Kardiologie und konservative Intensivmedizin

Medizinische Angebote

Schwerpunkte

Diagnostik

Invasive Untersuchungsmethoden

Linksherzkatheteruntersuchungen

Rechtsherzkatheteruntersuchungen

Koronarinterventionen

PTCA

Die Ballondilatation einschließlich Stentimplantation wird in unserer Klinik routinemäßig seit vielen Jahren durchgeführt. Bei schwerstverkalkten Stenosen steht die Rotablation ergänzend zur Verfügung. Als primären Gefäßzugang verwenden wir die Arteria radialis. 20% unserer Herzkatheruntersuchungen sind Notfalluntersuchungen.

In unseren Herzkatheterlaboren werden eine Vielzahl komplexer Verfahren durchgeführt, wie die Behandlung von Hauptstamm- oder von Bifurkationsstenosen sowie die Rekanalisation chronisch verschlossener Herzkranzgefäße.  An diagnostischen Möglichkeiten stehen die interventionelle Ischämiediagnostik mittels FFR (fraktionelle Flußreserve) und bildgebende Verfahren wie intravaskulärer Ultraschall (IVUS) und optische Kohäerenztomographie) zur Verfügung.

Reducer-Therapie

Stentimplantation in den Coronarsinus zur Modulation des Blutflusses und Erhöhung des Koronarsinusdruckes zur Therapie der medikamentös- therapierefraktären Angina pectoris

Therapie struktureller Herzerkrankungen

Elektrophysiologie/Katheterablation

Katheterablation

Das Therapieprinzip besteht in der lokalen Applikation von Hochfrequenzstrom mit einem über die Leiste eingeführten steuerbaren Katheter, der mit einem Generator verbunden ist. Mit Hilfe eines Temperatursensors in der Katheterspitze wird eine dosierbare Wärmeapplikation zwischen 50°C und 70°C möglich, die zu einer umschriebenen Nekrose mit einer Ausdehnung von wenigen Millimetern führt. Das anatomische Substrat der Tachykardie kann somit selektiv beseitigt werden. Voraussetzung ist die Identifikation des Leitungsweges der Tachykardie bzw. des arrhythmogenen Substrates. Zunehmend kommen alternative Energieformen wie die Kryoablation und die Laserablation zum Einsatz. Sämtliche neuartige Verfahren werden in unserer Klinik regelmäßig angewendet.

Vorhofflimmern

Die häufigste Arrhythmie im Erwachsenenalter ist das Vorhofflimmern. Von den über 65jährigen, haben 6 Prozent, von den über 75jährigen, sogar 8 bis 10 Prozent Vorhofflimmern. Der normale Herz-schlag, der Sinusrhythmus, ist gekennzeichnet durch eine ununterbrochene Folge von elektrischen Impulsen, die wechselseitig einen Erregungsaufbau und einen Erregungsabbau und damit einen regelmäßigen Herzschlag herbeiführen. Beim Vorhofflimmern finden sich eine Vielzahl von kleinen kreisenden Erregungsimpulsen im Vorhof, so dass eine geordnete Impulsausbreitung auf die Herzkammern nicht mehr möglich ist. Dabei steigt insgesamt die Vorhoffrequenz auf ca 400-600/min.

Der AV-Knoten lässt dabei wahllos einige Impulse auf die Herzkammern durch. Der Pulsschlag wird dadurch völlig unregelmäßig (absolute Arrhythmie).
Die Ablation von Vorhofflimmern erfolgt im linken Vorhof. Dazu werden 2 spezielle Katheter über das Vorhofseptum in den linken Vorhof vorgeschoben. Nach einem ausführlichen Mapping wird um die Pulmonalvenen eine kreisförmige Ablationslinie gezogen. Rhythmusstörungen, die aus der Tiefe der Lungenvene kommen, können diese Linie (Schutzwall) nicht überschreiten. Die Pulmonalvenen werden somit von dem Herzen elektrisch isoliert (Pulmonalvenenisolation), und damit das Entstehen von Vorhofflimmern verhindert. In unserem Zentrum wird die Ablationstechnik seit langer Zeit angewendet. Täglich werden Patien- ten mit Vorhofflimmern so behandelt. Unsere 1-Jahres-Rezidivfreiheit nach PV-Isolation bei par- oxysmalem Vorhofflimmern beträgt zur Zeit 80 %. Trotz dieser eindrucksvollen Daten ist diese Therapie noch nicht perfekt. In internationalen Forschungsprojekten suchen wir daher zur Zeit zusammen mit anderen großen Zentren nach neuen Ablationsstrategien, um einerseits eine Verbesserung des Nutzen/ Risikoverhältnisses zu erreichen und andererseits herauszufinden, welches die idealen Patienten für eine Katheterablation sind.

