. Ulrich Strunz schrieb einmal, dass man das gesunde Laufen am Lachen erkennt. Die Freude unseren Teilnehmern deutlich im Gesicht abzulesen. Unserem langsamen Trab schlossen sich aber auch andere Läufer an, denen es nicht darum ging, die schöneStrecke in kürzester Zeit zu absolvieren.

Autor: Jörg-W. Runge (Lauftherapeut, DLZ)