Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie

Medizinische Angebote

Effektiver Gewichtsverlust für Ihre Gesundheit und Mobilität

Unsere Kernkompetenz ist namengebend für unser Zentrum für Adipositas und metabolische Chirurgie. Für adipöse Patientinnen und Patienten bei Adipositas der Grade II bis III bieten wir folgende operative Verfahren an:

Magenbypassverfahren

Der Magen wird durch einen operativen Eingriff verkleinert und der Restmagen, der nur noch etwa 15 bis 20 Milliliter fasst, wird mit einer tiefer liegenden Dünndarmschlinge vernäht. Auf diese Weise ist der Zwölffingerdarm nicht mehr an der Verdauung von Nahrung beteiligt. Bei diesem operativen Verfahren der Adipositaschirurgie wird also die mögliche Nahrungsaufnahme begrenzt. Da auch die Aufnahme von Nährstoffen reduziert wird, müssen dem Organismus meist Vitamine, Eiweiß oder Spurenelemente, wie Kalzium, Eisen und Vitamin B12, zugeführt werden.

Für einen Magenbypass kommen drei Verfahren in Frage: Der Standardbypass Roux-en-Y Bypass ist die am häufigsten vorgenommene Variante sowie der Omegabypass und der Banded Bypass.

Schlauchmagenoperation (Sleeve-Resektion)

Die Schlauchmagenoperation nennt man auch Sleeve-Resektion. Ein Teil des Magens wird entfernt. Der verbleibende Teil des Magens hat die Form eines Schlauchs. Er kann rund 100 bis 150 Milliliter aufnehmen, während ein normaler Magen etwa 2 bis 3 Liter fasst. Dementsprechend isst man weniger und empfindet schneller eine Sättigung. Auch hier ist meist eine künstliche zusätzliche Zufuhr von Vitamin B12 erforderlich. Dieser Eingriff wird überwiegend minimal-invasiv durchgeführt, häufig während einer Bauchspiegelung. Gegebenenfalls wird ergänzend ein Bypassverfahren (postpylorisch) angewandt.

Magenverkleinerung (Biliopankreatische Diversion)

Im Rahmen der biliopankreatischen Diversion (BPD) wird ein Restmagen mit einem Fassungsvermögen von 200 bis 300 Milliliter gebildet. Dieser wird mit einer tieferen Dünndarmschlinge verbunden, wobei der Zwölffingerdarm und der obere Dünndarm ausgeschaltet werden. Die Verdauungssekrete werden umgeleitet, damit Nahrung und Sekrete eine kürzere gemeinsame Verdauungsstrecke haben.

Das operative Verfahren zur Gewichtsreduktion kombiniert die Verkleinerung des Magens mit einem Bypassverfahren (BPD-DS, SADi).

Verstellbares Magenband

Ein Magenband wird meist aus Silikon hergestellt und operativ um den oberen Teil des Magens gelegt. Dadurch wird der Magen kleiner und kann nicht mehr so viel Nahrung aufnehmen. Das Magenband kann von außen enger oder weiter gestellt  werden und besitzt eine kleine Kammer, die über ein Portsystem mit Kochsalzlösung zur Regulierung gefüllt werden kann. Der Zugang (Port) wird meist unter der Haut des Oberbauchs angelegt und verbindet ihn über einen Schlauch mit dem Magenband.

Magenballon

Zur Regulierung der Magengröße nutzen wir einen weichen dehnbaren Ballon aus Silikon, der mit einer Kochsalzlösung aufgefüllt wird. Der gefüllte Ballon im Magen ruft ein Sättigungsgefühl hervor und reduziert den Appetit. Der Magenballon gelangt über den Mund in den Magen und schwimmt darin.

Korrekturoperationen

Ist das Ergebnis einer vorangegangenen gewichtsreduzierenden Operation (bariatrische Operation) nicht zufriedenstellend, planen wir mit Ihnen gemeinsam eine Korrekturoperation.

Endoskopische Interventionen

Für manche der Verfahren wird eine Endoskopie eingesetzt. Hierbei wird ein Endoskop, ein dünner Schlauch mit Kamera und Operationswerkzeugen am Ende, über den Mund in den Magen eingeführt.