Zentrum für Infektiologie und HIV

Medizinische Leistungen

Akutstation 12 B

Die Akutstation 12 B beschäftigt sich überwiegend mit HIV und AIDS. Alle Patienten haben die Möglichkeit, uneingeschränkten Kontakt mit ihren Angehörigen und Freunden zu pflegen sowie die Leistungen der Berliner AIDS-Hilfe im Krankenhaus jederzeit in Anspruch zu nehmen. Besonderen Wert legen wir auf ein ganzheitliches Konzept, das die sozialen und psychologischen Belange einer HIV-Erkrankung einschließt. Hierzu stehen durch lange Erfahrungen spezialisierte Diplompsychologen und Sozialarbeiter zur Verfügung.

Neben der medikamentösen Therapie ist die zusätzliche Betreuung durch unsere Physiotherapeuten zur schnellen Wiederherstellung körperlicher und geistiger Autonomie unerlässlich. Seit kurzem werden unseren Patienten weltweit einmalig erste Erfahrungen mit der Heilbehandlung der Osteopathie angeboten.

Tagesklinik

Die Tagesklinik im Haus 11 A ist bequem von der Rubensstraße erreichbar. Neben Infusionstherapie, Studienbetreuung und Beratung zu antiretroviraler Therapie steht hier die Diagnostik im Vordergrund.

Studienambulanz Epimed

Die Studienambulanz wird vom AVK und niedergelassenen Ärzten als Gemeinschaftsprojekt geführt und soll die Forschung als Querschnittsaufgabe aller Beteiligten innerhalb und außerhalb der Kliniksoll voranbringen. Das AVK versucht durch neue Versorgungsstrukturen die Würde der Menschen in den Vordergrund des medizinischen Handelns zu stellen.

Infektiologie

Neben HIV betreuen wir natürlich sämtliche andere Infektionserkrankungen; hierfür sind die bei uns zur Verfügung stehenden invasiven Techniken (Biopsie, Endoskopie) eine wertvolle Unterstützung der diagnostischen Palette. Zur Beratung und Betreuung bei Fragen, die sich hinsichtlich Reisen in tropische und nicht-tropische Länder ergeben, stehen wir Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Reisemedizin

Neben den zahlreichen Darminfektionen werden die verschiedenen Formen der virusbedingten Gelbsucht, Tuberkulose, Hirnhautentzündungen und schwere bakterielle Allgemeininfektionen behandelt, aber auch aus den Tropen mitgebrachte Krankheiten wie Malaria, Typhus und gefährliche, durch Viren oder Würmer hervorgerufene Krankheiten. Für die infektiologische Diagnostik steht ein mikrobiologisches Labor zur Verfügung.

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bieten Informationen über den Schutz vor starker Hitze- und Sonneneinstrahlung, Hygienemaßnahmen beim Essen und Trinken und über sinnvolle Medikamente und Impfungen.

Kompetenzen in vielen Vivantes Einrichtungen

Viel Wissen über die Zusammenhänge bei der HIV-Infektion musste durch stete Fortbildung auf Kongressen und aus Literatur, durch Erfahrung und durch eigene Forschung erworben werden. Neben der Klinik haben sich hier vor allem die Radiologische Klinik und das Institut für Pathologie des AVK verdient gemacht. So hat die langjährige Erfahrung des Instituts für Pathologie ihren Ausdruck in einem Atlas der Erkrankungen des zentralen Nervensystems bei HIV-Infektion gefunden, und es steht zu erwarten, dass das Institut für Pathologie des Auguste-Viktoria-Klinikums Referenzlabor für HIV-assoziierte Gewebeveränderungen in Deutschland wird.

Die Endoskopie bietet aufgrund neuester Techniken und ihrer Erfahrungen ein hohes Maß an Sicherheit. Die Bildarchivierung von Untersuchungen bietet den AVK- wie auch den Hausärztinnen und -ärzten eine bessere Basis für die Diagnosestellung, und den Patientinnen und Patienten kann das Ergebnis anschaulich vermittelt werden.

Das Zentrallabor ist in der Einführung neuer Untersuchungsmethoden und Geräten eines der führenden Labors in Berlin. So kann seit 1997 die genotypische Bestimmung der HIV-Resistenz gegenüber allen Therapeutika, die zur Zeit im Einsatz sind, durchgeführt werden.

Seit Anfang 1998 wird in enger Zusammenarbeit mit Prof. Kurowski die Bestimmung des Medikamentenspiegels, vor allem der Protease-Inhibitoren, angeboten, die auch von Hausärztinnen und -ärzten und anderen Kliniken in Deutschland genutzt werden kann.

Die Apotheke zeichnet sich durch ihre hohe Bereitschaft bei der Beschaffung von in Deutschland noch nicht zugelassenen Medikamenten und der Zusammenarbeit mit den Berliner Apotheken aus.

Die enge Zusammenarbeit mit Sozialstationen bietet für die Patientinnen und Patienten eine überleitende Rundumversorgung und erspart ihnen damit unangenehmen Organisationaufwand.