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Endoskopische Therapie

Radiofrequenz-Ablation (BarrX-Ablation) bei Barrett-Ösophagus

Der Barrett-Ösophagus ist eine Gewebeveränderung am Übergang zum Magen. Meist entsteht sie durch langjährigen Reflux von Mageninhalt in die Speiseröhre. Typische Reflux- Symptome sind Sodbrennen, häufiges Aufstoßen, aber auch Husten und Heiserkeit bis hin zum Asthma.

Beim Barrett-Osöphagus überwuchert in Folge der ständigen Reizung der Schleimhaut durch die Magensäure eine neue Gewebeart – die Barrett-Schleimhaut. Eine solche Veränderung kann eine Krebsvorstufe darstellen, die Entstehung von Geschwülsten und Tumoren wird begünstigt. Besteht der Verdacht auf einen Barrett-Ösophagus werden zunächst in einer endoskopischen Untersuchung Gewebeproben entnommen und die Ausdehnung der Barrett-Schleimhaut bestimmt.

Schonende Behandlungsmethode

Wird die Diagnose eines Barrett mit erhöhtem Risiko der Krebsentwicklung bestätigt, gibt es eine wirkungsvolle minimalinvasive Behandlungsmethode: die Radiofrequenzablation (auch BarrX-Verfahren oder HALO-Ablation genannt). Sie ermöglicht es, das erkrankte Gewebe vollständig und sicher von der Speiseröhre zu entfernen. Mit Hilfe des Endoskops wird ein Elektro-Ballon eingeführt. Anschließend wird die Barrett-Schleimhaut mittels hochfrequenter Radiowellen durch eine kontrollierte Wärmebehandlung verödet. Die darunter liegende Gewebeschicht wird mit der schonenden Methode nicht geschädigt, so dass gesunde Zellen nachwachsen können.

Der Eingriff dauert ca. 20 bis 30 Minuten und wird in Kurznarkose durchgeführt. Drei bis vier Monate nach dem Eingriff wird der Erfolg der Behandlung mit einer erneuten Endoskopie überprüft.

In 70 Prozent der Fälle ist bereits die erste Behandlung erfolgreich. Nach einer zweiten oder dritten Behandlung ist in 90 bis 95 Prozent der Fälle kein Barrett Ösophagus mehr nachweisbar und das Risiko einen Speiseröhrenkrebs zu entwickeln, ist dauerhaft gebannt. Die Behandlungsmethode wird auch als Krebsprävention eingesetzt.