Suchtmedizin

Humboldt-Klinikum

Die Klinik für Suchtmedizin im Humboldt-Klinikum bietet stationäre, tagesklinische und ambulante Hilfen für Menschen ab 18 Jahren mit Substanzgebrauchsstörungen wie Abhängigkeit, Sucht oder Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und legalen oder illegalen Drogen an.

Behandlungsangebot

Suchtmedizin im Berliner Norden

Die Klinik für Suchtmedizin bietet geplante Aufnahmen zur qualifizierten Entgiftungsbehandlung sowohl im stationären als auch im tagesklinischen Setting an. Patient*innen, die sich in einer akuten Krise befinden und als Notfall in die Rettungsstelle kommen, erhalten im Rahmen der Krisenintervention jederzeit die notwendige medizinische und therapeutische Unterstützung.

Das Behandlungsangebot der Entzugsklinik im Humboldt-Krankenhaus

Neben der medikamentös gestützten Entzugs- und Entgiftungsbehandlung umfasst das Angebot ein breites Spektrum an medizinischen, pflegerischen, psychologischen, sozialarbeiterischen sowie komplementärtherapeutischen Behandlungsleistungen. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie sind Gruppenangebote, in denen Patient*innen gemeinsam über ihre seelische Situation, Schuld- und Schamgefühle sowie soziale Herausforderungen sprechen und gegenseitige Unterstützung erfahren können. Ergänzend vermitteln wir fundierte Informationen zu Abhängigkeitserkrankungen, ihrer Entstehung sowie zu körperlichen, psychischen und sozialen Folgen und den bestehenden Behandlungsmöglichkeiten.

Zur nachhaltigen Stabilisierung legen wir großen Wert auf Rückfallprävention und eine strukturierte Anschlussbehandlung nach dem stationären Aufenthalt. Zudem fördern wir gezielt die Motivation für eine weiterführende Behandlung, etwa in Selbsthilfegruppen, Beratungsstellen für Suchtkranke oder im Rahmen einer längerfristigen stationären Entwöhnungsbehandlung, und unterstützen bei Bedarf auch bei der Antragsstellung.

Hilfe bei Abhängigkeit und Substanzgebrauchsstörungen

Die Klinik für Suchtmedizin im Department für seelische Gesundheit am Vivantes Humboldt-Klinikum bietet stationäre, tagesklinische und ambulante Hilfen für Menschen ab 18 Jahren mit Substanzgebrauchsstörungen wie Abhängigkeit, Sucht oder Missbrauch von Alkohol, Medikamenten und legalen oder illegalen Drogen an. Sie ist Teil der psychiatrischen Pflichtversorgung im Bezirk Reinickendorf.  

Die Klinik für Suchtmedizin umfasst die drei Teilbereiche :

  1. Stationäre Behandlung: Qualifizierte Entzugs- und Entgiftungsbehandlungen auf der Suchttherapiestation 1.3
  2. Tagesklinik: Eine teilstationäre Behandlung in der Tagesklinik für Motivation am Standort Nordgraben im Rahmen einer Qualifizierten Entgiftungsbehandlungen sowie ein spezielles Angebot mit Schwerpunkt Behandlung von psychischer Begleiterkrankung und Suchtmittelkonsum („Doppeldiagnose“).
  3. Ambulanz: Ambulant psychiatrische Versorgung über die Suchtmedizinische Institutsambulanz (SIA)

Tagesklinik für Suchterkrankung

Nach der körperlichen Entgiftung folg ein teilstationärer Entzug in der "Tagesklinik Motivation".

Suchtmedizinische Institutsambulanz

Ambulante Behandlung von Menschen mit riskantem oder abhängigen Konsum.

Entgiftungs- & Entzugsbehandlungen: Station 1.3

Auf der Station 1.3 in der Klinik für Suchtmedizin in Berlin-Reinickendorf werden Menschen mit Suchterkrankungen behandelt – mit dem Fokus auf der körperlichen Entgiftung.

Die Klinik für Suchtmedizin bietet eine stationäre Entzugs- und Entgiftungsbehandlung für Menschen ab 18 Jahren mit einer Suchtmittelabhängigkeit im Rahmen der psychiatrischen Pflichtversorgung im Bezirk Reinickendorf an. 

Die Station 1.3 ist Teil des Notfall- und Kriseninterventionsbereiches des Departments für seelische Gesundheit am Vivantes Humboldt-Klinikum.

Wer kann auf der Station für Suchtmedizin behandelt werden?

Auf der Station 1.3 werden Menschen ab dem 18. Lebensjahr behandelt, die an Substanzgebrauchsstörungen leiden, erste Schritte zu einer Veränderung anstreben und bei denen zunächst die körperliche Entgiftung vom Suchtmittel im Vordergrund steht. 

In einem telefonischen Erstgespräch werden die Indikation sowie die individuellen Voraussetzungen geklärt und ein Termin zur Aufnahme vereinbart.

Bitte melden Sie sich bei der Aufnahmekoordination der Station 1.3:

030 130 12 2462

Welche Unterlagen benötigen Sie für die Behandlung in der Entzugsstation?

  • Eine haus- oder fachärztliche Einweisung und
  • eine Bescheinigung Ihrer Krankenkasse zur Kostenübernahme.

