Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik

Wissenschaftliche Projekte

Durch unsere wissenschaftlichen Projekte versuchen wir die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung zu verbessern und einen frühen, gemeinde- und lebensnahen sowie niederschwelligen Zugang zum gesamten Hilfesystem zu ermöglichen. Im Vordergrund stehen für uns hierbei die Genesung und Gesundheit sowie Eingebundenheit jedes Einzelnen ins Leben und gesellschaftliche Teilhabe.

Integriert in die klinische Arbeit sind wir in der Forschung aktiv, führen wissenschaftliche Projekte und Studien durch und sind an Multicenterstudien beteiligt. Ziel ist es, wirksame Therapieangebote zu konzipieren, wissenschaftlich zu evaluieren, weiterzuentwickeln, und in die Versorgungspraxis zu integrieren. Ein zentraler Forschungsfokus liegt in der Früherkennung und Implementierung innovativer Behandlungsansätze zur Prävention und Verbesserung des frühen Verlaufs psychischer Störungen. Im Vordergrund stehen für uns hierbei die Nutzung bestehender Ressourcen der Betroffenen, Vermeidung von Stigmatisierung und die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von Anfang an.

Forschungsschwerpunkte

Eigene Forschungsprojekte

FRITZ-Evaluation

Überprüfung des  FRITZ Konzeptes im Hinblick auf: Wohlbefinden in der Behandlung; Wissensbildung über die Erkrankung; Einstellungsveränderung bzgl. psychischer Erkrankungen und Behandlung (Selbststigmatisierung); Veränderung krankheitsbedingter Symptome, Einschränkungen und Lebensqualität sowie Substanzkonsum; Einfluss des Einbezugs Angehöriger.


FlexiTeam-Evaluation (DAK-Modellprojekt)

Überprüfung der Wirksamkeit der intensiv ambulanten oder zuhause aufsuchenden Behandlungen zur Verkürzung oder anstelle einer stationären psychiatrischen Behandlung.


Safewards

Evaluation des Safewards Konzeptes, welches der Verminderung von Gefahrensituationen auf den geschützten Akutstationen und einer Verminderung der damit einhergehenden Zwangsmaßnahmen dient. Das Konzept stellt einen Erklärungsrahmen für die Entstehung von Konflikten zur Verfügung und leitet daraus geeignete Interventionen zum Umgang mit Gefahrensituationen ab.


IPS-AT

RCT zur Überprüfung der innovativen Intervention Individual Placement and Support (IPS), ein Jobcoaching für junge Erwachsene mit Psychose, das bereits in der klinischen Behandlung beginnt und die funktionale wie auch die klinische Recovery fokussiert und steigern soll. Unterstützend wird auf Basis motivierender Gesprächsführung versucht Adhärenz (AT) der antipsychotischen Medikation zu fördern.


Beteiligung an externen Forschungsprojekten  

ESPRIT (Enhancing Schizophrenia Prevention and Recovery through Innovative Treatments)

  • Klinische Studie zur Prävention einer ersten psychotischen Episode durch Integrierte Präventive Psychologische Intervention bei Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko (Leitung: Prof. Dr. Joachim Klosterkötter)
  • Klinische Studie zur Prävention einer ersten psychotischen Episode durch N-Acetylcystein bei Personen mit erhöhtem Erkrankungsrisiko (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Maier)
  • Klinische Studie zur Wirksamkeit eines Integrierten sozial-kognitiven und verhaltensbezogenen Kompetenztrainings hinsichtlich der sozialen Funktionsfähigkeit bei Schizophrenie (Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Wölwer)

BipoLife

Verbesserung der Früherkennung und Frühintervention bei Personen mit erhöhtem Risiko für die Entwicklung bipolarer Störungen (Leitung: Prof. Dr. Andrea Pfennig)


PsychCare

Wirksamkeit sektorenübergreifender Versorgungsmodelle in der Psychiatrie - eine prospektive, kontrollierte multizentrische Beobachtungsstudie (Leitung: Prof. Dr. Andrea Pfennig)


Nachbesprechung Zwang

Auswirkungen einer standardisierten Nachbesprechung von Zwangsmaßnahmen auf objektiven und subjektiven Zwang im stationären Bereich (Leitung: Dr. Liselotte Mahler)


Abschluss- und Promotionsarbeiten

Wenn Sie Interesse an unseren Forschungsschwerpunkten haben und in diesem Rahmen eine Abschluss- o. Promotionsarbeit schreiben möchte, melden Sie sich bitte bei Fr. Dr. Leopold (karolina.leopold@vivantes.de).