
Adipositasoperation: Chirurgische Behandlung von Adipositas
Eine Adipositasoperation kann bei ausgeprägter Adipositas eine wirksame Behandlungsmöglichkeit sein. Bei einem bariatrischen Eingriff wird das Verdauungssystem so verändert, dass die Nahrungsaufnahme und die Regulation von Hunger und Sättigung beeinflusst werden. Ziel ist es, eine nachhaltige Gewichtsabnahme zu unterstützen und die gesundheitlichen Folgen der Adipositas zu reduzieren.
Erfahren Sie mehr über die Adipositas-Operation
Wann kommt eine Adipositasoperation infrage?

Eine chirurgische Behandlung kann insbesondere bei ausgeprägter Adipositas und einem hohen gesundheitlichen Risiko durch die Erkrankung infrage kommen. Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, hängt von der individuellen Situation ab.
Neben dem BMI spielen unter anderem bestehende Begleiterkrankungen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe oder schwere Gelenkerkrankungen eine Rolle. Auch bisherige konservative Therapieversuche und die persönliche gesundheitliche Situation werden in die Entscheidung einbezogen.
Eine Adipositasoperation ist keine isolierte Maßnahme: Sie ist Teil eines langfristigen Behandlungskonzepts, das eine medizinische, ernährungsmedizinische und gegebenenfalls weitere therapeutische Begleitung einschließt.
Welche Adipositasoperationen gibt es?
Bei Vivantes werden verschiedene bariatrische Operationsverfahren eingesetzt. Zu den wichtigsten Verfahren gehören:
- Magenbypass
- Schlauchmagen
- Omega-Loop-Bypass
Welches Verfahren geeignet ist, hängt unter anderem vom BMI, bestehenden Begleiterkrankungen, der bisherigen Behandlung und weiteren individuellen Faktoren ab. Im persönlichen Beratungsgespräch erläutern wir Ihnen die unterschiedlichen Verfahren sowie deren Chancen und mögliche Risiken.
Magenbypass
Beim Magenbypass wird ein kleiner Magenanteil gebildet und mit einem weiter unten liegenden Abschnitt des Dünndarms verbunden. Dadurch verändert sich sowohl die mögliche Nahrungsmenge als auch die Passage der Nahrung durch den Verdauungstrakt.
Der Magenbypass kann insbesondere bei ausgeprägter Adipositas und bestimmten Begleiterkrankungen eingesetzt werden. Durch die Veränderungen im Verdauungssystem beeinflusst der Eingriff auch die hormonelle Regulation von Hunger und Sättigung.
Schlauchmagen
Bei der Schlauchmagenoperation, auch Sleeve-Gastrektomie genannt, wird ein großer Teil des Magens entfernt. Der verbleibende Magen hat die Form eines schmalen Schlauchs. Dadurch können zunächst kleinere Nahrungsmengen aufgenommen werden.
Darüber hinaus verändert die Operation die Regulation von Hunger und Sättigung. Der Schlauchmagen kann deshalb nicht nur die Nahrungsaufnahme begrenzen, sondern auch die Stoffwechselregulation beeinflussen.
Omega-Loop-Bypass
Beim Omega-Loop-Bypass wird zunächst ein Schlauchmagen gebildet. Dieser wird anschließend mit einer Dünndarmschlinge verbunden. Dadurch wird ein Teil des Verdauungstrakts aus der Nahrungspassage ausgeschlossen.
Wie bei allen bariatrischen Verfahren ist eine sorgfältige Auswahl der Patient*innen und eine umfassende Aufklärung über Nutzen, Risiken und mögliche Folgen des Eingriffs wichtig.
Was passiert nach der Adipositasoperation?
Die Operation ist der Beginn einer langfristigen Behandlung. Nach dem Eingriff erfolgt ein schrittweiser Kostaufbau. Außerdem erhalten Sie Informationen dazu, wie Sie Ihre Ernährung und Ihren Alltag an die veränderte Situation anpassen können.
Eine regelmäßige Nachsorge ist besonders wichtig. Dabei werden unter anderem der Verlauf der Gewichtsabnahme, Ihr Ernährungsstatus und mögliche Begleiterkrankungen kontrolliert. Auch Blutuntersuchungen zur Kontrolle von Vitaminen und Spurenelementen können Bestandteil der Nachsorge sein.
Welche Vorteile kann eine Adipositasoperation haben?
Eine bariatrische Operation kann eine deutliche und langfristige Gewichtsabnahme ermöglichen. Darüber hinaus kann sich die Behandlung positiv auf verschiedene Begleiterkrankungen der Adipositas auswirken. Dazu gehören beispielsweise Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck und Schlafapnoe.
Wie stark sich das Gewicht und bestehende Erkrankungen verändern, ist individuell unterschiedlich. Deshalb werden die möglichen Ziele und Erwartungen vor der Operation ausführlich mit Ihnen besprochen.
Welche Risiken hat eine Adipositasoperation?
Wie jeder operative Eingriff sind auch bariatrische Operationen mit möglichen Risiken und Komplikationen verbunden. Diese unterscheiden sich je nach Operationsverfahren und individueller gesundheitlicher Situation.
Vor dem Eingriff informieren wir Sie ausführlich über mögliche Risiken, Nebenwirkungen und langfristige Veränderungen. Dazu gehört auch die Information darüber, welche Anpassungen bei Ernährung und Lebensführung nach der Operation notwendig sein können.
Häufige Fragen zur Adipositasoperation
Ab welchem BMI ist eine Adipositasoperation möglich?
Ob eine Operation infrage kommt, hängt nicht allein vom BMI ab. Neben dem Körpergewicht werden unter anderem Begleiterkrankungen, bisherige Therapieversuche und die individuelle gesundheitliche Situation berücksichtigt.
Welche Adipositasoperation ist die richtige für mich?
Magenbypass, Schlauchmagen und Omega-Loop-Bypass unterscheiden sich in ihrer Wirkweise und ihren möglichen Auswirkungen. Welches Verfahren geeignet ist, wird individuell im Rahmen der ärztlichen Beratung entschieden.
Wie lange dauert die Vorbereitung auf eine Adipositasoperation?
Die Dauer der Vorbereitung ist individuell und hängt unter anderem von den erforderlichen Untersuchungen und den persönlichen Voraussetzungen ab.
Muss ich nach einer Adipositasoperation meine Ernährung dauerhaft verändern?
Ja. Nach einer bariatrischen Operation verändert sich die Verträglichkeit und mögliche Nahrungsmenge. Eine langfristige Anpassung der Ernährung und regelmäßige Nachsorge sind wichtige Bestandteile der Behandlung.
Kann ich nach einer Adipositasoperation wieder zunehmen?
Eine erneute Gewichtszunahme ist grundsätzlich möglich. Deshalb ist die langfristige Nachsorge ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Sie unterstützt dabei, die erreichten Veränderungen zu stabilisieren und bei Bedarf frühzeitig gegenzusteuern.






