Klinik für Gynäkologie
Medizinische Angebote

Therapiemöglichkeiten bei Tumoren, Fehlbildungen und Inkontinenz

Das Leistungsspektrum des Auguste-Viktoria-Klinikums umfasst sämtliche konservative und operative Behandlungen gynäkologischer Erkrankungen. Ein Schwerpunkt ist die gynäkologische Onkologie. Wir sind Kooperationspartner des zertifizierten Tumorzentrums für Hämatologie und Onkologie in Berlin-Neukölln. Wir haben uns spezialisiert auf komplexe organerhaltende und fruchtbarkeitserhaltende Therapien, Therapien von gutartigen Tumoren und bösartigen Tumoren, gutartigen Erkrankungen und  minimal-invasive Chirurgie und Roboterchirurgie und bieten auch eine Behandlung für unsere Patientinnen mit dem DaVinci-Operationsroboter an.

Minimal-invasive Verfahren bei Gewebeveränderungen

Muskelgewebeknoten in der Gebärmutter (Uterus myomatus) und Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose) behandeln wir, indem wir dabei die Organe, wann immer möglich, erhalten. Unsere Chirurginnen und Chirurgen nutzen hierfür modernste minimal-invasive Verfahren, bei denen für eine noch größere Präzision Operationsroboter eingesetzt werden können. Die fachübergreifende Zusammenarbeit mit der Urologie und Chirurgie bildet die Grundlage für unsere Therapien:

  • Minimal-invasive organerhaltende Operationen (Laparoskopie)
  • Entfernung gutartiger Muskelknoten (Myome) der Gebärmutter (synonym Myomenukleation)
  • Eierstockzysten (bevorzugt organerhaltend)
  • Behandlung schmerzhafter Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut (Endometriose)
  • Entfernung von Eileiterschwangerschaften 
  • Abklärungen eines unerfüllten Kinderwunsches 
  • Lösung von Verwachsungen 
  • Sterilisationen 
  • Abklärungen unklarer Schmerzzustände 
  • Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Eileiter nach Erkrankungen (z.B. Entzündungen oder Eileiterschwangerschaften) oder nach erfolgter Sterilisation 
  • Fixierung der Scheide bei Senkungsbeschwerden
  • Gebärmutterentfernung (Hysterektomie)

Information zur Gebärmutterentfernung: Der Eingriff wird bevorzugt minimal-invasiv, also per Schlüssellochchirurgievorgenommen. Damit kann der Gebärmutterhals erhalten werden. Wenn eine Entfernung durch Bauchspiegelung (Laparoskopie) nicht möglich ist, wird der Eingriff meist durch die Scheide vorgenommen (vaginale Hysterektomie).

Roboterchirurgie bei bösartigen Gewebeveränderungen

Wir behandeln in unserer Klinik krankhafte Fehlbildungen an Gebärmutter und Vulva (Dysplasien) sowie Tumore an Gebärmutter, Vulva und Eierstöcken (Karzinome). Es gibt viele Wege, Tumore zu verkleinern oder zu entfernen. Die Verfahren, krankhaftes Gewebe zu behandeln, entwickeln sich permanent weiter. Viele Eingriffe können heute minimal-invasiv durchgeführt werden. Für große, offene Eingriffe ist ein Bauchschnitt notwendig. Damit wir Sie präzise und schonend therapieren und gesunde Organe erhalten können, setzen wir moderne Roboterchirurgie ein. Dabei lenkt jedoch jederzeit ein Mensch den Roboter, der Roboter trifft niemals eigenständige Entscheidungen.

  • Behandlung und Operation bösartiger Tumore der Gebärmutter, der Eierstöcke und der Scheide
  • Laparoskopische Lymphknotenentfernung (pelvine und paraaortale Lymphonodektomie)
  • Gebärmutterentfernung (radikale und einfache Hysterektomie)
  • Teilweise oder vollständige operative Entfernung von Schamlippen und/oder Vulva (Vulvektomie)
  • Teilweise oder vollständige operative Entfernung der Organe des unteren Beckens (Exenterationen)
  • Vollständige Entfernung von Tumormassen im Bauchraum, zum Beispiel bei Eierstockkrebs (Tumordebulking)
  • Durchführung von Chemotherapien und Bestrahlungen zur Tumorverkleinerung (Tumorreduktion)
  • Laserchirurgie
  • Intensive ambulante Nachsorge und Betreuung gemeinsam mit den behandelnden niedergelassenen Gynäkologen

Harninkontinenz (Blasenschwäche)

Blasenschwäche kann heutzutage in den meisten Fällen sanft und effektiv behandelt werden. Wir führen Operationen bei Patientinnen mit Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden durch, sie erfordern nur in seltenen Fällen einen offenen Eingriff. Die Klinik ist als Kontinenzberatungsstelle der Deutschen Kontinenz Gesellschaft zertifiziert.

  • Einlage eines lockeren Bandes unter die Harnröhre (TVT oder TOT)
  • Netzeinlage im Bereich des Blasenbodens oder Rektums
  • Fixierung des Scheidenstumpfes am Kreuzbein zur Behebung von Scheidensenkungen; auch bei früher bereits entfernter Gebärmutter
  • Fixierung der Gebärmutter am Kreuzbein
  • Scheidenaufhängung (BURCH-OP)
  • Rekonstruktion des Beckenbodens aus Plastik