Veröffentlicht am 28. August 2020

Grundsteinlegung für den „Nordkopf“ am Vivantes Klinikum Neukölln

Größtes Krankenhaus-Bauprojekt in Berlin gestartet

Genau ein halbes Jahr nach dem ersten Spatenstich für den „Nordkopf“ des Vivantes Klinikum Neukölln wird am 28. August der Grundstein für das wichtige Bauprojekt gelegt. Anlässlich der Feierlichkeiten machen sich der Regierende Bürgermeister von Berlin Michael Müller, der Finanzsenator Dr. Matthias Kollatz, die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci und der Bezirksbürgermeister Martin Hikel ein Bild von den Baufortschritten. 

Neubau mit Hubschrauberlandeplatz

Im Neubau soll eine erweiterte, moderne Kinder- und Erwachsenenrettungsstelle eingerichtet werden, eine Radiologie, ein Intensivbereich mit 28 Betten, eine Funktionsdiagnostik für die Endoskopie und eine Kardiologie, 16 Operationssäle sowie 240 Pflegebetten. Das Klinikum erhält zudem einen Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. 

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin:Vivantes gehört zu den wichtigsten Akteuren der Berliner Gesundheitsversorgung. Das Klinikum Neukölln ist mit mehr als 1.200 Betten eines der größten Krankenhäuser der Hauptstadt. Wir stärken diesen Standort im Berliner Süden, damit hier weiterhin Spitzenmedizin geboten und eine Patientenversorgung auf hohem Niveau sichergestellt werden kann.“

Land Berlin übernimmt großen Teil der Finanzierung

Die Kosten für den Erweiterungsneubau liegen bei rund 226 Mio. Euro, die zum Großteil aus Landesmitteln finanziert werden. 30 Prozent der Baukosten bringt Vivantes selbst auf. 

Dr. Matthias Kollatz, Senator für Finanzen: „Der Neubau des sogenannten Nordkopfes ist ein zukunftsweisendes Großprojekt. Wir legen den Grundstein für eine optimale Krankenhausversorgung im Süden von Berlin. Ein moderner Klinikbetrieb ist angesichts der bevorstehenden Eröffnung des BER wichtiger denn je. Gleichzeitig werden wir unserem Ruf als führender Gesundheitsstandort in Deutschland und Europa gerecht. Als Eigentümer der landeseigenen Krankenhäuser trägt das Land Berlin mit rund 164 Mio. Euro über 70 Prozent der Baukosten.“

Die Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci betont in Zusammenhang mit dem Neubau auch das Engagement und die Leistungen der Belegschaft in den letzten Monaten.

Dilek Kalayci, Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung: „Vivantes übernimmt in der Berliner Krankenhauslandschaft einen relevanten Anteil der Versorgung und trägt damit eine hohe Verantwortung. Wie groß die Bedeutung der Berliner Krankenhäuser und ihrer Mitarbeitenden ist, hat die Corona-Pandemie uns allen noch einmal deutlich vor Augen geführt. Durch den Neubau wird nicht nur die Gesundheitsversorgung für die Berlinerinnen und Berliner verbessert, auch die Belegschaft von Vivantes erhält ein moderneres, zeitgemäßes Arbeitsumfeld.“ 

Klinikbetrieb läuft trotz des Umbaus weiter

Die Fertigstellung des Erweiterungsneubaus ist für 2024 geplant. Der Neubau wird auch als Dreh- und Angelpunkt benötigt, um das gesamte Klinikum zu sanieren, da die Baumaßnahmen in den bestehenden Gebäuden ohne Ausweichflächen nicht bei laufendem Betrieb durchgeführt werden könnten.

Dr. Andrea Grebe, Vorsitzende der Geschäftsführung von Vivantes: „Es ist eine große Leistung, dieses Bauprojekt umzusetzen ohne den laufenden Klinikbetrieb und damit die Gesundheitsversorgung wesentlich einzuschränken. Ich freue mich sehr über die Fortschritte, die wir mit diesem größten und wichtigsten Bauprojekt von Vivantes machen, denn wir kommen planmäßig voran, sodass wir den Berlinerinnen und Berlinern und unseren Mitarbeitenden voraussichtlich Ende 2024 einen modernen Klinikbau bieten können. Ich möchte mich bei allen Akteuren und nicht zuletzt den politisch Verantwortlichen für ihre Unterstützung bedanken.“

Auch „Südkopf“ wird bereits gebaut

Parallel zu den vorbereitenden Maßnahmen für den „Nordkopf“ wurde am Hauptgebäude des Klinikums Neukölln bereits mit der Sanierung des „Südkopfes“ begonnen. Hier werden eine neue Zentralsterilisation und eine Klinikapotheke untergebracht, die das Klinikum Neukölln sowie weitere Vivantes Standorte versorgen. Auch ein Präsenzlabor wird hier eingerichtet. 

Masterplan für gesamtes Krankenhaus-Areal

Die Sanierung des Südkopfes wird rund 30 Millionen Euro kosten und soll 2022 abgeschlossen sein. Da auch die übrigen Gebäude des Klinikums dringend sanierungsbedürftig sind, wurde ein Masterplan für die Sanierung des gesamten Areals erstellt. 

Das Vivantes Klinikum Neukölln: Behandlungsspektrum wie ein Universitätsklinikum

Das Vivantes Klinikum Neukölln ist ein Krankenhaus der Maximalversorgung und mit mehr als 1.200 Betten eines der größten Krankenhäuser Berlins. Mit den zwei Rettungsstellen, elf Zentren, fünf Instituten und den von renommierten Spezialistinnen und Spezialisten geführten 24 Fachabteilungen bietet das Haus ein Behandlungsspektrum wie ein Universitätsklinikum. Pro Jahr werden rund 160.000 Patientinnen und Patienten behandelt, davon mehr als 90.000 ambulante und mehr als 50.000 stationäre und teilstationäre Fälle. Rund 2.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hier beschäftigt, rund 560 im ärztlichen und knapp 1.100 im pflegerischen Bereich. Jedes Jahr kommen hier in der Geburtsklinik mehr als 3.200 Babys zur Welt.

Vivantes Klinikum Neukölln

Pressemitteilung
„Mega“-Zertifikat für Neuköllner Kontinenz- und Beckenbodenzentrum
Interdisziplinäre Behandlung vom Kindes- bis zum Seniorenalter
Artikel lesen
Pressemitteilung
KV-Notdienstpraxis für Kinder hat im Vivantes Klinikum Neukölln den Betrieb...
Entlastung der Kinderrettungsstelle
Artikel lesen
Pressemitteilung
Vivantes Klinikum Neukölln als Multiple Sklerose Schwerpunktzentrum erfolgreich...
Auszeichnung bescheinigt Versorgungsqualität auf höchstem Niveau
Artikel lesen
Pressemitteilung
Vivantes Klinikum Neukölln mit neuem Bettenhaus
Neubau für Psychiatrie und Somatik eröffnet
Artikel lesen
Pressemitteilung
Tierische Ostern trotz Corona: Turmfalken ab jetzt wieder im Livestream beobachten
Stadtnatur im Vivantes Klinikum Neukölln
Artikel lesen
Pressemitteilung
Klinikum Neukölln unter neuer Leitung: Christian Straub ist interimistischer...
Umfassende Klinikexpertise sichert Kontinuität
Artikel lesen