Chirurgie – Minimal-Invasive Chirurgie und Viszeralchirurgie
Medizinische Angebote

Schwerpunkt: Tumorchirurgie

Die Klinik für Chirurgie – Minimal-Invasive Chirurgie und Viszeralchirurgie hat ihren Schwerpunkt in der Tumorchirurgie. Alle Eingriffe erfolgen bei uns möglichst minimal-invasiv, also mit der Schlüsselloch-Chirurgie. Wir halten ein breites allgemein-chirurgisches Leistungsspektrum für die Behandlung von Erkrankungen im Bauchraum bereit – von kleinen Routine-Eingriffen bis zu komplexen multiviszeralen Tumoroperationen. Dabei arbeiten wir in Abstimmung mit Spezialistinnen und Spezialisten anderer Fachbereiche des Klinikums.

Schwerpunkte unserer Tumorchirurgie im Verdauungstrakt 

  • Darmkrebs: Kolon- und Rektumkarzinom, Rektumakarzinomrezidive
  • Magen und Speiseröhre: Magen-, Kardia- und Ösophaguskarzinom
  • Leber: Primare Lebertumore (HCC, CCC)
  • Lebermetastasen
  • Gallengangskarzinome (Klatskintumore)
  • Metastasenchirurgie und Befall des Bauchfells: Peritonealkarzinose (HIPEC)

Minimal-invasive Eingriffe in der onkologischen Chirurgie

  • Gesamte Dickdarmchirurgie (Kolonchirurgie)
  • Enddarmentfernung (Rektumresektion), Entfernung des Mastdarmes (Rektumextirpation)
  • Teil-(Entfernung) der Leber (atypische und anatomische Leberresektionen)
  • Teil-(Entfernung) des Magens: Magenresektionen, Gastrektomie
  • Entfernung eines Teils der Speisröhre (Ösophagusresektion)
  • Bauchspeicheldrüse: Pankreaslinksresektion

Minimal-invasive Standardverfahren

In der Regel wenden wir bei operativen Eingriffen minimal-invasive Verfahren an, denn Patientinnen und Patienten haben kleinere Operationswunden und erholen sich in der Regel schneller. Bei der minimal-invasiven Chirurgie füllen wir die Bauchhöhle oder den Brustraum mit Gas. In den so entstandenen Raum wird über eine Schleuse eine stabförmige Kamera vorgeschoben. Die Chirurgin oder der Chirurg kann dann auf einem Fernsehmonitor die Bauchhöhle oder die Brusthöhle gut einsehen und über zusätzliche Schleusen mit speziellen Instrumenten operieren.

Weitere Behandlungsanlässe

Refluxkrankheit (Refluxösophagitis)

Zur operativen Behandlung von chronischem Sodbrennen, der gastroösophagealen Refluxkrankheit (Refluxösophagitis), wird eine kleine Manschette am unteren Ende der Speiseröhre angelegt (Fundoplikatio).

Störungen am Speiseröhrenschließmuskel

Der chirurgische Eingriff erfolgt über ein Endoskop, der über eine Speiseröhrenspiegelung angelegt wird (Heller-Myotomie).  

Leistenbruch

Bei der Operation von Leistenhernien legen Chirurgen ein Netz zwischen die Bauchdeckenschichten (TEP: Total-extraperitoneale Plastik oder TAPP: Transabdominale präperitoneale Netzimplantation).

Narbenbruch oder Nabelbruch

Andere Brüche im Bauchbereich, wie Narbenhernien oder Nabelhernien, werden mit einem Kunststoffnetz zwischen Bauchdecke, Darm und Bauchfell abgedeckt (IPOM).

Erkrankungen oder Verletzungen der Milz

Manche Erkrankungen oder starke Verletzungen können eine Entfernung der Milz (Splenektomie) erforderlich machen. Das ist möglich, da die Milz nicht lebensnotwendig ist und ihre Funktion weitgehend von der Leber übernommen werden kann.

Erkrankungen der Nebenniere

Die chirurgische Entfernung der Nebenniere (Adrenalektomie) kann bei hormonell bedingten Erkrankungen oder Tumoren notwendig sein.

Blinddarmentzündung

Die Entfernung des Wurmfortsatzes am Blinddarm (Appendektomie) wird fälschlicherweise oft als „Blinddarmentzündung“ oder „Blinddarmentfernung“ bezeichnet. Unsere Chirurgen wissen dennoch, was zu tun ist.

Erkrankungen der Gallenblase

Komplikationen durch eine Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis) oder selten Gallensteine können eine Entfernung der Gallenblase (Cholezystektomie) erforderlich machen.

Erkrankungen am Dickdarm

Die operative Entfernung des Dickdarms (Kolons) sowie des Mastdarms (Rektums) kann bei schweren Erkrankungen indiziert sein (Proktokolektomie). Im Nachgang oder bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa) kann ein Pouch (englisch: Beutel, Tasche) angelegt werden, das den Inhalt des Dünndarms künftig sammelt. So kann die Kontinenz erhalten werden. Auch die Divertikelkrankheit (Ausstülpungen der Darmschleimhaut) oder ein Darmvorfall können minimal-invasiv behandelt werden.

Endokrine Chirurgie

Drüsen versorgen unseren Körper mit notwendigen Hormonen. Funktionsstörungen, wie eine Überfunktion (Hyperthyreose), an endokrinen Organen können in unserer chirurgischen Klinik operiert werden:

  • Schilddrüsen
  • Nebenschilddrüsen
  • Nebennieren