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Photodynamische Therapie (PDT)

Photodynamische Therapie (PDT) bei Gallengangskarzinom (Klatskin-Tumor)

Gallengangskarzinome sind die fünfhäufigste Tumorart der Verdauungsorgane. Die meisten dieser Tumore bilden sich am Leberhilius, also am Zusammenfluss der Gallenwege an linkem und rechtem Leberlappen, Klatskin-Tumor genannt. In der Folge kann die Gallenflüssigkeit nicht mehr richtig abfließen. Die Aufstauung der Galle verursacht eine leichte Gelbsucht mit Gelbfärbung der Haut sowie einen Juckreiz, der durch die Ablagerung von Gallensalzen in der Haut verursacht wird. Im Verlauf der Erkrankung kann es zu schweren Infektionen und Leberversagen kommen. Da der Tumor zunächst wenig Beschwerden verursacht, befindet er sich zum Zeitpunkt der Diagnose meist schon im fortgeschrittenen Stadium. Eine Operation kommt aus diesem Grund für viele Patienten nicht mehr in Frage.

Verbesserung der Lebensqualität durch Lasertherapie

Abhilfe kann die Photodynamische Therapie (PDT) schaffen. Hierbei wird den Patienten ein sogenannter Photosensibilisator verabreicht, der das Gewebe für Licht besonders empfindlich macht. Daraufhin wird mit Hilfe des Endoskops eine Sonde platziert, die Laserlicht abgibt. Durch dieses Licht wird der Photosensibilisator aktiviert und die Tumorzellen werden zerstört. Dadurch wird die Tumormasse verkleinert und die Gallenflüssigkeit kann wieder besser abfließen.

Die Behandlung kann bei Bedarf wiederholt werden und eignet sich auch sehr gut in Kombination mit anderen Therapieformen wie Chemotherapie oder Strahlentherapie. Bei manchen Patienten kann sie auch vor einer Operation (neo-adjuvante Therapie) eingesetzt werden, um den Tumor so weit zu verkleinern, dass eine anschließende Operation möglich ist. Nach dem Eingriff heilt das behandelte Gewebe meist gut und nur mit geringer Narbenbildung ab.

Durch die Lasertherapie können auch verschlossene Gallengänge wieder durchgängig gemacht werden, wodurch sich die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessert. Ob eine Behandlung mit PDT in Frage kommt, hängt von individuellen Faktoren wie Ausdehnung und Größe des Tumors sowie Alter und allgemeinem Gesundheitszustand des Patienten ab.

Eine Nebenwirkung der Behandlung eine extreme Lichtempfindlichkeit an Haut und Augen. Diese kann einige Wochen anhalten und die Patienten sollten in dieser Zeit eine direkte Lichtexposition meiden.