Klinik für Geburtsmedizin
Vor der Geburt

Vor der Geburt kommen bei werdenden Eltern viele Fragen auf, und wir begleiten Sie gerne von Beginn der Schwangerschaft, damit Sie und Ihr Partner oder Ihre Partnerin diese einzigartige Zeit unbeschwert und voller Vorfreude genießen können. In unserem Mutter-Kind-Zentrum versorgen wir Sie mit Informationen, Sie können an unseren Kursen teilnehmen und sich für Sprechstunden und Vorsorgeuntersuchungen anmelden.

Anmeldung in der geburtshilflichen Ambulanz

Möchten Sie zu uns zur Entbindung kommen, vereinbaren Sie unbedingt einen Geburtsanmeldetermin mit uns. Bitte tun Sie das frühzeitig: nach dem Ersttrimester Screening um die 12. Schwangerschaftswoche. Der findet dann etwa 8 bis 10 Wochen vor Ihrem errechneten Entbindungstermin statt. In unserer ärztlichen Schwangerenberatung und der Hebammensprechstunde können Sie uns schon vorher kennenlernen und Ihre Fragen zur Geburt zu klären. Bei der Geburtsanmeldung besprechen wir in Ruhe vor Ihre Wünschen und Vorstellungen zur Entbindung, medizinischen Befunde und werden gegebenenfalls noch zusätzliche Informationen von Ihren behandelnden Ärzten anfordern.

Telefonische Auskünfte und Terminvergabe Montag bis Freitag von 10:00 – 15:00 Uhr:

Tel.: (030) 130 14 8339


Bitte bringen Sie mit:

  • Mutterpass
  • Chip-Karte
  • Wichtige ärztliche Dokumente
  • Überweisungsschein zur Geburtsplanung

Bitte kommen Sie zum Ersttermin 15 Minuten früher, damit wir Ihre Daten aufnehmen und Sie registrieren können. Bringen Sie auch etwas Geduld zur Schwangeren-Sprechstunde mit. Wir wollen Sie natürlich nicht warten lassen, doch in einer Geburtsklinik lassen sich manche Ereignisse nicht vorhersehen.

Lernen Sie uns kennen

Wir wissen, wie wichtig es ist, sich während der Schwangerschaft sicher und geborgen zu fühlen. Damit Sie der Geburt entspannt entgegensehen können, informieren unsere Hebammen einmal im Monat über Schwangerschaft und Geburt. Hier erfahren Sie alles, was Sie aus medizinischer Sicht über die Geburt, die Erstversorgung des Neugeborenen und über die Behandlung bei Problemen von früh- und reifgeborenen Kindern wissen müssen. An diesem Abend stehen Ihnen auch eine Frauenärztin oder ein Frauenarzt sowie eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt für Ihre persönlichen Fragen zur Verfügung.

Informationsabende

Jeden ersten Dienstag im Monat um 19:00 Uhr

Wichtiger Hinweis: Fällt ein Infoabend auf einen Feiertag, dann wird auf die nachfolgende Woche verschoben.

Vivantes Klinikum Neukölln
Pavillon 7, 1. OG, Festsaal
Rudower Str. 48
12351 Berlin

Die Wahl Ihrer Hebamme

Die Hebammen an unserem Klinikum beraten Sie ergänzend zu unseren ärztlichen Sprechstunden zu weiteren Fragen rund um die Geburt. In unserer Hebammensprechstunde erhalten Sie Informationen über Geburtsvorbereitungskurse und Säuglingspflegekurse und wie Sie in der Schwangerschaft und im Wochenbett betreut werden. Hier führen wir auch ambulante CTGs und Vorsorgeuntersuchungen durch, geben wertvolle Hinweise zur Ernährung und unterstützen Sie bei Schwangerschaftsbeschwerden. Unsere Hebammen bieten ebenfalls geburtsvorbereitende Akupunktur und Hypnose an. Details dazu erfahren Sie in der Sprechstunde.

Anmeldung für die Hebammensprechstunde:

Montag bis Freitag, 10:00 – 15:00 Uhr

Telefon: (030) 130 14 8339

Gut vorbereitet: Unsere Kurse

Wenn in Ihnen ein neues Leben heranwächst, tun Sie mit gezielter Unterstützung von Körper und Seele nicht nur sich selbst, sondern auch Ihrem Baby etwas Gutes. In unserer Geburtsklinik, gemeinsam mit unseren Hebammen und dem Mutter-Kind-Zentrum bereiten Sie sich mit unseren vielfältigen Angeboten optimal auf die Geburt vor.

