Klinik für Visceral- und Gefäßchirurgie

Medizinische Angebote

Unsere Schwerpunkte

Wenn bei Ihnen eine Operation durchgeführt werden soll, werden Sie sich in unserer Anästhesieambulanz vorstellen. Sie werden schon von den Operateuren einen Fragebogen ausgehändigt bekommen, in dem die gängigsten Narkoseverfahren vorgestellt werden.

Die Beantwortung der Fragen dient Ihnen und dem Narkosearzte, der mit Ihnen das für Sie infrage kommende Narkoseverfahren bespricht, sich ein Bild über Ihren Gesundheitszustand zu machen.

Sollten zusätzliche Untersuchungen notwendig sein, die die Sicherheit der Narkose erhöhen, so werden diese hier in die Wege geleitet. 
Hierbei handelt es sich zum Beispiel um eine zusätzliche Untersuchung beim Kardiologen oder Lungenfacharzt.

Diagnostik und Therapie: Die wichtigsten Narkoseverfahren

Vollnarkose

Hierbei wird durch Medikamente, die ihnen kurz vor der Operation injiziert werden, Ihr Bewusstsein ausgeschaltet und Sie werden tief und fest schlafen und von der stattfinden Operation nichts bemerken. Währendessen wird Ihre Atmung und Ihr Kreislauf kontrolliert und überwacht. Während der ganzen Zeit Ihrer Narkose ist ein Narkosearzt an Ihrer Seite. Die Überwachung erfolgt mit Hilfe modernster Apparate.

Regionalverfahren

Neben dem klassischen Verfahren der Vollnarkose (des Tiefschlafes) ist oftmals auch die Anwendung eines Regionalverfahrens möglich. Hierbei wird zum Beispiel nur ein Arm betäubt, ähnlich der Betäubung, die ein Zahnarzt zur Schmerzausschaltung bei Eingriffen verwendet. Sie können während der Operation noch zusätzlich ein leichtes Schlafmittel erhalten oder aber Musik oder ein Hörbuch hören.
Bei großen Eingriffen ist eine Kombination beider Verfahren möglich. Ob dies für Sie infrage kommt, wird der Anästhesist, der das Vorgespräch mit Ihnen führt, erläutern.

Fremdblutsparende Verfahren

Sollte es während einer Operation zu großen Blutungen kommen, so besteht die Möglichkeit, mittels eines sogenannten cellsavers das Blut  aufzufangen, zu reinigen und wieder zurück zu transfundieren.

Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie

Wir beteiligen uns als erstes Krankenhaus in Berlin seit 2009 an QUIPS (Qualitätsverbesserung in der postoperativen Schmerztherapie). Dies ist ein in Zusammenarbeit mit der Universität Jena und dem Ministerium für Gesundheit entstandenes Benchmarkprojekt, an dem bundesweit mittlerweile ca. 200 Kliniken mitarbeiten. Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung der postoperativen Schmerztherapie.

Bei manchen Eingriffen hat sich ein Schmerzkatheter bewährt, der auch einige Tage nach der Operation belassen werden kann und somit der Schmerzreduktion dient. Diese Schmerzkatheter können, je nach Bedarf, entweder in der Nähe des Rückenmarks gelegt werden, oder aber isoliert an einer Extremität.

In besonderen Fällen bieten wir eine Narkose mit Xenon an. Zielgruppe hierfür sind zum einen Patienten mit besonders schweren Kreislauferkrankungen und zum anderen Patienten, bei denen das Risiko für schwere Beeinträchtigung der Denkfähigkeit nach der Narkose zu erwarten ist.

Manchmal ist es wegen einer schweren Vorerkrankung oder des Umfanges der Operation notwendig, dass sich eine Behandlung auf unserer Intensivstation der Operation anschließt. Hier werden Sie rund um die Uhr von den Ärzten und Pflegekräften betreut. Von Fall zu Fall wird in Zusammenarbeit mit den operativen Abteilungen entschieden, welche Behandlung für Sie notwendig ist. Eine kontinuierliche Überwachung von EKG, Blutdruck und der Sauerstoffsättigung des Blutes sind ebenso Routine wie eine unter Umständen durchzuführende Beatmungstherapie, ein Nierenersatzverfahren bei Ausfall der Nierenfunktion oder ein spezielles erweitertes hämodynamisches Monitoring.