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Institut für Radiologie und interventionelle Therapie

Medizinische Angebote

Wir machen sichtbar und behandeln

In der Klinik für Radiologie und interventionelle Therapie am Vivantes Humboldt-Klinikum behandeln wir schwerpunktmäßig bösartige und gutartige Tumorerkrankungen, zum Beispiel Lebertumoren und Myome (gutartige Wucherungen in der Gebärmutter), sowie Gefäßverengungen und Gefäßverschlüsse, Gefäßaussackungen (Aneurysmen), Gefäßblutungen sowie Pfortaderhochdruck. Für die Gabe von Medikamenten oder Infusionen legen wir venöse Zugänge (Portimplantation, PICC-Line). Geht es um den Abfluss von Sekreten wie Wundflüssigkeit, legen wir Drainagen, die mit einem Auffanggefäß verbunden werden. Und weil wir besonders genau hinsehen, können wir winzige Gewebeproben für die Diagnostik etwaiger Erkrankungen entnehmen.

Natürlich ist auch das Team der Radiologie rund um die Uhr für Sie da: Je nach Bedarf und Indikation stehen wir Ihnen an 7 Tagen in der Woche 24 Stunden zur Verfügung. Für die Behandlung von Notfällen wie den akuten Schlaganfall ist dies besonders wichtig.

Unser Schwerpunkt: Ihre Gefäße

Über die Gefäße gelangen lebenswichtige Substanzen in alle Zellen unseres Körpers. Wird dieser Fluss gestört, können schwerwiegende Erkrankungen die Folge sein. In unserer Klinik untersuchen wir Sie, wenn der Verdacht auf eine Gefäßerkrankung besteht. Ein Schwerpunkt dabei ist die Diagnostik des Bauchaortenaneurysmas. Wenn sich in der Bauchschlagader ein Aneurysma ausbildet und platzt, besteht akute Lebensgefahr. Frühzeitiges Erkennen kann also lebenswichtig sein. Bestätigt sich der Verdacht, kann das Aneurysma mithilfe einer Gefäßprothese (Stentgrafts) versorgt und damit stabilisiert werden. Das geschieht meist durch die Blutgefäße, also von innen. Wir nennen es endovaskulär.

Auch Durchblutungsstörungen können erhebliche Beschwerden verursachen, nicht zuletzt zum Herzinfarkt oder Schlaganfall führen. Als Klinik für Radiologie und interventionelle Therapie führen wir alle kathetergestützten Diagnostikverfahren und Therapieverfahren durch, unter anderem die interventionelle Therapie des Schlaganfalls (hier vor allem die Aspirations- und Stentthrombektomie). Den Pfortaderhochdruck behandeln wir vorzugsweise per TIPSS (transjugulärer intrahepatischer portosystemischer Stent-Shunt). Hierbei handelt es sich um eine künstlich geschaffene Verbindung zwischen der Pfortader und der Lebervene durch die Leber hindurch.

Tumoren der Leber

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Diagnostik und Behandlung von Lebertumoren. In diesem Bereich wenden wir neben diagnostischen Punktionen (die Entnahme von winzigen Gewebsproben) verschiedene Verfahren zur Bekämpfung von Tumoren an. Dazu zählen die intraarterielle Chemoembolisation (TACE), Radiofrequenzablation (RFA) und Mikrowellenablation (MWA).

Diagnostik und Therapie mit modernsten radiologischen Verfahren

Um Erkrankungen möglichst frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, wenden wir alle gängigen Verfahren der modernen Radiologie an:

Projektionsradiographie (Röntgen)

Nach der von Wilhelm Conrad Röntgen entwickelten Methode untersuchen wir noch heute vor allem

und führen Spezialuntersuchungen durch.

Durchleuchtungsuntersuchungen (Röntgen mit bewegten Bildern)

Diese Methode dient zur Diagnose funktioneller Störungen. Wir wenden diese röntgenuntersuchungen unter anderem in folgenden Bereichen an:

Ultraschall (Sonographie)

Mithilfe der farbkodierten Duplexsonographie und der sogenannten B-Bild-Sonographie untersuchen wir unter anderem Abdomen, Schilddrüse, Venen und Arterien.

Dual Source-Dual Energy Flash CT und 64-Zeilen-Computertomographie

Wir machen Herzen sichtbar: Unsere Klinik verfügt über einen 64-Zeilen- Computertomographen und einen Flash-Computertomographen. Damit bedienen wir das gesamte diagnostische Spektrum einschließlich der Herzdiagnostik (Herz-CT) und der Darmspiegelung (virtuellen Koloskopie). Außerdem nutzen wir diese Technologie für Gefäßanalysen und sekundäre Rekonstruktionen.

Magnetresonanztomographie

Mithilfe unseres 1,5 Tesla High-End-Magnetresonanztomographen blicken wir in das innerste Gewebe von Schädel, Wirbelsäule und Gelenken. Mit dem MRT können wir zudem die Abdomendiagnostik, Leberdiagnostik und Herzdiagnostik (im speziellen Kardio-MRT) erstellen sowie eine arterielle und venöse Gefäßdiagnostik (MR-Angiographie). In der funktionellen Magnetresonanztomographie können wir beispielsweise eine Defäkographie (Stuhlentleerung) darstellen (MR-Defäkographie). Das bedeutet, wir beobachten unter dem Gerät Ihre Stuhlentleerung.

Untersuchung von Blutgefäßen: Diagnostische Angiographie

Mithilfe der Angiographie können Blutgefäße dargestellt werden. Wir nutzen das Verfahren, um Arterien (Arteriographie) und Venen (Phlebographie) sichtbar zu machen.