Kontakt

Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Rubensstraße 125
12157 Berlin
(030) 130 20 2749 Tagesklinik (030) 7809 840 Institutsambulanz (030) 130 20 2871 Anfahrt

Unsere Klinik

Das Behandlungskonzept unserer Klinik verknüpft Psychotherapie, Angehörigenarbeit, medikamentöse Behandlung und Maßnahmen der sozialen Wiedereingliederung. Neben der Behandlung akuter Erkrankungen legen wir sehr viel Wert auf Krankheitsbewältigung und vorbeugende Therapieplanung. Bei der individuellen Behandlungsplanung berücksichtigen wir den sozialen, kulturellen und religiösen Hintergrund einschließlich migrationsspezifischer Aspekte.

Unsere Klinik nimmt alle Patienten aus dem Stadtgebiet  Schöneberg auf, auf Anfrage auch Patienten aus anderen Stadtgebieten. Bei über 1.900 Aufnahmen pro Jahr beträgt die durchschnittliche Verweildauer 21 Tage. Wir kooperieren eng mit den bezirklichen Trägern psychosozialer Angebote.

Für Patienten mit depressiven, psychotischen oder Angststörungen stellen wir ein breites Spektrum an therapeutischen Verfahren zur Verfügung. Unser Behandlungskonzept schließt psychoedukative, kognitiv-verhaltenstherapeutische, tiefenpsychologische und familienbezogene Ansätze ein. Wir möchten unseren Patienten dabei helfen, kompetent mit der eigenen Erkrankung umzugehen und an der Genesung aktiv mitzuwirken.

In unserer Klinik bieten wir für chronisch depressive Patienten ein spezielles Psychotherapieprogramm (CBASP) an. In CBASP wird davon ausgegangen, dass chronisch depressive Menschen durch ungünstige Erfahrungen in der Kindheit unzulänglich gelernt haben, wie sie in sozialen Situationen ihre Ziele und Wünsche erreichen können. Durch eine sehr persönliche, offene und vertrauensvolle therapeutische Beziehung wird versucht, dass die Patienten neue positive Beziehungserfahrungen in der Therapie machen können, so dass sie generell Menschen wieder mehr vertrauen können.

Die stationäre psychotherapeutische Behandlung ist neben medikamentöser und Soziotherapie Teil einer aufeinander abgestimmten Gesamtbehandlung von Psychosen. Die psychotherapeutische Behandlung von Psychosen umfasst sowohl einzel- als auch gruppentherapeutische Angebote. Neben tiefenpsychologischen Verfahren werden Konzepte der kognitiven Verhaltenstherapie und das Metakognitive Training angewandt, Verfahren, deren Wirksamkeit bei der Behandlung von Psychosen belegt ist.

Insbesondere sollen ein individuelles Krankheits- und Behandlungskonzept erarbeitet sowie relevante, zur Genesung beitragende Informationen vermittelt werden. Wichtig ist von Anfang an die Einbindung der Angehörigen in diese Prozesse. Unter Berücksichtigung der individuellen Erlebensweisen und Erfahrungen sollen Symptome reduziert und Rückfälle von Psychosen vermieden werden.

Teil des Gesamtbehandlungsplans ist ebenfalls die Klärung der Nachsorge der Betroffenen, gegebenenfalls weitere tagesklinische oder ambulante Maßnahmen, wie zum Beispiel die Anbindung an die psychiatrische Institutsambulanz (PIA), die Vermittlung einer ambulanten Psychotherapie oder von Maßnahmen der sozialen Wiedereingliederungshilfe.

Auf unserer Schwerpunktstation für Abhängigkeitserkrankungen führen wir eine qualifizierte Entzugsbehandlung für Abhängige von Alkohol, Medikamenten und illegalen Suchtmitteln durch.

Mit Hilfe des vielfältigen ambulanten Therapieangebots unserer Institutsambulanz für Abhängigkeitserkrankungen unterstützen wir unsere Patienten in ihrem Abstinenzentschluss. Dabei steht den Patienten ein multiprofessionelles Team zur Seite, um die Belastungen und Anforderungen des neuen Weges in die Gesundheit zu bewältigen.

Wir arbeiten eng mit der Hartmut-Spittler-Fachklinik für Entwöhnungstherapie auf dem Gelände des Auguste-Viktoria-Klinikums zusammen. Für Patienten, die von illegalen Drogen abhängig sind, erstellen wir auf Wunsch ein umfassendes weiterführendes Behandlungskonzept in Zusammenarbeit mit dem Notdienst für Suchtmittelgefährdete und –abhängige Berlin e.V. Auf dieser Basis können sich unsere Patienten eine suchtfreie Zukunft aufbauen.
Die Klinik gehört dem Berliner Wissenschaftsnetzwerk Depression an.

Leitlinien unseres therapeutischen Konzepts

  • Regionale Versorgungsverantwortung
  • Lebensweltliche Orientierung (auf Wunsch Einbezug aller Lebensaspekte in die Therapie)
  • Niederschwelligkeit  (direkte Aufnahme bezirklicher Patienten über die Rettungsstelle)
  • Betreuungskontinuität
  • Kultursensibler Ansatz
  • Einbeziehung von Angehörigen (sofern vom Patienten gewünscht)
  • Rückfallpräventiv ausgerichtete langfristige Behandlungsplanung