AV-Knoten-Reentry-Tachykardie (AVNRT)

Der Pathomechanismus besteht bei der AVNRT in der dualen Leitungscharakteristik zweier räumlich und funktionell getrennten Leitungsbahnen des AV-Knotens. Hier lassen sich eine schnelle und eine langsame Bahn mit unterschiedlichen Refraktärzeiten und Leitungszeiten nachweisen. Eine weitere Voraussetzung für das Zustandekommen einer atrioventrikulären Tachykardie ist die retrograde Leitungsfähigkeit der nodalen Strukturen, durch die es zu einer kreisenden Erregung kommen kann. Da vom AV-Knoten die Kammern und Vorhöfe simultan erregt werden, ist meistens keine P-Welle im EKG zu erkennen, da diese im QRS-Komplex verschwindet. Die Katheterablation stellt bei dieser Erkrankung einen kurativen Therapieansatz dar, der die medikamentöse Therapie in den Hintergrund treten lässt. In mehr als 95 % gelingt die Ablation der in die Tachykardie einbezogenen Leitungsbahnen und damit eine vollständige Heilung der Grunderkrankung.

WPW-Syndrom

Das WPW-Syndrom (Präexzitationssyndrom) ist gekennzeichnet durch eine außerhalb des AV-Knotens gelegene zweite leitungsfähige Struktur zwischen Vorhof- und Kammermyokard, das sog. Kent-Bündel. Es ist im EKG als "Delta"-Welle erkennbar. Als Tachykardiemechanis- men kommen in Betracht:

Auch bei diesen Patienten ist die Katheterablation Therapie der Wahl. Wie bei der AVNRT gelingt in über 95% eine vollständige Heilung der Grunderkrankung.

Vorhofflattern

Diese Herzrhythmusstörung besteht aus einer kreisenden Erregung in den Vorhöfen. Die Bahn des sogenannten typischen Vorhofflatterns befindet sich im rechten Vorhof. Die Symptomatik ist ganz ähnlich wie bei den oben genannten Formen des Herzrasens. Meistens besteht bei diesen Patienten jedoch eine organische Herzerkrankung, z. B. eine dilatative Kardiomyopathie oder eine koronare Herzerkrankung. Seit Mitte der neunziger Jahre ist bekannt, dass es für das typische Vorhofflattern eine bestimmte Engstelle im rechten Vorhof gibt, durch die die Erregung hindurch geleitet werden muss. Durch Katheterablation dieser Engstelle (Isthmus zwischen unterer Hohlvene und Trikuspidalklappe) kann der Makroreentry nicht mehr entstehen.

Ventrikuläre Tachykardien

Auch Kammertachykardien entstehen auf der Basis eines Reentrymechanismus. Sie gewinnen durch ihr Risiko in Kammerflimmern degenerieren zu können ein große klinische Bedeutung.Pat. mit symptomatische anhaltenden Kammertachykardien werden daher mit einem automatischen Defibrillator versorgt. Da der Defibrillator eine Tachykardie nicht verhindert kann, sondern lediglich beseitigen kann, wenn sie aufgetreten ist, führen wir bei diesen Patienten zunehmend zusätzlich eine Katheterablation durch.

Herzschrittmacher-/Defibrillatortherapie

Nicht invasive Untersuchungsmethoden

Echokardiographie

Ergometrie (Belastungs-EKG)

Herzschrittmacher-Labor

Langzeitmonitoring