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Intrauterine Wachstumsrestriktion (IUGR)

Ihre Schwangerschaft ist eine einzigartige und aufregende Zeit. Aber es gibt auch Frauen, für die eine Schwangerschaft kein leichter Weg ist, weil es zu schwerwiegenden Komplikationen kommt, sei es eine Entwicklungs- oder Wachstumsstörung des Ungeborenen oder eine Erkrankung der Mutter.
Die intrauterine Wachstumsrestriktion (IUWR) tritt in ca. 5-7% aller Schwangerschaften auf und bedeutet, dass Ihr Kind sein vorgegebenes Wachstumspotential nicht ausschöpft. Die IUGR ist ein Hauptgrund für intrauterine und neonatale Mortalität und ist – neben unmittelbar erhöhtem Risiko für Erkrankungen/Komplikationen nach der Geburt - zudem mit einer erhöhten Anfälligkeit für die Entwicklung chronischer Erkrankungen im weiteren Leben vergesellschaftet. Die geburtshilfliche Herausforderung stellt neben der rechtzeitigen Diagnose und der Ursachenklärung einer IUGR vor allem die weitere Schwangerschaftsbetreuung mit der Wahl des optimalen Entbindungszeitpunktes dar. Ziel einer intensiven fetalen Überwachung ist es, eine Schwangerschaftsprolongation zur Minimierung der Frühgeburtsmorbidität zu erreichen, aber rechtzeitig vor einer fetalen Bedrohung oder Schädigung
zu intervenieren, d.h. zu entbinden.

Ursachenabklärung und Diagnostik bei IUGR

Auch wenn die zugrunde liegende primäre Ursache verschieden ist, zeigt sich doch meist eine gemeinsame Endstrecke: eine suboptimale Durchblutung der Gebärmutter und letztendlich eine verminderte fetale Ernährung/Versorgung über
die Plazenta bzw. Nabelschnur. Neben mütterlichen Risikofaktoren müssen kindliche und/oder plazentare Risikofaktoren ausgeschlossen werden Sollte Ihr Arzt ein „kleines Kind“ feststellen, kann die weitere abklärende Diagnostik in unserer Klinik bzw. dem MVZ erfolgen: Hierbei kann mittels verschiedener Untersuchungen eine eingrenzende Ursachendiagnostik erfolgen.

  • Mütterliche Anamneseerhebung
  • Ggf. genetische Untersuchung des Feten (z.B. Amniozentese)
  • Infektionsdiagnostik zum Ausschluss mütterlicher Infektionen als Ursache
  • Ultraschall (Messung des Kindes, Feindiagnostik und Dopplerultraschall)

Mit diesen Methoden kann in den meisten Fällen herausgefunden werden, ob es sich um ein „normal kleines Kind“, ein Kind mit einer Erkrankung oder ein Kind mit einer Wachstumsrestriktion handelt.

Betreuung und Therapie

Ein Schwerpunkt der Klinik für Geburtsmedizin am Vivantes Klinikum Neukölln ist die Betreuung von Schwangeren mit „kleinen Kindern“, d.h. Kindern mit Wachstumsverzögerung. Neben der Betreuung von Schwangeren mit aktuellen
Problemen in der Schwangerschaft, werden auch Frauen betreut und beraten, bei denen es in einer vorausgegangenen Schwangerschaft zu einer IUGR oder gar einem intrauterinen Versterben kam.

Wir betreuen und beraten Sie gemeinsam mit unseren erfahrenen Kinderärzten. Falls möglich erfolgt diese Betreuung zunächst ambulant, im Verlauf dann stationär. So ist es oft möglich, die Schwangerschaft noch weiterzuführen,
um Ihr Kind möglichst lange intrauterin reifen zu lassen. Sie können diese Betreuung durch Schonung und Stressvermeidung unterstützen.

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Sekretariat der Geburtsmedizin
Vivantes Klinikum Neukölln
Tel. (030) 130 14 8486

oder

MVZ Pränataldiagnostik
am Vivantes Klinikum Neukölln
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