Department für seelische Gesundheit

Ärztliche Weiterbildung

Klinikphilosophie

Wir sind eine junge Klinik. Die Praxis unserer klinischen Psychiatrie leitet sich aus einem Verständnis der somatischen Medizin, der Neurobiologie und –psychologie, ebenso aus der klinischen Psychopathologie, der modernen Psychologie/Psychotherapie und aus humanistischen Traditionen ab. Unsere Klinik ist ein selbstverständlicher Teil eines leistungsstarken Allgemeinkrankenhauses. Im kooperativen Miteinander werden wir in der Rettungsstelle und in allen Bereichen des Klinikums häufig zu Rate gezogen, weil wir in der Konsiliar- und Liaisonpsychiatrie, in der Psychosomatik, Gerontopsychiatrie/Geriatrie, Palliativmedizin, Sucht- und Schmerzmedizin medizinische Querschnittsdisziplinen sehen. Wir kooperieren eng mit anderen Krankenhäusern, Rehakliniken, niedergelassenen Ärzten aller Fachgebiete, Psychotherapeuten, komplementären Einrichtungen der Gemeindepsychiatrie, mit Ausbildungsinstituten und Universitäten. 

Den Weg der Psychiatrie sehen wir - ähnlich wie den  anderer großer medizinischer Disziplinen - mit einem notwendigen generalistischen Fundament und einem deutlichen Bestreben zur Spezialisierung in der allgemeinen Psychiatrie, in der Gerontopsychiatrie, der Suchtmedizin und in der Psychosomatik. Das findet in der Organisationsstruktur unseres Hauses mit seinen störungsspezifischen Behandlungsbereichen für  Krisenintervention und Notfallpsychiatrie, affektive Störungen, Suchtmedizin, psychotische Störungen, stressassoziierte und psychosomatische Erkrankungen, Demenzen und andere neuropsychiatrische Krankheitsbilder ebenso seinen Ausdruck wie in der in allen Einheiten umgesetzten Personalstruktur mit Ärztinnen und Psychologen, anderen Therapeutinnen und Sozialarbeitern. Spezialisierte Einheiten und Mitarbeiter / Teams haben wir in unseren bettenführenden, tagesklinischen und ambulanten Behandlungsbereichen etabliert. Beispiel dafür sind unsere Tageskliniken für depressive Störungen, für Angsterkrankungen, stressassoziierte Störungen, Suchtmedizin, Altersdepression, bipolare Erkrankungen und psychotische Störungen. Diese Einheiten sind klein. Sie gestatten eine intensive und auch intime Therapieausrichtung und Patientenbetreuung. Die Zahl der in unserer Klinik tätigen Ärzte und Psychologinnen/Psychotherapeuten ist fast gleich groß.

In der Diagnostik setzen wir auf solide klinische Psychopathologie und Psychologie, auf Kriterien und psychopathometrische Standards, Neuropsychologie,  Bildgebung, Elektrophysiologie und klinische Chemie.

Wir sehen die Qualität unserer Therapie in ihrer wissenschaftlichen Ausrichtung und in einem qualitätsbewussten pharmakotherapeutischen Minimalismus. Wir lassen  keine Widersprüche zu den Psychotherapien aufkommen, deren Stellenwert stetig wächst, weil wir in den Psychotherapien unseren Anspruch mit dem wir als Ärzte und Psychologinnen in der Psychiatrie angetreten sind,  am besten verwirklicht sehen.

Die Verweildauern unserer Patienten in den bettenführenden Bereichen der Klinik können kurz sein, weil wir poststationäre Behandlungen, tagesklinische Anschlussbehandlungen, nahtlose, auf festen Kooperationen basierende Übergänge in die Rehabilitation und in ambulante Strukturen organisiert haben und umsetzen.

Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die psychiatrische Versorgung von der Ambulanz her zu denken. Schon jetzt behandeln wir jährlich mehr Patienten ambulant und teilstationär als auf den Stationen unserer Klinik.