Geburtsvorbereitende Akupunktur

In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) ist Akupunktur ein gängiges Verfahren, um die Selbstheilung des Körpers anzuregen und Schmerzen zu lindern. Sie kann Schwangeren dabei helfen, die Geburtsdauer im Schnitt um zwei Stunden zu verkürzen. Das hat eine Studie der Frauenklinik Mannheim gezeigt. In der Hebammensprechstunde bieten wir ab der 36. Schwangerschaftswoche geburtsvorbereitende Akupunktur an. Wenn Sie sich für eine Behandlung entscheiden, setzen wir Ihnen in den letzten vier Schwangerschaftswochen einmal pro Woche die feinen Nadeln. Planen Sie für jede Sitzung etwa ca. 30 Minuten und 10 Euro ein. In unserer Hebammensprechstunde erklären wir gerne weitere Einzelheiten.

Telefonische Anmeldung Montag bis Freitag, 10:00 – 15:00 Uhr

Telefon: (030) 130 14 8339

Hypnose in der Hebammensprechstunde

Hypnose ist eine wissenschaftlich erprobte und anerkannte Methode, mit der Sie in der Schwangerschaft entspannen, Schwangerschaftsbeschwerden lindern und Ängste vor der Geburt mildern können. Sie fördern Ihr körperliches und seelisches Wohlbefinden, damit Sie der Entbindung sicher und zuversichtlich entgegensehen. In unserer Hebammensprechstunde erklären wir Ihnen die Besonderheiten gerne persönlich.

Telefonische Anmeldung Montag bis Freitag, 10:00 – 15:00 Uhr

Telefon (030) 130 14 8339

Schwangerenschwimmen

Bewegung im Wasser fördert nicht nur die allgemeine Fitness. Sie regt den Stoffwechsel an und wirkt sich dabei auch günstig bei Schwangerschaftszucker (Gestationsdiabetes) aus. Auch Rückenschmerzen und Verspannungen lassen sich sanft beheben. Wir beraten Sie auch gerne fachlich für die Zeit der Schwangerschaft und nach der Geburt.

Montag, jeweils um 17:30 Uhr und 18:30 Uhr

Informationen, Anmeldung und Rückfragen:

Telefon: (030) 624 9752 (Hebamme Marion Jopek)

Kursangebote in Zusammenarbeit mit dem Mutter-Kind-Zentrum

Gemeinsam mit dem Mutter-Kind-Zentrum im Pavillon 12 haben wir weitere Kurse für Sie im Angebot.

  • Geburtsvorbereitung für Paare am Wochenende
  • Geburtsvorbereitung für Paare während der Woche (4 Termine)
  • Geburtsvorbereitung nur für Frauen
  • Gymnastik und Entspannung für Schwangere

Für weitere Informationen und Ihre Anmeldung kontaktieren Sie uns einfach unsere Kurshotline oder schreiben Sie eine E-Mail.

Kurshotline: +49 30 130 14 3528 (Sprechzeiten Montag bis Freitag, 9:30 – 13:30 Uhr)

E-Mail: kurse-geburtsmedizin.knk(at)vivantes.de

Voruntersuchungen zur Geburt

Wir bieten umfassende ärztliche Beratung bei Risikoschwangerschaften. Sie können unsere allgemeine Sprechstunde besuchen, oder sich von unseren Expertinnen und Experten speziell zu Diabetes, Beckenendlagen, Muttermundverschluss oder Bluthochdruckerkrankungen beraten lassen. In Kooperation mit dem Medizinischen Versorgungszentrum (Vivantes MVZ Neukölln) bieten wir darüber hinaus vorgeburtliche Diagnostik und Therapie an. In der folgenden Übersicht haben wir ausführliche Informationen für Sie zusammengestellt.

