
Adipositas: Ursachen, Folgen und Behandlung
Adipositas ist eine chronische Erkrankung, bei der sich übermäßig viel Körperfett im Körper ansammelt. Sie kann verschiedene Ursachen haben und das Risiko für zahlreiche Begleiterkrankungen erhöhen. Zur ersten Einordnung wird bei Erwachsenen häufig der Body-Mass-Index (BMI) verwendet. Ab einem BMI von 30 spricht man von Adipositas. Welche Behandlung sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Adipositas-Grad, bestehenden Folgeerkrankungen und der individuellen Lebenssituation ab.
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Was ist Adipositas?
Die Ursachen von Adipositas sind vielfältig und können auf eine Kombination aus genetischen, Umwelt- und Verhaltensfaktoren zurückgeführt werden. Bei einigen Menschen spielt die genetische Veranlagung eine Rolle, da bestimmte Gene das Risiko für die Entwicklung von Adipositas erhöhen können. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass genetische Veranlagung allein nicht ausreicht, um zu Adipositas zu führen. Umweltfaktoren wie eine übermäßig kalorienreiche Ernährung, der Mangel an körperlicher Aktivität, Stress und ungesunde Schlafgewohnheiten können ebenfalls dazu beitragen.
Was sind die Ursachen von Adipositas?
Genetische und biologische Faktoren
Ernährung und Bewegungsverhalten
Schlaf und Stress
Psychische und soziale Faktoren
BMI-Wert und Adipositas-Grade
Der Body-Mass-Index (BMI) wird oft verwendet, um das Ausmaß der Adipositas zu bestimmen. Hier sind die allgemeinen Richtlinien für die Einteilung der Adipositas-Grade basierend auf dem BMI:
- Adipositas Grad 1: BMI zwischen 30 und 34,9
- Adipositas Grad 2: BMI zwischen 35 und 39,9
- Adipositas Grad 3 (auch als schwere oder extreme Adipositas bezeichnet): BMI von 40 oder höher
Es ist wichtig zu beachten, dass der BMI allein nicht alle Aspekte der Körperzusammensetzung berücksichtigt und individuelle Unterschiede wie Muskelmasse und Körperfettverteilung außer Acht lässt. Daher sollte der BMI als grobe Richtlinie betrachtet werden, und eine umfassendere Beurteilung der Adipositas sollte in Betracht gezogen werden, um eine genaue Diagnose und Behandlungsplanung vorzunehmen. Eine ärztliche Konsultation und eine individuelle Bewertung sind in solchen Fällen immer ratsam.
Adipositas Grad 1, 2 und 3: BMI, gesundheitliche Auswirkungen und Behandlung
Welche Folgen hat Adipositas?
Adipositas kann das Risiko für verschiedene Begleiterkrankungen erhöhen. Dazu gehören unter anderem Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und andere Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlafapnoe, Fettleber und Gelenkerkrankungen. Auch psychische und soziale Belastungen können eine Rolle spielen.
„Adipositas ist keine Charakterschwäche! Viel mehr liegt hier ein chronisches Krankheitsbild vor, für das in erster Linie biophysiologische sowie genetische Voraussetzungen ursächlich sind. Und die können wir behandeln.“

Wie wird Adipositas behandelt?

Ernährung und Bewegung
Die Prävention und Behandlung von Adipositas erfordert einen ganzheitlichen Ansatz. Es geht nicht nur darum, das Gewicht zu reduzieren, sondern auch darum, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und magerem Eiweiß ist, kann helfen, den Kalorienverbrauch zu regulieren und die Nährstoffversorgung zu optimieren. Regelmäßige körperliche Aktivität ist ebenfalls wichtig, um den Stoffwechsel anzukurbeln, die Fettverbrennung zu fördern und die Muskelmasse aufzubauen.
Verhaltenstherapie
Es ist auch entscheidend, Verhaltensänderungen vorzunehmen, um langfristige Erfolge zu erzielen. Dies kann den Umgang mit emotionalen Essgewohnheiten, Stressbewältigungstechniken und die Schaffung einer unterstützenden Umgebung umfassen.
Die Prävention von Adipositas sollte bereits im Kindesalter beginnen. Eltern und Erziehungsberechtigte spielen eine wichtige Rolle bei der Förderung einer gesunden Ernährung und eines aktiven Lebensstils für ihre Kinder. Schulen, Gemeinschaften und die Gesellschaft insgesamt sollten Maßnahmen ergreifen, um gesunde Umgebungen zu schaffen, die den Zugang zu gesunden Lebensmitteln und die körperliche Aktivität fördern.
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Chirurgische Behandlung von Adipositas
In einigen Fällen kann eine medizinische Betreuung erforderlich sein, um Adipositas zu behandeln. Dies kann die Verwendung von Medikamenten oder in schweren Fällen sogar chirurgische Eingriffe, sogenannte bariatrische Operationen, beinhalten.
Eine Operation bei Adipositas kommt zum Einsatz, wenn oben genannte konservative Maßnahmen erfolglos waren und die Adipositas ein hohes gesundheitliches Risiko darstellt.
Adipositas-Lotsin
Ein Angebot für chronisch kranke, übergewichtige Patient*innen im Vivantes Klinikum im Friedrichshain: Die Adipositas-Lotsin unterstützt und berät betroffene adipöse Patient*innen auf ihrem Weg zu einem gesünderen Leben.
Die Lotsin ist ein Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Versorgung sein: Sie begleitet adipöse Menschen durch ihre individuelle Behandlung und unterstützt konkret dabei, weitere Therapien oder Nachsorgebehandlungen zu finden – ob in Kliniken oder Arztpraxen.
Erreichbar ist die Lotsin unter folgenden Kontaktdaten:
adipositaslotse@vivantes.de







