Kontakt

Zentrum für Sauerstofftherapie und Tauchmedizin Matthiasstr. 7, Haus II, Aufgang A
10249 Berlin
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Medizinische Leistungen

Tauchmedizin

Tauchmedizinische Vorsorgeuntersuchungen („Tauchtauglichkeit“):

Die tauchmedizinische Vorsorgeuntersuchung ist für jeden Taucher die Eintrittskarte für sein Element. Wir führen diese Untersuchung nach den Richtlinien der Gesellschaft für Tauch- und Überdurckmedizin (GTÜM) durch und garantieren Ihnen damit einen nach dem aktuellen Kenntnisstand der Tauchmedizin durchgeführten Check-Up. Dieser beinhaltet eine Lungenfunktionsüberprüfung, ein Ruhe-EKG, ein Belastungs-EKG, sowie eine orientierende Ganzkörperuntersuchung.

Wenn Sie bei bestehenden Vorerkrankung, wie zum Beispiel Asthma bronchiale oder Bluthochdruck tauchen wollen, werden Sie von unseren erfahrenen Tauchärzten ausführlich beraten. In diesen Fällen bitten wir, bei der Terminplanung auf Ihr Problem hinzuweisen und vorhandene Befunde zur Untersuchung mitzubringen.

Falls Sie bisher keine Taucherfahrung haben, können Sie bei uns einen Trockentauchgang in der Druckkammer absolvieren, um die Fähigkeit zum Druckausgleich zu überprüfen oder unter fachlicher Anleitung zu erlernen.

Nach erfolgter Untersuchung wird Ihnen das Ergebnis in einem ausführlichen Abschlussgespräch sofort mitgeteilt und Sie bekommen bei unbedenklicher Befundkonstellation Ihr international anerkanntes Tauglichkeitszertifikat nach GTÜM.

Für Tauchtauglichkeitsuntersuchungen bitten wir Sie, rechtzeitig einen dazu notwendigen Termin mit uns zu vereinbaren.

Hyperbare Sauerstofftherapie (HBO)

Die Hyperbare Sauerstofftherapie ist eine wissenschaftlich etablierte Behandlungsmethode, die ihre Ursprünge in der Druckluft- und Tauchmedizin hat.
Unter HBO versteht man die Behandlung von Patienten unter Überdruckverhältnissen in einer dafür geeigneten Druckkammer.
Der dabei über eine Maske eingeatmete Sauerstoff wird im Überdruck entsprechend physikalischer Gesetze überwiegend im Blutplasma gelöst.
Damit wird zusätzlich zu dem in den roten Blutkörperchen gebundenen Sauerstoff ein weitaus größerer Anteil direkt im Blutplasma gelöst zur Sauerstoffversorgung der Organe zur Verfügung gestellt. So können auch Körpergewebe mit gestörter Sauerstoffversorgung wieder in ausreichendem Maße versorgt werden. 

Die HBO besteht aus der Kombination zweier grundlegender Bedingungen:

  • der Patient atmet während der Behandlung 100% medizinischen Sauerstoff (O2)
  • der Patient wird in der Therapie-Druckkammer einem Überdruck ausgesetzt, wobei der therapeutisch genutzte Druckbereich in der Regel zwischen 240 kPa und 300 kPa (2,4 – 3,0 bar) absolut liegt

Mögliche Indikationen für die Druckkammerbehandlung:

  • chronische Wundheilungsstörungen, Problemwunden
  • diabetisches Fußsyndrom
  • chronische Strahlenfolgen wie Strahlenzystitis und -Proktitis
  • akuter Hörsturz (mit oder ohne Tinnitus)
  • Morbus Ahlbäck
  • Borreliose (Spätschäden)
  • Otitid externa necroticans maligna

Notfallindikation:

  • Kohlenmonoxidvergiftungen
  • Gasbrand
  • Nekrotisierende Fasciitis
  • Dekompressionskrankheit (Caisson-Krankheit, Tauchunfall)
  • Arterielle Gasembolie