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Minimal-invasive und roboterbasierte Chirurgie

Die minimal-invasive Chirurgie oder auch Schlüssellochchirurgie wurde ursprünglich von Frauenärztinnen und Frauenärzten entwickelt. Sie hat heute einen festen Platz in der operativen Behandlung zahlreicher Krankheitsbilder auch außerhalb der Frauenheilkunde. Diese Tradition setzen wir in unserer Klinik fort, wo wir im Sinne der Patientinnen, wann immer es möglich ist, dieses hochpräzise und besonders schonende Verfahren einsetzen. Im Zuge der stetigen Weiterentwicklung in der Medizin setzen wir als eine der ersten Kliniken in Berlin einen Operationsroboter (DaVinci-System) ein, der den Operateur bei der Ausführung unterstützt und entlastet. DaVinci ermöglicht zum Beispiel das dreidimensionale Sehen des Operationsgebiets. So können wir auch hochkomplexe Operationen bei Krebserkrankungen, Endometriose oder ausgeprägten Verwachsungen minimal-invasiv ausführen.

In der gynäkologischen, minimal-invasiven Chirurgie kommen zwei Verfahren zum Einsatz, die Gebärmutterspiegelung und die Bauchspiegelung.

Mit der Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie) können von der Scheide aus, durch den Gebärmutterhals, Erkrankungen der Gebärmutterhöhle behandelt werden. Dafür sind gar keine Hautschnitte notwendig.

Bei der Bauchspiegelung (Laparoskopie), wird durch winzige Schnitte ein Zugang zur Bauchhöhle hergestellt. Mussten früher große Schnitte gesetzt werden, sind heutzutage meistens nur drei bis vier kleine Einstiche von fünf bis zehn Millimetern notwendig. Die Bauchdecke bleibt dabei in ihrer Stabilität erhalten. Das bedeutet für unsere Patientinnen deutlich weniger Schmerzen, einen kürzeren Krankenhausaufenthalt, eine schnellere Heilung und eine raschere Genesung sowie nach der Operation ein schöneres kosmetisches Ergebnis.

Die Bauchhöhle wird über die Öffnung mit CO2-Gas befüllt und das Operationsgebiet mittels Videooptik vergrößert auf einem Monitor dargestellt. Die Sicht, die wir über die Optik erhalten, übertrifft sogar Lupenbrillen oder Operationsmikroskope. Dadurch können wir auch ausgedehnte Operationen extrem präzise und schonend vornehmen.

Die Vorteile der minimal-invasiven Therapie werden bei unseren roboterassistierten Eingriffen durch die Innovationen des DaVinci Operationsroboters ergänzt. Hier operiert übrigens nicht der Roboter, wie man zunächst vermuten könnte. Jede Bewegung der Operationsinstrumente wird einzig und allein durch den Operateur ausgeführt. Die Instrumente jedoch lassen sich deutlich feiner und in sämtliche Richtungen und Winkel bewegen. Ein leichtes Zittern der Hand, was bei langen und hochkomplexen Operationen auftreten kann, wird vom Roboter eliminiert. Dazu kommt, dass der Operateur bequem an einer Konsole neben der Patientin sitzt und den Roboter steuert, also nicht stundenlang stehen muss. Er kann sich voll und ganz auf den Eingriff konzentrieren. Hinzu kommt eine vorteilhafte, dreidimensionale Sicht. Mit Ausnahme des Eierstockkrebses lassen sich heute in unserer Klinik prinzipiell alle Erkrankungen minimal-invasiv behandeln. Zum Wohle unserer Patientinnen setzen wir den DaVinci-Roboter mehrmals die Woche bei Krebserkrankungen von Gebärmutter und Gebärmutterhals, sowie bei tief infiltrierender Endometriose und anderen ausgewählten, hochkomplexen Operationen ein und erzielen damit exzellente Operationsergebnisse.