Veröffentlicht am 19. Dezember 2018

Digitales Krankenhaus

Berlins Gesundheitssenatorin Kolat informiert sich bei Vivantes zu Digitalisierung

Den Weg des Patienten durch das „digitale Krankenhaus“ hat sich Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kolat heute beim landeseigenen Krankenhausunternehmen Vivantes zeigen lassen: von der Online-Terminbuchung über telemedizinische Lösungen, den OP-Roboter und das elektronische Patientendatenmanagement bis hin zur „mobilen Station“. Auch die digitale sektorübergreifende Gesundheitsakte sowie das Vorhaben, eine offene, einheitliche Schnittstelle für den Datenaustausch von verschiedenen Gesundheitsakten zu schaffen, sind zukunftsweisend.


Dilek Kolat, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung: „Der technologische Fortschritt und die Digitalisierung machen natürlich auch vor der Gesundheitsbranche nicht Halt. Das hilft dabei, die Arbeit mit den Patientinnen und Patienten zu erleichtern, die Vernetzung zwischen Klinik, Patienten und Therapeuten zu verbessern und auch, die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus zu verkürzen. Berlin nutzt diese Chancen auch im Bereich der Gesundheitsversorgung. Mir ist es als Gesundheitssenatorin wichtig, dass bei allen Neuerungen, die Digitalisierung und technischer Fortschritt der Medizin bringen, die Patientinnen und Patienten im Mittelpunkt stehen. Vivantes hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und treibt die Entwicklung digitaler Lösungen mit voran.“

Online-Termine als Service

Ob Geburtsanmeldung oder Sprechstunde – wer über die Webseite einen Termin gebucht hat, bekommt nicht nur eine Erinnerung auf sein Handy, sondern auch Informationsbroschüren zur besseren Vorbereitung auf den stationären Aufenthalt. Aktuell sind bereits mehr als 50 Bereiche an das System angeschlossen. Das Online-Terminmanagement gibt es bereits seit 2017. Es ermöglicht auch eine bessere Vernetzung mit Reha-Einrichtungen, niedergelassenen Praxen und Krankenkassen.

Dr. Eibo Krahmer, Vivantes Geschäftsführer Finanzmanagement, Infrastruktur und Digitalisierung: „Die digitale Transformation verändert den Gesundheitsbereich für alle Beteiligten merklich. Wir richten derzeit viele klinische Abläufe mit digitaler Technik neu aus. Unsere Strategie ist, vernetzt zu agieren, um Insellösungen zu vermeiden. Im Mittelpunkt steht für uns, wie wir mit Hilfe der Technik unsere Patientinnen und Patienten besser versorgen und unseren Beschäftigten die Arbeit erleichtern können.“

Telemedizin im Einsatz

Vor allem in der Radiologie, der Pathologie und der Neurologie unterstützt Telemedizin die Zusammenarbeit über Standorte hinweg. Alle an der Behandlung Beteiligten haben Zugriff auf notwendige Unterlagen, es gibt Videokonferenzen und in der Radiologie unterstützt beispielsweise eine spezielle Software die Analyse von radiologischen Bildern. So lassen sich Versorgungsergebnisse verbessern und doppelte Untersuchungen, Blutabnahmen oder unnötige Wartezeiten vermeiden.

Papierlose Akten zuerst auf Intensivstationen eingeführt

Ein elektronisches Patientendatenmanagementsystem erleichtert das Arbeiten auf den intensivmedizinischen Stationen. Dabei werden bis zu 500 Einzeldaten pro Patientin oder Patient pro Tag für die digitale Patientenakte erfasst und direkt übertragen – von Medikamenten bis hin zu Laborwerten, die Daten sind schneller abrufbar als es mit einer Papierakte möglich ist.

Digitale Kurve in Verbindung mit mobilen IT-Lösungen

Im Rahmen der digitalen Strategie unterstützt Vivantes zunehmend Patientenbehandlungsprozesse durch den Einsatz von IT-Lösungen auf mobilen Endgeräten. Dadurch stehen den Ärztinnen und Ärzten alle notwendigen medizinischen und administrativen Informationen für die Patientenbehandlung und die Stationsorganisation jederzeit direkt und ohne Zeitverzug zur Verfügung. Das ermöglicht deutlich schnellere Entscheidungsabläufe in hoher medizinischer Qualität. Notwendige klinische Maßnahmen können dadurch sofort initiiert und im Team organisiert werden. Bürokratische Nachfrage- und Abstimmungsprozesse werden auf das notwendiges Maß reduziert.

Mit Robotern präziser operieren

OP-Roboter haben bei Vivantes seit 2014 bis Ende November 2018 schon bei nahezu 2.000 Eingriffen assistiert. Schwerpunktmäßig wird „Dr. Roboter“ an den vier Standorten des Prostatazentrums für minimal-invasive urologische Operationen eingesetzt (Auguste-Viktoria-Klinikum, Humboldt-Klinikum, Klinikum Am Urban, Klinikum im Friedrichshain). Aber auch für immer mehr Krebsoperationen etwa an der Niere und bei anderen schwierigen chirurgischen oder gynäkologischen Eingriffen kommt das Robotersystem zum Einsatz. Es überträgt die Finger-Hand-Bewegungen des Operierenden besonders präzise auf die Instrumente.

Schnittstelle für verschiedene Gesundheitsakten entwickeln

Um den Datenaustausch im Gesundheitswesen voranzubringen, setzt Vivantes bereits mit der AOK und Sana das „Digitale Gesundheitsnetzwerk“ um. Nun entwickelt Vivantes gemeinsam mit den beiden größten Krankenkassen AOK und Techniker Krankenkasse (TK) eine einheitliche, standardisierte Schnittstelle für den Datenaustausch zwischen Gesundheitsakten. Damit soll erstmals bundesweit die direkte Vernetzung von Leistungserbringern wie Ärzten, Kliniken und Therapeuten mit unterschiedlichen elektronischen Gesundheitsakten gelingen.
 

Digitalisierung bei Vivantes

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