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Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik Dieffenbachstraße 1
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Station 04 - Schwerpunkt für Psychosomatik und Persönlichkeitsstörungen

Borderline-Persönlichkeitsstörung/ Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT)

Wir freuen uns Ihnen unser spezialisiertes stationäres Therapieangebot vorstellen zu dürfen. Die Station 04 bietet Ihnen Therapieplätze zur Behandlung von Emotionsregulationsstörungen (Borderline-Persönlichkeitsstörung) nach den Richtlinien der Dialektisch Behavioralen Therapie (DBT) an.

Das Behandlungsangebot richtet sich an Frauen und Männer, die unter einer Störung der Emotionsregulation leiden. Häufig äußert sich diese in ausgeprägten Stimmungsschwankungen, chronischer Suizidalität, Selbstverletzungen, Beziehungschaos und starken Ängsten sowie ausgeprägter Unsicherheit bezüglich der eigenen Identität.

Was ist DBT?
Die Behandlung orientiert sich an den Richtlinien der Dialektisch-Behavioralen Therapie (DBT). Mit der DBT wurde ein komplexer Therapieansatz von Prof. Marsha Linehan Anfang der 90er Jahre in Seattle/USA begründet.

Die zentrale Grundidee der Dialektik fordert eine Balance zwischen Strategien des Verstehens und Annehmens eines Problems und dessen Veränderung. Mithilfe dieser dialektischen Grundhaltung wird eine Atmosphäre geschaffen, die Veränderung erleichtert. Entsprechend strebt die Therapie ein Fertigkeitentraining (Skills) und eine Verhaltensänderung ebenso an wie eine Anerkennung der aktuellen Fähigkeiten und Verhaltensweisen. Weiter soll Ihnen vermittelt werden, die extremen Emotionen zu verändern und dysfunktionale, stimmungsabhängige Verhaltensweisen zu reduzieren und den eigenen Gefühlen, Gedanken und Aktivitäten ihre Berechtigung zuzugestehen und ihnen zu vertrauen. In der DBT werden kognitiv-behaviorale Interventionen mit Achtsamkeitspraktiken verbunden.

Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel 10 Wochen. Ein multiprofessionelles Team (Einzeltherapeut, Skillstrainer, Arzt, Bezugspflege, Musik-, Ergo-, Kunst- und Physiotherapeut, Sozialdienst) – nach den Richtlinien der BBT geschult – unterstützt Sie auf Ihrem neuen Weg. Basierend auf individuellen Verhaltensanalysen erlernen Sie Fertigkeiten zur Verbesserung der Stresstoleranz und der Gefühlsregulation.

Weitere Therapieinhalte zielen auf die Verbesserung der sozialen Kompetenzen und der Körperwahrnehmung, die Erarbeitung und Umsetzung konkreter Ziele und Lebenspläne. Eine ambulante Anschlussbehandlung sollte zum Transfer der Behandlungsergebnisse geplant werden. Eine ambulante Skillsgruppe kann anschließend über unsere Psychiatrische Institutsambulanz besucht werden.

In aller Regel erfolgen die Diagnosestellung sowie die Indikation für die mögliche stationäre Behandlung in zwei ambulanten Vorgesprächen. In diesen wird neben der Indikation auch die Motivation geprüft. Über eine Warteliste kann dann die stationäre Aufnahme erfolgen.

Sollten Sie an einer DBT-Behandlung interessiert sein, melden sie sich direkt auf unserer Station und vereinbaren einen Termin zur Diagnostik bzw. Planung der stationären Behandlung.

Dipl.-Psych. D. Pink
(Psychologische Psychotherapeutin)
Tel. 030 130 22 6082
dorothee.pink@vivantes.de 

Station 04

Erfahren Sie mehr in unserem Flyer

Tel. (030) 130 22 7040
Fax (030) 130 22 7045

Stationspflegeleitung: T. Gabler-Paß

Leitender Oberarzt: Dr. med. H.-J. Bresser


Psychosomatik und Psychotherapie

Eine seelische Erkrankung bildet sich aufgrund verschiedener Außenfaktoren und ihrer persönlichen Geschichte individuell aus.

Unser Wunsch ist es, Ihnen Möglichkeiten zum Erkennen und Verstehen Ihres Lebensmusters in Verbindung mit Ihrer Lebensgeschichte zu eröffnen. Neue Erfahrungen in einem geschützten Raum zu erleben und günstigere Beziehungs- und Handlungsmuster zu erkennen, ist ein besonderes Anliegen. Dabei werden Sie selbst ein besseres körperlich seelisches Gleichgewicht durch Verringerung Ihrer Symptome erfahren. In der Verknüpfung Ihrer Biographie, Ihrer Persönlichkeitsentwicklung und Ihrer Krankheitsgeschichte liegt der Schwerpunkt unseres kombinierten verhaltenstherapeutisch und tiefenpsychologisch orientierten Therapieansatzes, mit dem wir psychosomatische Erkrankungen verschiedenen Schweregrades behandeln.

Die Behandlung bei uns beinhaltet einen multiprofessionellen Ansatz und besteht aus verschiedenen Einzelmodulen. Zu Beginn der stationären Behandlung wird mit Ihnen gemeinsam ein therapeutischer Wochenplan erstellt, der auf Ihre individuelle Situation abgestimmt ist. Im Verlauf kann dieser Wochenplan inhaltlich, an ihre Bedürfnissen und dem therapeutischen Prozess angepasst bzw. verändert werden. Ergänzend zu den psychotherapeutischen Einzelgesprächen und den Gruppentherapien werden hierbei optional weitere Therapiebausteine und Aktivitäten angeboten:

Bezugspflegegespräche, Gruppenangebote mit alltagsrelevantem / sozialem Schwerpunkt, Qi Gong, Entspannungstechniken, Selbst-Sicherheits-Training, Achtsamkeitsübungen, und Kunsttherapie.

Stationsübergreifend werden außerdem Ergotherapie, Musiktherapie und eine physiotherapeutische Behandlung angeboten. Ergänzend können Angst-, Depressions,- Skills,- oder Psychoedukationsgruppen indiziert sein.

Wir behandeln insbesondere folgende Krankheitsbilder stationär psychotherapeutisch und psychosomatisch orientiert:

  • Affektive Störungen wie Depression
  • Angststörungen
  • Somatoforme Störungen
  • Essstörungen
  • Posttraumatische Belastungsstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen

Herr R. Noll
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie (Tiefenpsychologie)
Tel.: (030) 130 227042
E-Mail

Station 04
Tel. (030) 130 22 7040
Fax (030) 130 22 7045 

Stationspflegeleitung: T. Gabler-Paß

Leitender Oberarzt: Dr. med. H.-J. Bresser