Klinik für Geburtsmedizin

Unsere Klinik

Unser Perinatalzentrum (Level I): Bestens vorbereitet auf die Geburt

Glück, Spannung, Vorfreude und manchmal auch Sorgen: Die 40 Wochen der Schwangerschaft sind spannend und voller Gefühle und Veränderungen. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich während der Geburt sicher und geborgen fühlen. Es ist gut zu wissen, dass alles für Sie und Ihren Nachwuchs da ist: Sieben Kreißsäle, vier Entbindungswannen, eine angeschlossene Kinderklinik, Expertinnen und Experten der Neonatologie: Ihnen und Ihrem Baby gilt die höchste Aufmerksamkeit. Mit der Gewissheit, dass wir für alle Eventualitäten gerüstet sind, können Sie Ihre Schwangerschaft unbeschwert genießen.

Hand in Hand für eine sichere Entbindung

In unserem Mutter-Kind-Zentrum, ausgestattet als Perinatalzentrum der höchsten Stufe (Level I), behandeln wir Schwangere während einer Risikoschwangerschaft, Frühgeborene ab der 23. Schwangerschaftswoche und Neugeborene mit angeborenen Erkrankungen. Unsere Spezialistinnen und Spezialisten aus den Bereichen Pränataldiagnostik, Geburtshilfe, Kindermedizin und Jugendmedizin, Kinderchirurgie und Neugeborenenchirurgie arbeiten alle unter einem Dach. Wir halten die höchsten medizinischen Sicherheitsstandards ein und arbeiten mit modernster technischer Ausstattung, um in jeder Situation sicher Geburtshilfe zu leisten. Spezialisiert auf Wachstumsstörungen bei Ungeborenen, Schwangerschaftshochdruck, Frühgeburt, Muttermundverschluss, Diabetes in der Schwangerschaft, Mehrlingsschwangerschaft und Beckenendlage, für Therapien im Mutterleib (intrauterine Therapie) beraten wir Sie umfassend rund um Ihre Schwangerschaft. Wenn bei Ihnen Besonderheiten auftreten sollten, begleiten wir Sie mit Ihrem Frauenarzt gemeinsam durch die Schwangerschaft.

Sie können sich stets darauf verlassen, dass wir Sie und Ihr Baby auch bei Risiken oder Komplikationen sicher versorgen.

Ausstattung für Frühgeborene

Unsere Klinik ist auf die besonderen Bedürfnisse von Frühgeborenen ausgerichtet und als Perinatalzentrum Level I zugelassen. Die Neugeborenen-Intensiv-Station ist direkt neben dem Kreißsaal, so dass die Kinderärzte, die für Neugeborene spezialisiert sind, jederzeit für Ihr Kind zur Verfügung stehen. Wir versorgen Sie und Ihr Baby nach neuestem medizinischen Kenntnisstand und auf höchstem technischen Niveau. Zusätzlich arbeiten wir mit modernsten diagnostischen Methoden. Unsere Ultraschallgeräte sind auf dem neusten technischen Stand, wir nutzen eine Computerauswertung bei der CTG-Schreibung und auch die Neugeborenen-Intensivstation ist mit den modernsten Geräten ausgestattet.

Expertinnen und Experten für Frühgeburten

Wir sind auf Frühgeburten spezialisiert. Unsere Klinik ist Mitglied eines europäischen Studiennetzwerkes. Unser Spezialisten Team hat weltweit Expertise gesammelt, um etwaige Wachstumsstörungen des Kindes im Mutterleib (intrauterine Wachstumsrestriktion), Schwangerschaftshochdruck und Plazentastörungen frühzeitig zu erkennen, zu behandeln und damit Frühgeburten zu vermeiden.

Prof. Dr. med. Erich Saling - Begründer der vorgeburtlichen Medizin

Die Geschichte unserer Abteilung ist eng mit dem Wirken von Prof. Dr. med. Erich Saling verbunden. Proffessor Dr. med. Erich Saling gilt als der Wegbegleiter der vorgeburtlichen Medizin. Er absolvierte erst seine geburtshilflich-gynäkologische Ausbildung bei uns am Klinikum, seinerseits die Städtische Frauenklinik Berlin-Neukölln, und arbeitete dann 24 Jahre lang als Chefarzt unserer Geburtsmedizin. 1998 wurde er für seine Verdienste vom Europäischen Kongress für perinatale Medizin ausgezeichnet. Sein Lebenslauf steht für sein engagiertes Wirken für eine moderne Perinatalmedizin. Prof. Saling gilt als Begründer der vorgeburtlichen Medizin, weil er erstmalig Zugänge zum noch ungeborenen Kind entwickelte. Er führte neue Untersuchungsmethoden des noch ungeborenen Kindes ein und führte eine neue Form der Betreuung des frisch geborenen Kindes ein. Seine mit Pioniergeist entwickelten Elemente der neuen Perinatalmedizin fanden eine weltweite Verbreitung. Prof. Saling hat entscheidend zur Erweiterung der Kenntnisse über das Kind im Mutterleib beigetragen. Beim Europäischen Kongress für Perinatale Medizin im Juni 1998 und im gleichzeitig erschienenen "Textbook of Perinatal Medicine" der Europäischen Assoziation für Perinatale Medizin wurde E. Saling als: "Father of Perinatal Medicine" (Vater der Medizin "rund um die Geburt") geehrt.

