Veröffentlicht am 26. November 2025

Bereits 10.000 Patient*innen von Cardiolotsen betreut

Gemeinsames Erfolgsprojekt von AOK Nordost und Vivantes

Sie kümmern sich um Herzkranke während und nach ihrem Klinikaufenthalt und sorgen für bessere Genesung und weniger Rückfälle: Cardiolotsen betreuen herzkranke AOK-Nordost-Versicherte in den Vivantes-Kliniken und stehen ihnen sowie ihren ärztlich und therapeutisch Behandelnden als zusätzliche Ansprechpartner zur Verfügung. Inzwischen haben bereits 10.000 Patient*innen von dieser einzigartigen Eins-zu-eins-Betreuung  profitiert.

Die Kontaktaufnahme zwischen dem Cardiolotsen und den Patient*innen beginnt schon während des Klinikaufenthalts, praktisch am Krankenbett. Nach der Entlassung melden sich die Cardioloten ein Jahr lang regelmäßig bei den Patient*innen. Sie beraten bei Fragen, beruhigen bei Sorgen und stellen  die empfohlene Nachsorge sicher. Zu Letzterer gehören auch geeignete Versorgungsangebote wie z.B. Reha-Sport, Nikotinentwöhnung, Diätberatung und Disease-Management-Programme der AOK Nordost. Die Cardiolotsen unterstützen auch bei der Terminfindung für ärztliche Kontrolluntersuchungen oder bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme. Das entlastet die Patientinnen und Patienten, die sich weniger auf organisatorische Dinge und stärker auf ihre Gesundwerdung konzentrieren können.

Direkte Betreuung durch persönliche Ansprechpartner*innen

Enise Güzel, Patientin im Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum: „ Es beruhigt mich sehr meine Cardiolotsin zu haben. Ich lerne viel von ihr über meine Erkrankung und sie nimmt sich bei jedem Telefonat immer viel Zeit für mich. So habe ich auch wieder eine Kardiologie-Praxis gefunden, die mich nach meinem Klinikaufenthalt betreut und ich habe auch Termine für weitere Untersuchungen und eine Anschluss-Reha bekommen. Das hätte ich alleine nicht geschafft.“

Cardiolotsin Danjela Todorovic: „Gesundheitlich schwer beeinträchtigte Menschen sind mit dem zusätzlichen Management ihrer Krankheit oft überfordert. Wir helfen unseren Patient*innen einen Weg durch den Dschungel von Anlaufstellen und Angebot zu findenund tragen so zur Genesung bei.“

Prof. Dr. med. Dietlind Zohlnhöfer-Momm, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin Kardiologie, Diabetologie und konservative Intensivmedizin am Auguste-Viktoria-Klinikum: „Die Cardiolotsen sind eine wichtige Ergänzung und Unterstützung für Ärzt*innen und Therapeut*innen, denn sie koordinieren den komplexen Behandlungsprozess. Die wissenschaftliche Evaluation des Cardiolotsenprojekts hat nachgewiesen, dass die teilnehmenden Patient*innen seltener erneut ins Krankenhaus mussten, dort kürzer blieben und auch die Sterblichkeitsquote war niedriger.“   

Das neue Berufsbild Cardiolotse

Der Cardiolotse soll nicht nur die Betreuung von Herzkranken verbessern. Mit ihm haben die AOK Nordost und Vivantes auch ein neues Berufsbild für medizinisches Fachpersonal entwickelt. Pflegekräfte oder Medizinische Fachangestellte werden speziell qualifiziert, um sowohl den Herzpatient*innen als auch deren Ärzt*innen sowie Therapeut*innen als zusätzliche Ansprechpartner*innen beratend zur Seite stehen zu können. Dabei ersetzen sie keine bestehenden und bewährten Versorgungsstrukturen, sondern ergänzen die Betreuung durch die niedergelassenen Haus- und Fachärzt*innen. Alle arbeiten eng zusammen, um eine durchgängige Versorgung sicherzustellen.

Petra Riesner Teamleiterin Gesundheitslandschaft bei der AOK Nordost, hatte die Idee zu den Cardiolotsen. Sie beschreibt das Konzept so: „Die persönliche Nähe zum Patienten und der vertrauensvolle Umgang sind der Schlüssel zum Erfolg. Der Patient lernt seinen Cardiolotsen noch vor Entlassung aus dem Krankenhaus kennen, bevor es anschließend für bis zu ein Jahr in eine telefonische Betreuung übergeht. Der Cardiolotse hat das medizinische Wissen und spricht die Sprache des Patienten.“

 

Mehr über die Cardiolotsen bei der AOK Nordost und ein Interview mit Petra Riesener

Mehr über Cardiolotsen bei Vivantes 

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