Von den  91 allgemeinpsychiatrischen Betten unserer Klinik stehen 69 auf Stationen, die an keinem einzigen Tag eines  jeden Jahres zugeschlossen sind.

Auf unserer  Station für demenzkranke Patientinnen, die 18 Betten führt, müssen wir gut auf die überwiegend schwerkranken und schlecht orientierten älteren Menschen aufpassen, es darf sich kein Patient verlaufen, deshalb ist die Station geschlossen.

Gegenwärtig sind in der klinischen Medizin die Ressourcen knapp und die Arbeitsdichte ist hoch, das ist auch in unserer Klinik nicht anders.  Die meisten von uns stellen  an jedem Arbeitstag Dinge fest, die besser laufen müssten. Deshalb begleiten Maßnahmen und Projekte der Qualitätssicherung unsere Arbeit stetig.

Das Leitungsteam unserer Klinik arbeitet am Klinikum Spandau seit vielen Jahren zusammen.

Wir leiten unsere Klinik gemeinsam, stehen für flache Hierarchien und versuchen für uns optimale Unterstützungsprozesse im administrativen Bereich zu organisieren, um ein Maximum unserer Zeit für klinische Arbeit zur Verfügung zu haben.


Weiterbildungsbefugnisse

Das Department für seelische Gesundheit hat die volle Weiterbildungsermächtigung für das Fachgebiet der Psychiatrie und Psychotherapie. Darüber hinaus bestehen Kooperationen mit neurologischen Kliniken für die Absolvierung des neurologischen Jahres. Wir legen viel Wert auf die umfassende praktische und theoretische Ausbildung unserer Weiterbildungsassistenten und Medizinstudenten in Famulatur und Praktischem Jahr.

Das Vivantes Klinikum Spandau ist Lehrkrankenhaus der Charité, der Chefarzt der Klinik für Psychiatrie Prof. Bräunig ist aktiv in Forschung und Lehre sowie der Betreuung von Doktoranden tätig. Es besteht die Möglichkeit, bei Prof. Bräunig eine Dissertation zu verfassen.


Einarbeitung

Die Einarbeitung erfolgt unter Berücksichtigung von Kenntnisstand und beruflichen Vorerfahrungen durch erfahrene Assistenzärzte und die zuständigen Oberärzte. Vor der Teilnahme an den Bereitschaftsdiensten werden unsere neuen Kolleginnen intensiv in die Rettungsstellenarbeit eingeführt und müssen ausreichend Erfahrungen auf der Akut- und Aufnahmestation erworben haben. Regelmäßig finden Deeskalationstrainings statt, an denen neue Mitarbeiter so bald wie möglich teilnehmen.


Weiterbildungsplanung

Während der Weiterbildung erfolgen regelmäßige Rotationen auf die Stationen mit den Behandlungsschwerpunkten Akut- und Notfallpsychiatrie, Gerontopsychiatrie, Allgemeinpsychiatrie und Suchtmedizin, zudem in die Tagesklinik. Dabei erhalten alle Weiterbildungsassistenten die Möglichkeit, in allen Bereichen tätig zu sein. Dadurch, dass die Psychiatrie in das Klinikum Spandau integriert ist, erhalten unsere Weiterbildungsassistentinnen jede Menge Gelegenheiten, sich mit medizinisch-psychiatrischen Fragestellungen, z.B. in der Inneren Medizin oder Chirurgie zu befassen.

In unserer Klinik besteht die Möglichkeit für interessierte Assistenzärztinnen im Rahmen der psychotherapeutischen Weiterbildung in unserer Tagesklinik oder Ambulanz Patienten zu betreuen und sich diese Fälle auf die Weiterbildung anrechnen zu lassen.
Unsere wöchentliche Fortbildung orientiert sich am Ausbildungscurriculum der Ärztekammer Berlin. Wir laden regelmäßig externe Referenten ein, die „state of the art“-Vorträge zu aktuellen Themenbereichen halten.

