Klinik für Wirbelsäulenchirurgie

Unsere Klinik

Wirbelsäule intakt und in Form

Mobilität ist ein hohes Gut. Wir alle möchten bis ins hohe Alter beweglich und mobil bleiben. Dabei spielt eine intakte und physiologisch entsprechend geformte Wirbelsäule eine zentrale Rolle. Angesichts einer immer älter werdenden Gesellschaft wachsen auch die Aufgaben der Neurochirurgie, der orthopädischen Chirurgie und Unfallchirurgie der Wirbelsäule. In der modernen Wirbelsäulenchirurgie behandeln wir Verschleißerkrankungen der Wirbelsäule, aber auch Unfallfolgen sowie angeborene und erworbene Veränderungen des Bewegungsapparates der Wirbelsäule.

In der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum versorgen wir sämtliche Erkrankungen der Wirbelsäule – konservativ und operativ. Wir sind Ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für Bandscheibenvorfall, Wirbelgleiten, Verengungen des Wirbelkanals oder Rückenschmerzen. Darüber hinaus verfügen wir über eine umfassende Expertise selbst bei sehr schwierigen Rekonstruktionsoperationen und Revisionsoperationen, bei denen wir vorangegangene Operationen korrigieren oder erweitern.

Bei allen Operationen, die so schonend wie möglich und häufig minimal-invasiv durchgeführt werden, arbeiten wir Hand in Hand mit Kolleginnen und Kollegen aus der Physiotherapie, Ergotherapie, Anästhesie und Schmerztherapie, Radiologie, Onkologie, Pathologie, plastischen Chirurgie und der Rehabilitationsmedizin. Während der gesamten Behandlung betreut Sie unser Pflegepersonal auf den Stationen kompetent, menschlich und engagiert. Unser Angebot richtet sich an Menschen jeden Alters mit dem Ziel, wieder ein Stück mehr Lebensqualität zurückzuerlangen und schmerzfrei beweglich zu sein.

Unsere Stärke: ganzheitlich und interdisziplinär

Dabei betrachten wir den Bewegungsapparat stets ganzheitlich. Eine der Stärken unseres Wirbelsäulenteams ist es, alle erforderlichen Fachdisziplinen bei der Abklärung Ihrer Beschwerden miteinzubeziehen. Neben unserer hohen Spezialisierung auf Wirbelsäulenerkrankungen kennen wir uns ebenso mit Erkrankungen anderer Bereiche des Bewegungsapparates aus. Wir können feststellen, wo genau Ihre Beschwerden ihren Ursprung haben und ob diese möglicherweise nur in die Wirbelsäule ausstrahlen; oder ob es sich tatsächlich um eine primäre Erkrankung der Wirbelsäule handelt, bei der die Schmerzen im Arm oder im Bein zu spüren sind. Das Department für Bewegungschirurgie gewährleistet hier eine ineinandergreifende, umfassende Versorgung des gesamten Bewegungsapparates durch ausgewählte Spezialistinnen und Spezialisten.

Die Behandlung der Wirbelsäule bedarf einer ganzheitlichen Betrachtung durch Ärztinnen und Ärzte verschiedener Fachdisziplinen.

Wir planen Ihre Behandlung individuell und sorgfältig und führen diese professionell durch. Das wirbelsäulenchirurgische Team ist bei der Deutschen Gesellschaft für Neurochirurgie (DGNC) und Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) speziell für komplizierte Eingriffe an der Wirbelsäule zertifiziert. Für die Diagnose und operative Eingriffe verfügen wir über modernste bildgebende Systeme und Operationsmikroskope.

Zertifiziertes Wirbelsäulenzentrum

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie des Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikums hat als erste Klinik in Berlin-Brandenburg das EU-weit geschützte Zertifikat "Wirbelsäulenzentrum der DWG" erhalten. Bis August 2017 haben in ganz Deutschland weniger als 20 Kliniken dieses angesehene Zertifikat als Zeichen ihrer Expertise bei der Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Wirbelsäulenleiden erworben.

