Veröffentlicht am 01. Oktober 2021

Fortsetzung der Verhandlungen zur Belastungsvermeidung in der Pflege vereinbart

Konstruktive Gespräche zur Personalbesetzung

Vivantes und ver.di haben sich in den vergangenen Tagen weiter intensiv über Personalbedarfe in den unterschiedlichen Klinikbereichen ausgetauscht und eine Fortsetzung der Verhandlungen am kommenden Montag (04.10.2021) vereinbart.

In den Gesprächen der vergangenen Tage zum Thema „Vermeidung von Belastung der Pflege“ (Di, 27.09. bis Do, 30.09.2021) wurden zuletzt mögliche Personalbemessungen und Besetzungskennzahlen für die bettenführenden Bereiche in der Somatik und Psychiatrie und für Funktionsbereiche in der Somatik diskutiert. Beide Seiten haben dazu ihre erneuerten Angebote ausgetauscht und werden diese nun bis Montag prüfen und bewerten. Vivantes hat noch einmal weiterreichende Zugeständnisse für die Besetzung in den Bereichen Intensivpflege und Intermediate Care sowie für die Besetzung in den OP- und Anästhesiebereichen gemacht. Ver.di hat eine 100%ige Erfüllung der PPPRL vorgeschlagen. Ziel ist es, Inhalte für ein gemeinsames Eckpunktepapier zu entwickeln.

Vivantes und ver.di sind sich darin einig, dass mehr Personal auf den Stationen eingesetzt werden soll. Trotz der konstruktiven Verhandlungen liegen die Positionen jedoch nach wie vor deutlich auseinander. Vivantes hatte ver.di in der vergangenen Woche (Donnerstag, 23.9.21) ein umfangreiches Eckpunktepapier mit Angeboten übergeben, das auf viele Forderungen der Gewerkschaft eingegangen war. Ver.di hatte danach jedoch weitergehende Forderungen aufgestellt, die zu einem enormen zusätzlichen Bedarf an examinierten Pflegekräften bei Vivantes führen würden.

Resultat der ver.di Forderungen: 2.800 Fachkräfte mehr oder 1.600 Betten weniger

    • zusätzlich rd. 1.700 Pflegevollkräfte in der Somatik sowie
    • zusätzlich rd. 600 Pflegevollkräfte in der Psychiatrie sowie
    • zusätzlich rd. 500 Vollkräfte in den Funktionsdiensten
    • in SUMME rd. 2.800 zusätzliche Vollkräfte

Diese Zahl an Fachkräften ist derzeit nicht verfügbar. Um den Forderungen von ver.di im Hinblick auf die Betreuungsschlüssel gerecht zu werden, müsste Vivantes alternativ rund 1.600 Betten sperren. Dem steht der Versorgungsauftrag von Vivantes entgegen.

Um ein bundesweit anwendbares Modell zur Vermeidung von Belastung in der Pflege zu entwickeln, hatte Vivantes ein Modellprojekt mit drei Bausteinen vorgeschlagen. Die Finanzierung kann dabei jedoch während der Laufzeit nur durch Dritte (Land und Bund bzw. Krankenkassen) erfolgen.

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