Mehr über Prof. Dr. med. Erich Saling

Informationen zur Ergebnisqualität des Perinatalzentrums finden Sie auf der Internetseite www.perinatalzentren.org.


Prof. Dr. med. Klaus Vetter

Mit der Klinik für Geburtsmedizin im Vivantes Klinikum Neukölln und vor allem mit einer modernen, innovativen Geburtshilfe in Deutschland ist der Name von Prof. Klaus Vetter eng verbunden.

Er studierte Medizin an den Universitäten Frankfurt am Main, Freiburg, Zürich und Heidelberg.

Es folgte ein Soziologiestudium mit Sozialpsychologie und Psychologie inklusive empirischer Untersuchungen 1973 – 1976 in Zürich sowie anschließend eine endokrinologische Forschungsarbeit im Rahmen des IX. Postgraduate-Kurses für experimentelle Medizin und Biologie an der Universität Zürich 1976/77 mit dem Forschungsthema „Estetrol und die fetoplazentare Einheit

Neben dem Soziologie-Studium war er von 1973 bis 1977 an der Städtischen Frauenklinik Konstanz unter Hans Frangenheim tätig. Am Departement für Frauenheilkunde des Universitäts-Spitals Zürich war er von 1977 bis 1990 beschäftigt. Dort wurde er 1981 Oberarzt, 1989 bis 1990 war er Leitender Arzt der Klinik und habilitierte sich 1989.

Am 1.1.1991 verlegte er seine Wirkstätte von der Schweiz nach Berlin und leitete über 21 Jahre als Chefarzt am Vivantes Klinikum Neukölln, die Klinik für Geburtsmedizin.

In seiner Tätigkeit an einer der größten geburtshilflichen Kliniken in Deutschland hat er mit seinem Team rund 71 000 Berliner Kindern auf die Welt geholfen.

Schon früh beschäftigte er sich mit der Ultraschall-Doppler-Sonographie und gehört auf diesem Gebiet zu den Pionieren dieser Untersuchungsmethode, die heute aus dem klinischen Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Das Thema seiner Habilitation 1989 war entsprechend: Die Ultraschall-Doppler Untersuchung an der utero-plazento-fetalen Einheit: Eine nichtinvasive Methode zur Erfassung physiologischer und klinisch relevanter pathologischer Veränderungen in der Schwangerschaft. Darausentsprang 1991 das Buch: Vetter K. Dopplersonographie in der Schwangerschaft. Verlag Chemie, Weinheim 1991

Sein wissenschaftliches Interesse gilt der Frage, wie man Risikoschwangere und kleinste Frühgeborene möglichst gut versorgen kann. Medizin rund um die Geburt, das ist für ihn Medizin im Doppelpack – für Mütter und Kinder. So engagierte sich Vetter nicht nur berufspolitisch, etwa als Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe. Er mischte sich auch in ethische und politische Debatten ein.

Zusätzlich zu all diesem Engagement ist es ihm immer, bis heute, ein besonderes Anliegen neben medizinischer Qualität und Patientensicherheit die qualifizierte Weiterbildung im Fachgebiet Gynäkologie und Geburtshilfe auf höchstem Niveau zu halten. Im nationalen aber auch europäischen Kontext engagiert er sich dafür, dass trotz allen ökonomischen Drucks die Qualität der ärztlichen Fort- und Weiterbildung für alle zugänglich ist. Nur dadurch kann der Anspruch unserer hoch technisierten Gesellschaft an eine, dem entsprechende, Gesundheitsversorgung realisiert werden.

Mehr über Prof. Dr. med. Klaus Vetter

Ämter

  • Von 2004 bis 2006 war Klaus Vetter Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und organisierte deren Kongress 2006 in Berlin. 2008 bis 2010 war er Generalsekretär der DGGG.
  • Von 2005 bis 2007 war er Präsident der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM), deren zweijährliche Kongresse er von 1999 bis 2015 in Berlin ausgerichtet hat.
  • Er ist Mitherausgeber der Fachzeitschriften Journal of Perinatal Medicine, Archives of Gynaecology and Obstetrics, Geburtshilfe und Frauenheilkunde sowie Der Gynäkologe.
  • Vetter ist zudem Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Die Hebamme, "Hebammenforum" und Gynäkologische Praxis.
  • Seit 1999 ist er Sprecher der Nationalen Stillkommission
  • Vetter ist Ehrenmitglied der DGGG, der DGPM, der Polnischen Gesellschaft für Gynäkologie und der Schweizer Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (SGGG)
  • sowie Honorary Fellow des Royal College of Obstetricians and Gynaecologists (FRCOG)
  • und des American College of Obstetricians and Gynecologists (FACOG).


Broschüre: Das Perinatalzentrum des Klinikums Neuköllns stellt sich vor