Pflegerin misst den Bauchumfang einer Patientin
Vivantes Adipositas

Magenbypass-Operation

Ein Magenbypass ist ein chirurgischer Eingriff, der bei Patient*innen angewendet wird, die unter starkem Übergewicht oder Adipositas leiden.

Verlauf einer Magenbypass-Operation

Der Eingriff besteht darin, den Magen zu verkleinern und den Verdauungstrakt umzuleiten. In der Regel wird der Magen in einen kleinen oberen Beutel und einen größeren unteren Teil aufgeteilt. Der obere Beutel wird direkt mit dem Dünndarm verbunden, wodurch der größere Teil des Magens und ein Teil des Dünndarms umgangen werden. Dies führt dazu, dass nur noch eine begrenzte Menge an Nahrung aufgenommen werden kann und die Aufnahme von Kalorien und Nährstoffen verringert wird.

Vorteile einer Magenbypass-Operation

Der Magenbypass hat mehrere Vorteile. Er ermöglicht eine signifikante Gewichtsabnahme, da die Nahrungsaufnahme begrenzt wird und der Körper weniger Kalorien aufnimmt. Darüber hinaus kann der Eingriff zu einer Verbesserung oder sogar einer vollständigen Heilung von damit verbundenen Gesundheitsproblemen wie Typ-2-Diabetes, Bluthochdruck, Schlafapnoe und Gelenkerkrankungen führen. Viele Patienten berichten auch von einer Verbesserung ihrer Lebensqualität und einem gesteigerten Selbstvertrauen nach dem Magenbypass.
Es ist wichtig zu beachten, dass es sich bei einem Magenbypass um einen chirurgischen Eingriff handelt. Vor dem Eingriff führen wir mit Ihnen eine umfassende medizinische Untersuchung und Beratung durch, um zu entscheiden, ob der Eingriff für Sie geeignet ist. Eine langfristige Nachsorge und Anpassung des Lebensstils sind ebenfalls entscheidend, um langfristige Erfolge zu erzielen und mögliche Komplikationen zu minimieren.

Ablauf einer Magenbypass-Operation bei Adipositas

Der genaue Ablauf einer Magenbypass-Operation kann je nach chirurgischem Ansatz und individuellen Umständen variieren. Im Folgenden ist eine allgemeine Beschreibung des typischen Verfahrens dargestellt:
Vorbereitung: Vor der Operation wird der Patient gründlich untersucht und es werden verschiedene Tests durchgeführt, um sicherzustellen, dass er für den Eingriff geeignet ist. Dazu gehören Blutuntersuchungen, bildgebende Verfahren und eine umfassende medizinische Anamnese. Der Patient erhält Anweisungen zur Vorbereitung, einschließlich der Einnahme bestimmter Medikamente und des Fastens vor der Operation.
Anästhesie: Der Eingriff wird unter Vollnarkose durchgeführt. Ein Anästhesist ist für die Verabreichung der Anästhesie zuständig und überwacht den Patienten während des gesamten Eingriffs.

  1. Zugang: Der Chirurg führt den Eingriff laparoskopisch durch, was bedeutet, dass nur kleine Einschnitte im Bauch vorgenommen werden. Durch diese Einschnitte werden spezielle Instrumente und eine winzige Kamera eingeführt, um den chirurgischen Eingriff durchzuführen.
  2. Magenteilung: Der Chirurg teilt den Magen in einen kleinen oberen Beutel und einen größeren unteren Teil auf. Dies kann durch Klammern, Nähte oder andere spezielle Techniken erfolgen. Der obere Beutel hat in der Regel ein Fassungsvermögen von etwa 30 ml bis 60 ml.
  3. Dünndarmumleitung: Der nächste Schritt besteht darin, den Dünndarm mit dem kleinen oberen Magenbeutel zu verbinden. Dabei wird der Dünndarm so umgeleitet, dass ein Teil des Verdauungstrakts umgangen wird.
  4. Abschluss: Nachdem die Verbindungen hergestellt wurden, überprüft der Chirurg sorgfältig die Dichtheit aller Nähte und Verschlüsse, um mögliche Lecks zu vermeiden. Die Instrumente werden entfernt und die kleinen Einschnitte werden vernäht und mit Verbänden versorgt.
  5. Erholung: Der Patient wird in den Aufwachraum gebracht, wo er unter Beobachtung bleibt, bis die Narkose abklingt. Je nach individuellem Fall bleiben die Patienten nach dem operativen Eingriff zwei bis drei Tage im Krankenhaus.. Der Kostaufbau beginnt am Tag der Operation mit Flüssigkeit. Am zweiten Tag nach der Operation erfolgte eine weitere Ernährungsberatung und die Patient*innen erhalten eine Broschüre über den Kostaufbau.

Selbstverständlich stehen wir Ihnen für eine Beratung hinsichtlich einer Magenbypass-Operation zur Verfügung.

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