Klinik für Innere Medizin - Nephrologie
Informationen für Patienten

Die Nephrologie ist das Teilgebiet der Inneren Medizin, das sich mit der Diagnostik und Behandlung von Nierenerkrankungen befasst, die zu einer Einschränkung der Nierenfunktion (Niereninsuffizienz) und damit zur chronischen Harnvergiftung (Urämie) führen können. 
Ziel einer Behandlung ist es in erster Linie, eine eingeschränkte Nierenfunktion zu verbessern oder zu erhalten. Hierzu ist die Kenntnis der zugrundeliegenden Erkrankungen wichtig, die ein akutes oder chronisches Nierenversagen verursachen. Bluthochdruck und Diabetes mellitus sind in der westlichen Welt derzeit die häufigsten Ursachen eines chronischen Nierenversagens, das bis zur Abhängigkeit von der künstlichen Niere (Dialyse)  führen kann. 
Liegt ein dauerhaftes, unumkehrbares Nierenversagen vor,  kümmern sich Nephrologen um die lebenserhaltende Behandlung mit den drei Nierenersatzverfahren: Blutwäsche (Hämodialyse), Bauchfelldialyse (Peritonealdialyse) und Nierentransplantation. 
Wegen des engen Zusammenhangs von Blutdruck und Nierenfunktion sind Nephrologen immer auch Experten in der Abklärung und Behandlung von Bluthochdruckerkrankungen (arterielle Hypertonie). Da die Nieren eine zentrale Rolle in der Regulation von Flüssigkeit und Blutsalzen spielen,  gehören die Behandlung von Störungen im Salz-Wasserhaushalt sowie in der Säureregulation ebenfalls zu den Aufgaben dieses Fachgebiets.

In der Klinik für Innere Medizin – Nephrologie am Vivantes Humboldt-Klinikum werden akute und chronische Nierenerkrankungen diagnostiziert und behandelt. Bei akutem oder chronischem Nierenversagen kann mit der Hämodialyse behandelt werden. Die Peritonealdialyse wird in Kooperation mit der nephrologischen Klinik am Klinikum Friedrichshain durchgeführt. Im Hinblick auf die Nierentransplantation findet eine Kooperation mit den Transplantationszentren der Charite statt.

Schwerpunkte unserer medizinischen Aktivitäten sind neben der Behandlung von Nierenerkrankungen bei  Hochdruck und Diabetes mellitus die interdisziplinäre Betreuung von Patienten mit gleichzeitigem Auftreten von schweren Herz- und Nierenerkrankungen („Kardio-renales Syndrom“) in Kooperation mit der Klinik für Kardiologie und internistische Intensivmedizin. 

Aufgrund der engen Verbindung zur Klinik Innere Medizin – Geriatrie bieten wir Patientinnen und Patienten oberhalb des 60. Lebensjahres  mit chronischen Nierenerkrankungen mit und ohne Dialysebehandlung im Rahmen von akut-medizinischer Behandlung eine sogenannte „geriatrische  Frührehabilitation“ an. 
Bei dieser „Komplexbehandlung“ werden sowohl akutmedizinische Erkrankungen therapiert als auch
rehabilitative Maßnahmen wie Physiotherapie, Ergotherapie und aktivierende Pflege von Beginn an eingesetzt.  Ziel ist es dabei, Aktivität, Mobilität und Selbständigkeit von älteren und alten Patienten wiederzugewinnen oder zu erhalten.

Ansprechpartner

Auskünfte zu Fragen im Zusammenhang mit einer stationären Aufnahme oder ambulanter Vorstellung erhalten Sie über unser Sekretariat, Frau Brzeski,  Tel. (030) 130 12 2171

Termine für die  gemeinsam  mit der Klinik für Gefäßmedizin durchgeführte Shuntsprechstunde
vergibt Frau Punschke, Tel. (030) 130 121337, Montag bis Freitag von 12.00 – 14.00 Uhr.