Korrekturen von

angeborenen Fehlbildungen des Brustkorbs

Die Kielbrust, auch Hühnerbrust genannt, ist gekennzeichnet durch die Vorwölbung des Brustbeins und der Rippen über das Niveau des Brustkorbs hinaus. Die Deformierung tritt sowohl symmetrisch als auch asymmetrisch auf, sodass sich entweder beide oder auch nur eine Brustwandseite nach vorne wölben. Die Form der Fehlbildung erinnert entfernt an einen Schiffskiel, daher die Namensgebung. Im Gegensatz zur Trichterbrust tritt die Kielbrust deutlich seltener und überwiegend erst nach dem zehnten Lebensjahr auf.

Sinnvoll bei psychischer Belastung

Körperliche Beschwerden oder objektive Einschränkungen der Leistungsfähigkeit bei den Betroffenen sind seltener festzustellen als bei den Trichterbrust-Patienten. Ist die Deformation allerdings stark ausgeprägt, kann es zu Störungen in der Atemmechanik oder auch zu Fehlbelastungen der Wirbelsäule kommen. Steht das Brustbein extrem weit vor, besteht zusätzlich die Gefahr von Druck- und Scheuerstellen auf der Haut, verursacht durch die Bekleidung. Die psychischen Belastungen der Betroffenen sind hoch. Oft kommt es aufgrund der deutlichen Sichtbarkeit der Fehlbildung, ohne, aber auch trotz Oberkleidung, zu Stigmatisierungen. Die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs richtet sich daher nach der Ausprägung des Befundes und dem individuellen Leidensdruck des Patienten. Eine Operation sollte nicht vor Abschluss der Wachstumsphase durchgeführt werden.

Leistungen und Ablauf der Operation

Die Kielbrustoperation erfolgt über ebenfalls kleine Hautschnitte, aber nicht in Videotechnik. Das Brustbein sowie die überschießend gewachsenen Rippen werden durchtrennt bzw. gekürzt, sodass das erwartete kosmetische Ergebnis erreicht wird. Fremdmaterial wird nur manchmal eingebracht. Der nachfolgende stationäre Verlauf, die ambulante Nachbetreuung sowie die Verhaltensregeln und Erfolgsaussichten sind mit denen der Trichterbrust identisch.