Verlässlichkeit

Bitte kommen Sie am vereinbarten Aufnahmetag um 09:00 Uhr in die Klinik und halten Sie die erforderlichen Unterlagen bereit.
Das genaue Prozedere wird Ihnen im telefonischen Erstgespräch erläutert.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass aus organisatorischen Gründen bei einer Verspätung (nach 10:00 Uhr) keine Aufnahme mehr erfolgt, sondern ein neuer Aufnahmetermin vereinbart werden muss.

Substitutionsgestützte Behandlung

Die Klinik für Suchtmedizin im Vivantes Humboldt Klinikum bietet im Rahmen der stationären und tagesklinischen Behandlung eine substitutionsgestützte Behandlung Opioidabhängiger nach den Richtlinien der Bundesärztekammer an.

Das Behandlungsspektrum der Klinik für Suchtmedizin in Berlin-Reinickendorf umfasst auch eine substitutionsgestützte Behandlung bei Opiatabhängigkeit nach den aktuellen Richtlinien der Bundesärztekammer.

Entsprechend dieser Richtlinie erfolgt vor Einsatz von Substitutionsmitteln nach vorheriger eingehender Indikationsstellung aufgrund der individuellen Vorgeschichte des/der Patient*in und dem aktuellen Untersuchungsbefund. Dies kann daher ausschließlich im Rahmen einer (teil-) stationären Behandlung und damit nicht im Akutfall im Rahmen einer Rettungsstellensituation erfolgen.

Besteht eine (teil-) stationäre Behandlungsindikation, wenden wir Substitutionsmittel in folgenden Fällen an:

  1. Im Regelfall findet die substitutionsgestützte Behandlung im Rahmen einer Kooperation mit substituierenden Arztpraxen wie z.B. während einer Beikonsumentgiftung, einer konzeptualisierten Umstellung des Substituts oder eines Ausschleichens des Substituts statt.
  2. In selteneren Fällen ist eine sicherstellende substitutionsgestützte Behandlung im Rahmen ernster somatischer Behandlungsnotwendigkeiten (z.B. Chirurgie) zur vitalen Stabilisierung möglich.
  3. In seltenen Fällen kann im begründeten Einzelfall entsprechend den Richtlinien der BÄK nach eingehender Indikationsstellung aufgrund der individuellen Vorgeschichte und dem aktuellen Untersuchungsbefund im Rahmen einer Entzugsbehandlung bei unzureichender Wirkung nicht-opiatgestützter medikamentöser Hilfen eine substitutionsgestützte Behandlung erfolgen.

Was ist zu beachten, wenn bereits ambulant eine Substitution erfolgt und diese während der (teil-) stationären Behandlung fortgesetzt werden soll?

Wenn Sie bereits ambulant über eine Arztpraxis eine Substitutionsbehandlung begonnen haben und diese während der Behandlung in der Klinik für Suchtmedizin fortgesetzt werden soll (z. B. während einer Beikonsumentgiftung, einer mit ihrer*m ambulanten Ärzt*in geplanten Umstellung des Substituts oder zum Ausschleichen des Substituts), dann teilen Sie uns dies bitte bereits bei der Terminvereinbarung mit.

Zudem benötigen wir bei Aufnahme einen Substitutionsnachweis mit Angabe

  • des aktuellen Präparates,
  • der Dosierung sowie
  • das Datum der letzten Vergabe durch die ambulante Arztpraxis.

Bitte haben Sie Verständnis, dass am Aufnahmetag zunächst ein Aufnahmegespräch und Untersuchung durch unsere Ärzt*innen notwendig sind, aufgrund dessen eine aktuelle ärztliche Anordnung erfolgt.  Hierdurch kann sich die Ausgabe des Substitutes im Vergleich zu Ihren gewohnten ambulanten Vergabezeiten zeitlich für Sie verzögern. Die Vergabe erfolgt auf der Station 1.3 (Suchttherapiestation)

Während einer teilstationären Behandlung in der Tagesklinik Motivation kann eine begonnene substitutionsgestützte Behandlung fortgeführt werden. Die Vergabe erfolgt weiterhin täglich, auch am Wochenende, über die Station 1.3 (Suchttherapiestation).

Department für Seelische Gesundheit

Zum Department für Seelische Gesundheit unter der Leitung von Prof. Dr. Stephanie Krüger gehören

  • die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik,
  • die Klinik für Suchtmedizin,
  • das Zentrum für affektive Störungen,
  • das Zentrum für Frauengesundheit,
  • das Zentrum für transkulturelle Psychiatrie und
  • das Ambulatorium mit verschiedenen psychiatrischen Institutsambulanzen und Tageskliniken.

Leitung der Klinik für Suchtmedizin

Kontaktperson: Dr. med. Udo Gersch
Chefarzt

Kontakt

Allgemeiner Kontakt

Telefon: 030 130 12 2100
E-Mail:

Adresse und Anfahrt

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Kontakte der Klinik für Suchtmedizin

Aufnahmekoordination der Station 1.3:
030 130 12 2462

Privatversicherte wenden sich bitte direkt an unser Chefarztsekretariat:
030 130 12 2411