Da der Begriff "Wirbelsäulenzentrum" in Deutschland nicht geschützt ist, hat die Deutsche Wirbelsäulengesellschaft (DWG) strenge Qualitätskriterien mit Anforderungen an Medizin, Pflege, Physiotherapie und Infrastruktur definiert. Um das Zertifikat zu erlangen, müssen zudem hohe Fallzahlen, also behandelte Patientinnen und Patienten, nachgewiesen werden. Auch eine enge Vernetzung in die operativen und nicht-operativen Fachabteilungen wird von zertifizierten "MASTER"-Chirurginnen und Chirurgen erwartet. Im Rahmen der wöchentlichen interdisziplinären Wirbelsäulenkonferenz entscheiden Ärztinnen und Ärzte der Orthopädie, Neurochirurgie, Neurologie, Rehabilitationsmedizin, Schmerzmedizin und Radiologie über jede Operation. Eine Operation wird nur durchgeführt, wenn alle Mitglieder zustimmen.

Unser Credo lautet: Wir operieren nur so viel wie nötig und so wenig wie möglich. Transparenz und eine hohe Qualität bei der OP-Indikation sind uns daher besonders wichtig. Um das sicherzustellen, lassen wir die Konferenzen von einem Qualitätssicherungsprogramm begleiten.

Interdisziplinäre Tumorkonferenz und Infektkonferenz

Um unseren Patientinnen und Patienten mit Tumorerkrankungen oder Infektionserkrankungen die bestmögliche Behandlung zu garantieren, stimmen wir uns in der interdisziplinären Tumorkonferenz oder in der interdisziplinären Infektkonferenz mit allen beteiligten ärztlichen Kolleginnen und Kollegen ab. Wir pflegen darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten und Reha-Kliniken, um einen nahtlosen Übergang in die ambulante Weiterbehandlung und Rehabilitation sicherzustellen.

Interdisziplinäre Wirbelsäulenkonferenz

Seit April 2014 findet am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum jeden Freitag die interdisziplinäre Wirbelsäulenkonferenz statt. Ziel dieser Konferenz ist es, in Abstimmung zwischen Neurologie, interventioneller Radiologie, Orthopädie, Neurochirurgie und Rehabilitationsmedizin die beste konservative oder operative Therapie für Patienten zu finden. Konzeptionell wurde die Wirbelsäulenkonferenz durch die Leiter der fünf beteiligten Fachrichtungen vorangetrieben: Prof. Dr. Bruno-Marcel Mackert (Neurologie), Prof, Dr. Franz Fobbe bzw. PD Dr. Andreas Koops (interventionelle Radiologie), Prof. Dr. Heino Kienapfel (Orthopädie), PD Dr. Mario Cabraja (Neurochirurgie) und Dr. Tillmann Stock (Vivantes Rehabilitation).

Moderiert von der Klinik für Radiologie werden stationäre und über die Ambulanz vorgestellte Patienten mit degenerativen (durch "Verschleiß" bedingte) Wirbelsäulenerkrankungen erörtert. Damit entsteht eine weitere interdisziplinäre Vernetzung, die die Stärke unseres Hauses ausbaut: Patienten über Fach- und Klinikums-Grenzen hinweg zu der Therapie zu führen, von der sie am meisten profitieren.

In der Öffentlichkeit wurde zuletzt wiederholt der Verdacht geäußert, dass in Deutschlang zu häufig an der Wirbelsäule operiert wird. Transparenz und eine hohe Qualität der OP-Indikationen sind daher besonders wichtig. Um das sicherzustellen, werden die Konferenzen von einem Qualitätssicherungs-Programm begleitet.

Ansprechpartner: PD Dr. Mario Cabraja

Qualität und Risikomanagement

Neben der ärztlichen Fachkompetenz und den Erfahrungen unserer Spezialistinnen und Spezialisten können wir in der Klinik für Wirbelsäulenchirurgie auf modernste Technik zurückzugreifen. Zu unseren Stärken gehört unser Qualitätsmanagement und Risikomanagement und die Beteiligung unserer Klinik am Antibiotic Stewardship (ABS). Angesichts zunehmender Antibiotikaresistenzen geht es beim ABS um einen verantwortlichen Einsatz von Antibiotika, um Patientinnen und Patienten bei Infektionen optimale klinische Behandlungsergebnisse zu ermöglichen. Damit tragen wir aktiv dazu bei, die Entwicklung resistenter Krankenhauskeime zu reduzieren.

Der Wissenschaft verpflichtet

Die Klinik für Wirbelsäulenchirurgie am Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum führt zahlreiche klinische Studien durch und ist Mitherausgeber namhafter, internationaler wissenschaftlicher Zeitschriften. Wir unterhalten wissenschaftliche Kooperationen im Inland und im Ausland und betreuen Promotionsarbeiten auf dem Gebiet der Wirbelsäulenerkrankungen. Gerichtsgutachten werden national und international (inklusive den USA) durchgeführt