Endoskopische Untersuchung
Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie

Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin-Reinickendorf

Die Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin-Reinickendorf befasst sich mit Erkrankungen von Magen, Darm, Leber, Gallenwegen, Bauchspeicheldrüse und mit Stoffwechselerkrankungen.

Gastroenterologie Spezialklinik: Medizinische Angebote in Berlin-Reinickendorf

Schwerpunkte der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie am Humboldt-Klinikum

Gallengangkrebs

Zur Diagnostik des extrahepatischen Gallengangskarzinoms (Klatskin-Tumor) setzen wir auf die zielgenaue Biopsie mittels Gallengangsspiegelung (Cholangioskopie). Dabei kann zusammen mit CT und MRT auch eingeschätzt werden, ob eine Operation in Frage kommt.

Leider befindet sich der Tumor zum Zeitpunkt der Diagnose oft in einem fortgeschrittenen und inoperablen Stadium. In diesem Fall bieten wir im Departement Gastroenterologie & Onkologie am Humboldt-Klinikum in Reinickendorf neben der Systemtherapie (Chemotherapie, Immuntherapie) auch lokal-ablative Verfahren an. Im Verlauf der Erkrankung kann es durch Aufstau der Gallenflüssigkeit zu schweren Infektionen und Leberversagen kommen. Die Photodynamische Therapie oder die Radiofrequenzablation ermöglichen die gezielte lokale Zerstörung (Ablation) von Tumorgewebe. Zusammen mit endoskopisch eingelegten  Röhrchen (Stents) aus Kunststoff oder Metall wird so ein ausreichender Abfluss der Galleflüssigkeit gewährleistet und damit die Lebensqualität verbessert und Komplikationen vermieden.

Bei der Photodynamischen Therapie mittels Laser wird zunächst ein sogenannter Photosensibilisator verabreicht, der das Gewebe für Licht besonders empfindlich macht. Daraufhin wird mit Hilfe des Endoskops eine Sonde platziert, die Laserlicht im Gallengang abgibt. Durch dieses Licht wird der Photosensibilisator aktiviert und die Tumorzellen werden zerstört. Dadurch wird die Tumormasse verkleinert und die Gallenflüssigkeit kann wieder besser abfließen. Eine Nebenwirkung der Behandlung ist eine extreme Lichtempfindlichkeit an Haut und Augen. Diese kann einige Wochen anhalten, sodass in dieser Zeit eine direkte Lichtexposition vermeiden werden muss.

Bei der Radiofrequenzablation im Gallengang wird eine Elektrodensonde in den Gallengang eingeführt. Durch Stromfluss zwischen zwei Metallspiralen wird das Tumorgewebe auf 80°C erhitzt und dabei zerstört. Dadurch wird die Tumormasse verkleinert und die Gallenflüssigkeit kann wieder besser abfließen. Da kein Photosensibilisator gegeben werden muss, tritt auch keine vermehrte Lichtempfindlichkeit auf.


Barrettösophagus

Beim Barrett-Ösophagus überwuchert in Folge der ständigen Reizung der Schleimhaut durch die Magensäure eine neue Gewebeart – die Barrett-Schleimhaut. Bei Bestätigung der Diagnose setzt die Gastroenterologie in Berlin-Reinickendorf die Radiofrequenzablation ein.


Endoskopische Therapie des Zenker-Divertikel (Mukomyotomie)

Das Zenker-Divertikel ist eine seltene aber mit dem Alter zunehmende Erkrankung, bei der es zu einer sackartigen Ausstülpung der Schleimhaut im oberen Drittel der Speiseröhre (Schlund) kommt. Da sich am Übergang zwischen Rachen- und Speiseröhre eine natürliche Schwachstelle des Gewebes befindet, kann die Schleimhaut der Speiseröhre durch die Muskellücke gepresst und nach außen gestülpt werden.

Im Laufe der Erkrankung wächst das Divertikel bis auf mehrere cm Größe. Dies kann erhebliche Schluckbeschwerden zur Folge haben, da die Speise sich im Divertikel fängt und dann wieder hochgewürgt wird oder sogar in die Luftröhre gelangt und dort zu Husten bis hin zu Lungenentzündungen führt.

Die Patient*innen bemerken oft ein Steckenbleiben von Nahrung im oberen Halsbereich, Hochwürgen von Nahrung, vermehrtes Husten oder auch eine Schwellung im Halsbereich nach dem Essen. Zu den schwerwiegendsten Folgen des Zenker-Divertikels gehören starke Gewichtsabnahme, Lungenentzündungen (Aspirationspneumonie), Entzündungen oder Blutungen.

Mit dem flexiblem Endoskop und einem kleinen Nadelmesser können wir mittels Divertikelspaltung (Mukomyotomie) den Betroffenen helfen. Bei dieser schonenden minimalinvasiven Behandlungsmethode wird das Endoskop vorsichtig durch den Mund eingeführt und der sogenannte Divertikelsteg, ein Muskelstrang zwischen Divertikel und Speiseröhre, Faser für Faser mit dem elektrischen Nadelmesser durchtrennt. Nach Abschluss der Wundheilung ist danach wieder eine beschwerdefreie Nahrungsaufnahme möglich. Der Eingriff kann im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes je nach Größe des Divertikels und Risikofaktoren in sogenannter Analogsedierung oder in Vollnarkose durchgeführt werden.


Leberkrebs

Die Hauptursachen für die Entstehung eines Leberzelltumors sind übermäßiger Alkoholkonsum oder eine Hepatitis-Infektion. Daher kann das Risiko für Leberkrebs durch eine gesunde Lebensweise in der Regel gesenkt werden.


Endoskopie Berlin-Reinickendorf: diagnostisches und interventionelles Leistungsspektrum

Gastroskopie und Interventionen am oberen Gastrointestinaltrakt:

Ileokoloskopie und Interventionen am unteren Gastrointestinaltrakt:

Endosonographie, endosonographische Punktionen und Drainageanlagen:

Endoskopische retrograde und transkutan antegrade Interventionen an Gallenwegen und Pankreas (ERCP, PTC):

Sonographie in Berlin-Reinickendorf

Funktionsdiagnostik

 

Sollte ein diagnostisches oder therapeutisches Verfahren hier nicht aufgeführt sein, sprechen Sie uns gerne an. Unsere Mitarbeiter:innen bilden sich auf Kongressen und Schulungen laufend weiter und können so auch neueste endoskopische Techniken anbieten.

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