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Urologisches Laserzentrum Berlin (ULZB) Rubensstraße 125
12157 Berlin
Tel (030) 130 20 0 (Zentrale) Anfahrt

Urologisches Laserzentrum Berlin (ULZB)

Als Deutschlands erstes Urologisches Laserzentrum bieten wir seit 1998 an unserer urologischen Klinik die Holmium-Laser-Enukleation der Prostata (HoLEP) für die Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung (BPS) an. Für die HoLEP existiert im Vergleich im Vergleich zu den anderen Laserverfahren die beste publizierte Datenlage, so dass die HoLEP als bevorzugte schonende Alternative zu den konventionellen Verfahren Elektroresektion (TUR-P) und offen Adenomenukleation (Bauchschnitt) gilt. Mittlerweile bieten wir auch den Thulium-Laser für erweiterte Indikationen bei vergrößerte Prostata an.

Mit über 9.000 durchgeführten Laser-Operationen sind wir europaweit führend, mittlerweile führen wir pro Jahr 900 HoLEPs durch. Seit 2009 sind wir nach DIN ISO: 2008 zertifiziert und im November 2015 erfolgreich re-zertifiziert. Die Klinik für Urologie wurde im Focus im Rahmen einer Umfrage von Fachkollegen und Patientenvertretungen ausgezeichnet. Frau Dr. Karin Lehrich wird in der Ärzteliste vom „Focus“ 2016 und 2017 als Spezialistin auf dem Gebiet der Prostatalaserchirurgie gelistet.

Mit dem Holmium-Laser kann die gutartige Prostatavergrößerung durch die Harnröhre (transurethral) operiert werden, unabhängig von der Größe der Prostata. Auch sehr große Prostatadrüsen können mit diesem Verfahren komplikationsarm und schonend transurethral operiert werden. Da der Holmium-Laser auch für die Steintherapie angewandt wird, kann ein vorhandener Blasenstein in gleicher Sitzung mit dem Laser entfernt werden. Verglichen mit den herkömmlichen Operationsmethoden (TUR-P und offene Schnitt-OP) sind mit dem Holmium-Laser Operationsrisiken und Blutverlust deutlich vermindert, der Krankenhausaufenthalt ist verkürzt. Aufgrund der guten Blutstillung kann die  HoLEP auch unter der Einnahme von ASS (Aspirin) durchgeführt werden.
Bei der HoLEP wird die Prostata durch die Harnröhre ausgeschält, so dass das entfernte Prostatagewebe problemlos vollständig feingeweblich untersucht werden kann, um einen bis dahin nicht bekannten Prostatakrebs auszuschließen. Auch bei schon bekanntem Prostatakrebs ist es möglich, die Prostata mit dem Holmium-Laser auszuschälen, um ein Wasserlassen wieder zu ermöglichen. Langzeitdaten belegen, dass aufgrund des vollständigen Ausschälens des gewucherten Adenomgewebes auf der Kapsel das Risiko eines Nachwachsens extrem gering ist. Wegen der geringen Eindringtiefe des Lasers von 0,4 mm bleibt die Potenz nach der OP erhalten, da die Nerven für die Erektion nicht erreicht werden können.
Aufgrund ausreichender fundierter Studien, die z.T. aus unserer Klinik stammen, wird die HoLEP als  Alternative zur klassischen Elektroresektion (TUR-P) oder offenen Schnitt-Operation in den Europäischen Leitlinien empfohlen und ist als einziges Laserenukleationsverfahren seit dem 16.12.2010 vom G-BA (Gemeinsamer Bundesausschuß der Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen in Deutschland) anerkannt.

Mehr zum HoLEP-Verfahren

  • Im Merkblatt finden Sie weitere Informationen zur Holmium-Laser-Operation der Prostata

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  • Patientenvortrag über das Verfahren der Holmium-Laser Operation der Prostata

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