Ärztliche Sprechstunde

Wenn Sie abklären möchten, ob und welche Schwangerschaftsrisiken bei Ihnen bestehen, melden Sie sich für unsere Sprechstunden an - zum Beispiel, wenn eine der folgenden Aussagen auf Sie zutrifft:

  • Sie leiden unter Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Epilepsie, Multipler Sklerose, Hepatitis oder Tumorerkrankungen.
  • Sie müssen regelmäßig Medikamente einnehmen.
  • Bei einer Ultraschalluntersuchung werden Auffälligkeiten festgestellt, zum Beispiel ein zu kleines oder zu großes Kind, Fehlbildungen oder Durchblutungsstörungen (fetale Hypotrophie oder fetale Makrosomie, auffälliger Dopplerbefund).
  • Ihr Mutterkuchen sitzt an ungewöhnlicher Stelle oder ist „angewachsen“ (tiefer Plazentasitz, Plazenta praevia, Plazenta accreta, increta, percreta).
  • Es wurde eine Hochdruckerkrankung (vorbestehend oder neu auftretend) in der Schwangerschaft festgestellt.
  • Es bestand eine Bluthochdruckerkrankung in einer vorausgegangenen Schwangerschaft (Präeklampsie).
  • Sie leiden an Schwangerschaftsdiabetes oder Diabetes Mellitus (Typ 1 oder Typ 2, siehe Diabetessprechstunde).
  • Sie sind mit Mehrlingen schwanger (Zwillinge, Drillinge oder mehr).
  • Sie befürchten, dass eine Frühgeburt eintreten könnte (Frühgeburtsbestrebungen oder Gebärmutterhalsverkürzung).
  • Sie haben bereits eine extreme Frühgeburt oder späte Fehlgeburt erlitten.
  • Es sind bei der letzten Geburt oder in der Nachgeburtsperiode vermehrt Blutungen aufgetreten (“Postpartale Blutung“).
  • Sie planen eine Muttermundverschluss-Operation
  • Ihr Baby liegt nicht mit dem Kopf nach unten (Beckenend- oder Querlage ab der 34. Schwangerschaftswoche, siehe Beckenendlagensprechstunde).
  • Sie haben schon einmal per Kaiserschnitt entbunden.
  • Sie planen einen Kaiserschnitt (Operation meist zwischen 38. und 39. Schwangerschaftswoche).
  • Sie haben Ihre letzte Geburt traumatisch erlebt.
  • Bei Ihnen wurde bereits eine Gebärmutteroperation vorgenommen (zum Beispiel Myomentfernung, Konisation, ausgedehnte Voroperation des Genitales oder der Bauchregion).
  • Sie befürchten aus anderen Gründen eine Risikoschwangerschaft.

Telefonische Anmeldung Montag bis Freitag, 10.00 – 15.00 Uhr

Telefon: (030) 130 14 8339

Diabetessprechstunde für Schwangere

Unsere Klinik ist die größte im „Kompetenznetz für Diabetes in der Schwangerschaft“ in Berlin. In unserer Spezialsprechstunde betreuen wir Frauen mit Diabetes Typ 1 oder Typ 2 und Frauen mit Schwangerschaftsdiabetes (Gestationsdiabetes). Wenn Ihnen die Erkrankung bereits bekannt ist, haben Sie sicher einen vertrauten Diabetologen, der Ihnen auch während der Schwangerschaft bei der Einstellung Ihrer Zuckerwerte behilflich ist. Wir betreuen Sie darüber hinaus in Zusammenarbeit mit Ihrem Diabetologen und Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt und klären alle Besonderheiten für die Schwangerschaft und die Geburt ab. Sind Sie an Schwangerschaftsdiabetes erkrankt, führen wir ausführliche Diätberatungen durch, statten Sie mit einem Blutzuckermessgerät aus und erklären Ihnen, wie Sie damit umgehen. Sollte eine Insulintherapie notwendig sein, dann erhalten Sie dafür auch alle Informationen und Medikamente.

Telefonische Anmeldung Montag bis Freitag, 10:00 – 15:00 Uhr

Telefon: (030) 130 14 8339

Beckenendlagensprechstunde

Wenn sich Ihr Kind bis zur 35. Schwangerschaftswoche nicht mit dem Kopf nach unten in Geburtsposition gedreht haben sollte (Schädellage), beraten wir Sie gerne in unserer Beckenendlagensprechstunde. Das bieten wir in unserer Klinik an:

  • die äußere Wendung
  • die vaginale Beckenendlagen-Geburt
  • den geplanten Kaiserschnitt

In vielen Fällen (circa 60%) ist es möglich, Ihr Baby durch eine äußere Wendung von der Beckenendlage in die Schädellage zu drehen. Unsere Oberärztinnen und Oberärzte beraten Sie gerne. Sie erheben Ihre allgemeine medizinische und geburtshilfliche Vorgeschichte und führen eine ausführliche Ultraschalluntersuchung des Babys und der Plazentalage durch. Danach können sie entscheiden, ob ein Wendungsversuch möglich und sinnvoll ist. Und auch wenn nicht, sind Sie bei uns in den besten Händen: Wir sind spezialisiert darauf, vaginale Geburten bei Beckenendlage durchzuführen. Durch eine Tastuntersuchung des kleinen Beckens können wir einschätzen, ob eine vaginale Geburt in Frage kommt oder wir Ihnen einen Kaiserschnitt empfehlen. Natürlich informieren wir Sie genau über alle Optionen, die für Sie infrage kommen.

