Medizinische Angebote

Endoskopische Therapie

Endoskopische Entfernung (EMR und ESD) von gastrointestinalen Frühkarzinomen

Karzinome an der Speiseröhre und im Magen gehören nach wie vor zu den häufigsten Tumorerkrankungen. Darmkrebs ist sogar die zweithäufigste Krebserkrankung bei Männern und Frauen.

Tumoren in Darm, Magen oder Speiseröhre sind meist Folge einer Entartung der Schleimhaut (Mukosa). Ist die Erkrankung schon weiter fortgeschritten, ist eine Operation meist unumgänglich. Durch den technischen Fortschritt bei den diagnostischen Instrumenten werden die Erkrankungen heute häufig schon in einem frühen Stadium erkannt. In diesem Fall gibt es mehrere Möglichkeiten einer schonenden endoskopischen Therapie.

Endoskopische Mukosaresektion (EMR)

Bei der endoskopischen Mukosaresektion (EMR) wird mit Hilfe des Endoskops eine elektrische Schlinge in Magen, Speiseröhre, Dünn oder Dickdarm geführt. Mit Hilfe dieser Schlinge wird das erkrankte Gewebe anschließend entfernt. Ein Nachteil dieser Methode besteht darin, dass großflächige Tumoren nicht in einem Stück entfernt werden können. Dadurch wird es für den Pathologen schwieriger zu beurteilen, ob das gesamte erkrankte Gewebe abgetragen wurde. Eine exakte Abschätzung des Patientenrisikos wird dadurch erschwert.

Endoskopische Submukosadissektion (ESD)

Eine in Europa relativ neue Behandlungsmethode ermöglicht auch das Abtragen großer Tumore in einem Stück: die endoskopische Submukosadissektion (ESD). Hierbei wird ein flexibles Endoskop  – bei Darmkrebs über den Dickdarm, bei Magen- und Speiseröhrenkrebs über den Mund – eingeführt. Die Schleimhaut wird mit einer Kochsalzlösung unterspült. Dadurch hebt sie sich von den darunter liegenden Gewebeschichten ab, der erkrankte Bereich kann umschnitten und in einem Stück herausgelöst werden. Der Pathologe kann so gut erkennen, ob kein erkranktes Gewebe mehr im Körper ist. Mögliche Komplikationen während des Eingriffs sind kleinere Blutungen oder Perforationen. Diese können meist schon während des Eingriffs behandelt werden.