Unsere Klinik bietet zudem regelmäßige Workshops und Weiterbildungen zu besonderen Themenkomplexen wie beispielsweise Konsiliar- und Liaison-Psychiatrie, Sozialpsychiatrie oder Forensische Psychiatrie an, wie Sie für die Facharztweiterbildung gefordert werden.

Durch die enge strukturelle und personelle Kooperation zwischen den Psychiatrischen Kliniken am Klinikum Spandau und am Humboldt-Klinikum sind auch Rotationen zwischen den Kliniken möglich. Bei Interesse können so auch andere Schwerpunkte, z.B. im Zentrum für Affektive Störungen oder im Zentrum für Seelische Frauengesundheit, kennengelernt werden.

Durch unsere Oberärzte ist eine intensive Betreuung und Supervision gewährleistet.

Bestandteile der Inhouse-Weiterbildung sind:

  1. Curriculum Psychiatrie (1x wöchentlich)
  2. Curriculum Psychotherapie (1x wöchentlich)
  3. Große klinische Fallkonferenz (3x wöchentlich)
  4. Kleine klinische Fallkonferenzen (Fallbesprechungen in den Abteilungen)
  5. Klinische Demonstration bildgebender Diagnostik 
  6. Psychiatrische Blockseminare 
  7. Blockseminar „Hypnose“ als Zweitverfahren (1x jährlich)
  8. Hospitationen (Schwerpunkt Sozialpsychiatrie / Gemeindepsychiatrie)
  9. Psychotherapeutische Ausbildungsambulanz mit externer Supervision 
  10. Weiterbildung „on the Job“

Weiterbildungsbegleitung

In jährlichen Weiterbildungsgesprächen werden der Stand und die weitere Planung der Weiterbildung besprochen. Dabei finden auch individuelle Wünsche und Vorlieben Berücksichtigung.


Fortbildungsangebote

Unsere wöchentliche Fortbildung orientiert sich am Ausbildungscurriculum der Ärztekammer Berlin. Wir laden regelmäßig externe Referenten ein, die „state of the art“-Vorträge zu aktuellen Themenbereichen halten. 

Unsere Klinik bietet zudem regelmäßige Workshops und Weiterbildungen zu besonderen Themenkomplexen wie beispielsweise Konsiliar- und Liaison-Psychiatrie, Sozialpsychiatrie oder Forensische Psychiatrie an, wie Sie für die Facharztweiterbildung gefordert werden.


Weiterbildungsevaluation

Wir beteiligen uns an internen und externen durch die Ärztekammer Berlin durchgeführten Weiterbildungsevaluationen.


Dienstplanmodelle und Vereinbarkeit Beruf und Familie

Der Hauptteil der Tätigkeit findet in der regulären Arbeitszeit von 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr statt. Die Bereitschaftsdienste (in der Regel 3 pro Monat) innerhalb der Woche beginnen nach vorheriger Freizeit um 15:00 Uhr bis 08:00 (18 Stunden). Die Bereitschaftsdienste am Wochenende werden durch vier Ärzte mit einer Dienstdauer von jeweils 12,5 Stunden abgedeckt. Es besteht auch die Möglichkeit einer Teilzeitbeschäftigung. Für individuell gestaltete Arbeitszeiten sind wir grundsätzlich offen.

Vivantes bietet den Service „KidsMobil“ an, der die Versorgung von Kindern kurzfristig sicherstellt, wenn die reguläre Betreuung einmal ausfallen sollte.


Karriere

Wir suchen Ärztinnen und Ärzte, die vielseitig interessiert sind und gerne über den Tellerrand hinausschauen. Erfahrungen oder Interesse an anderen Fachgebieten der Medizin sind gerne willkommen und können Grundlage für individuelle Entwicklungswege sein. Viele unserer Ärztinnen und Ärzte sind bereits mehrere Jahre in unserer Klinik tätig und sind uns auch als Fachärzte treu geblieben, viele von ihnen in verantwortungsvollen Positionen.


Sekretariat

Dagmar Ring

Tel.: (030) 130 13 3001 
Tel.: (030) 130 13 3004 
E-Mail: psychiatrie.spandau@vivantes.de