Zentrum für Alterstraumatologie

Unser Zentrum

Neue Qualität der alterstraumatologischen Versorgung

Eine Auswirkung des demographischen Wandels ist die zunehmende Zahl älterer Menschen, die alterstraumatologisch versorgt werden müssen. Immer mehr Patientinnen und Patienten kommen nach Stürzen zu uns, die zu Verletzungen und Knochenbrüchen geführt haben. Aufgrund des fortgeschrittenen Lebensalters stellen sich bei alterstraumatologischen Problemen ganz besondere Herausforderungen an das medizinische Personal. Diese Menschen optimal zu versorgen, ist das Hauptanliegen des Zentrums für Alterstraumatologie am Vivantes Wenckebach-Klinikum.

Herausforderung Multimorbidität

Zu den Herausforderungen bei unseren Patientinnen und Patienten mit alterstraumatologischen Problemen gehören häufig die Begleiterkrankungen und eine allgemeine Instabilität aufgrund zahlreicher Faktoren. Bei einer Multimorbidität treten mehrere Erkrankungen zugleich auf, wie eine im Alter entwickelte Schwerhörigkeit, eine Sehbehinderung und ein Abbau der geistigen Vitalität. Zudem erhöht sich das Risiko für einen Verwirrtheitszustand, der durch eine degenerative Erkrankung wie Parkinson oder Alzheimer entstehen kann. Aufgrund von begleitenden Herz-Kreislauferkrankungen kann der Körper andere Fehlfunktionen nicht mehr ausgleichen. Häufig geraten auch der Stoffwechsel sowie der Elektrolythaushalt ins Schwanken. Ein weiterer Faktor betrifft mögliche Wechselwirkungen von Medikamenten. Werden die Medikamente bei zunehmenden Erkrankungen auch zahlreicher, bedarf es einer gut abgestimmten Medikation.


Gut versorgt im Alter

Zudem sind die Patientinnen und Patienten häufig pflegebedürftig und können sich nicht mehr vollständig im täglichen Leben um sich selbst kümmern. Wenn ältere Menschen nicht mehr eigenständig das Haus verlassen können, wird das soziale Leben eingeschränkt und sie vereinsamen zunehmend. Erschwerend kommen nur teilweise belastbare osteosynthetische Versorgungen, Verhaltensstörungen mit Selbstgefährdung, kognitive Beeinträchtigungen oder ein erhöhtes Sturzrisiko hinzu.

Damit wir die Probleme und Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten genau erkennen, setzen wir auf eine interdisziplinäre standardisierte Zusammenarbeit. Diese umfasst neben gemeinsamen Visiten auch die systematische, individuelle Befundaufnahme (Assessment). Regelmäßige Teambesprechungen und eine auf die individuelle Situation abgestimmte Entlassungsplanung gehören ebenso dazu wie die Entwicklung eines sozialen Netzes für die weitere häusliche Versorgung.