Telefonische Anmeldung Montag bis Freitag, 10:00 – 15:00 Uhr

Telefon:  (030) 130 14 8339

Beratung vor und nach einem totalen Muttermundverschluss

Es ist möglich, den Muttermund vor der Geburt operativ zu verschließen (Zervixverschlussoperation), damit können eine extreme Frühgeburt oder eine späte Fehlgeburt vermieden werden. Wir empfehlen diese Operation Schwangeren, die eine Fehlgeburt nach der 15. Schwangerschaftswoche, eine extreme Frühgeburt oder einen sehr frühen vorzeitigen Blasensprung in einer vorausgegangenen Schwangerschaft erlebt haben. Auch nach mehrmaligen Eingriffen an Muttermund oder Gebärmutter, zum Beispiel nach ausgeprägtem oder mehrmaligem Kegelschnitt am Muttermund (Konisation) oder mehrfachen Ausschabungen nehmen wir diesen Eingriff vor. In unserer Sprechstunde beraten wir Sie zu allen medizinischen Einzelheiten.

Wenn Sie glauben, dass der Eingriff bei Ihnen nötig sein könnte, melden Sie sich so früh wie möglich (ab der zehnten Schwangerschaftswoche) bei uns. Die notwendigen Voruntersuchungen nehmen etwas Zeit in Anspruch und wir nehmen den Eingriff wir zwischen der 12. Und 18. Schwangerschaftswoche vor. Unter anderem erheben wir Ihre umfassenden geburtshilflich-gynäkologischen Daten, berücksichtigen eventuelle Vorbefunde, führen eine vaginale Spiegeluntersuchung durch, nehmen einen Scheidenabstrich und eine Urinprobe für den vaginalen Befund. Eine eventuelle bakterielle Besiedlung von Scheide und Blase schließen wir so aus oder behandeln sie vor der Operation. Wir empfehlen auch die Nackentransparenzmessung des Kindes vor der Geburt, die Sie direkt im Haus, im MVZ für Pränataldiagnostik, vornehmen lassen können.

Telefonische Anmeldung Montag bis Freitag, 10:00 – 15:00 Uhr

Telefon: (030) 130 14 8339

Hinweis: Bringen Sie zur Beratung eine Überweisung von Ihrer Frauenärztin oder Ihrem Frauenarzt mit. Für die Ultraschalluntersuchung und die Operation benötigen wir eine Einweisung und die Kostenübernahme der Krankenkasse.

Beratung bei Bluthochdruckerkrankungen und Wachstumsverzögerung des Kindes

  • Informationsflyer Präeklampsie / HELLP-Syndrom (Bluthochdruckerkrankungen)
  • Informationsflyer Wachstumsverzögerung beim Kind

Pränataldiagnostik: Vorgeburtliche Diagnostik und Therapie

In unserem Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) untersuchen wir Sie zu allen vorgeburtlichen Fragestellungen während der Schwangerschaft. Es betreuen Sie zertifizierte Spezialistinnen und Spezialisten für Pränataldiagnostik. Die Abteilung ist mit einem der modernsten Ultraschallgeräte und 3D-Technik ausgestattet. Sie können sich von Ihrer betreuenden Frauenärztin oder Ihrem betreuenden Frauenarzt in unsere Fachpraxis überweisen lassen, um zum Beispiel eine spezielle und sehr genaue Ultraschall-Untersuchung durchführen zu lassen. Auch Frauen, die auf unserer eigenen Schwangerenstation untergebracht sind oder in unserer Schwangerenberatung betreut werden, untersuchen wir hier. Um genetische Erkrankungen des Ungeborenen auszuschließen, führen wir in der Ambulanz auch Fruchtwasseruntersuchungen, Plazentabiopsien sowie Nabelschnurpunktionen durch. In unser Aufgabengebiet fallen auch Fehlbildungsuntersuchungen, Doppler bei Hochrisikoschwangerschaften, Echokardiographie, invasive Diagnostik und vorgeburtliche (intrauterine) Therapien, zum Beispiel bei Blutgruppenunverträglichkeit, und die Betreuung von Mehrlingsschwangerschaften.