Veröffentlicht am 27. Mai 2016

Gezielterer Einsatz von Antibiotika, mehr Patientensicherheit: Vivantes engagiert sich für Antibiotic Stewardship

Bakterielle Infektionen können mit Antibiotika meist gut behandelt werden. Noch! Denn durch den übermäßigen und unsachgemäßen Gebrauch von Antibiotika weltweit entwickeln immer mehr Bakterienstämme Resistenzen. Multiresistente Bakterien bedeuten für Patienten jedoch eine große Gefahr. Patientensicherheit hat für Vivantes hohe Priorität, daher setzt sich das Unternehmen engagiert für „Antibiotic Stewardship“ ein – den verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika.

Gründe für zunehmende Resistenzen von Bakterien sind unter anderem der übermäßige Einsatz von Antibiotika, z.B. in der Massentierhaltung, aber auch unkritische Verschreibungsgewohnheiten und der unsachgemäße Gebrauch der Medikamente, z.B. wenn Antibiotika zu lange verordnet werden. All diese Faktoren tragen dazu bei, dass Bakterien resistent werden und Antibiotika ihre Wirksamkeit verlieren.

Was kann Antibiotic Stewardship bewirken?

Antibiotic Stewardship strebt einen sehr gezielten Einsatz der Medikamente an. Nicht jede Erkältung muss mit einem Antibiotikum bekämpft werden. Vivantes setzt dazu auf transparenten Umgang mit Daten, auf Richtlinien für seine Kliniken und Schulungen des Personals. Kurz gesagt gilt für den Einsatz von Antibiotika: "So wenig wie möglich, so viel wie nötig - und vor allem gezielt."

Handbuch für Ärztinnen und Ärzte: Welches Antibiotikum wirkt am besten gegen einen Erreger?

Um eine angemessene Therapie durchzuführen, muss zunächst der Erreger erkannt werden. Das gelingt mit letzter Sicherheit erst im Labor, wo Bakterien oder Pilze aus Blut- Urin- oder Nervenwasserproben in einer Kultur angezüchtet und nachgewiesen werden. Vivantes gibt nun ein Handbuch für Mitarbeiter heraus, in dem schon vor den Labortests ein Überblick über Antibiotika bei gängigen Infektionskrankheiten gegeben wird. So kann bei einer ersten Diagnose von den Ärzten die richtige Auswahl getroffen werden, um den Erreger zu bekämpfen und Resistenzbildung zu reduzieren.

Werden zu viele Antibiotika verabreicht? Wo entstehen Resistenzen?

Für eine größere Transparenz bei der Antibiotika-Behandlung führt Vivantes eigene Statistiken über den Verbrauch. Dabei schafft die Netzwerkstruktur von Vivantes Vorteile: Fachabteilungen verschiedener Häuser mit ähnlichen Anforderungen - wie z.B. Intensivstationen - können sich untereinander vergleichen und voneinander lernen. Beim Einsatz von Antibiotika gilt: Weniger ist mehr. Weniger Verordnungen haben weniger neue Resistenzen zur Folge. Einmal jährlich werden die Einzeluntersuchungen zu Statistiken zusammengefasst, in denen nachzulesen ist, welche Bakterien Resistenzen gegen bestimmte Antibiotika entwickelt haben. Diese verordnen die Ärzte bei entsprechenden Erkrankungen nicht mehr.

Maßnahmen für die richtige Medikamentengabe - neue Resistenzen verhindern

Experten aus den Vivantes Apotheken, klinische Mikrobiologen und Infektiologen besuchen wöchentlich Intensivstationen und andere Abteilungen, um die Mitarbeiter für das Thema Antibiotic Stewardship zu sensibilisieren, um Schulungen durchzuführen und die Leitlinien mit den dort vorkommenden Erregern zu vergleichen. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, wann z.B. ein "schmaleres" Antibiotikum ein breit wirkendes ersetzen kann oder ein Antibiotikum abgesetzt werden kann. Auch die Dauer der Therapie wird meist aufhöchstens sieben Tage begrenzt.

Vivantes engagiert sich für Antibiotic Stewardship

Vivantes ist mit einer eigenen infektiologischen Klinik, mit zwei großen Krankenhaus-apotheken und mikrobiologischen Experten sowie durch die Koordination des Medizinmanagements sehr gut für eine adäquate Behandlung und Beratung aufgestellt.

Resistenzstatistiken:

http://www.vivantes.de/patienten-besucher/medizin-und-qualitaetsmanagement/krankenhaushygiene/resistenzen-gegen-antibiotika/

www.vivantes.de

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