Veröffentlicht am 24. Juni 2016

Marzahner Notunterkünfte: Vivantes Klinikum Kaulsdorf übernimmt medizinische Leitung

Das Vivantes Klinikum Kaulsdorf hat die Leitung für die medizinische Versorgung in zwei Notunterkünften für Asylsuchende in der Bitterfelder Straße in Marzahn übernommen. Das Landesamt für Gesundheit und Soziales erteilte dem Berliner Krankenhauskonzern Vivantes einen entsprechenden Auftrag.

Das Vivantes Klinikum Kaulsdorf kümmert sich federführend um den Betrieb des so genannten Med-Punktes und bietet für die Asylsuchenden zweimal die Woche allgemeinmedizinische Sprechstunden in den Unterkünften an. Am 9. Juni fand die erste Sprechstunde statt. Menschen, die in umliegenden Turnhallen und anderen Unterkünften in der Nähe untergebracht sind, können hier mitversorgt werden.

Für geflüchtete Frauen bietet das Vivantes Klinikum Kaulsdorf schon seit April jeden Dienstag eine gynäkologische Sprechstunde an - mit farsi und arabisch sprechenden Ärztinnen oder Ärzten. Diese Sprechstunde wird zunehmend gut angenommen.

In der Perspektive werden die Sprechstunden bedarfsgerecht erweitert.

Die Flüchtlingsunterkünfte werden von der EJF gemeinnützigen AG und dem Volkssolidarität Landesverband Berlin e.V. betrieben.

Vivantes versorgt Geflüchtete in vier Med-Punkten in Berlin

Vivantes versorgt bereits in drei weiteren Unterkünften Geflüchtete medizinisch und zum Teil auch psychiatrisch: Anfang Mai hat das Vivantes Klinikum Neukölln einen Med-Punkt in einem ehemaligen Kaufhaus in der Neuköllner Karl-Marx-Straße in Betrieb genommen. Am ehemaligen Flughafen in Tempelhof sind das Vivantes Wenckebach-Klinikum und das Vivantes Auguste-Viktoria-Klinikum gemeinsam mit dem St. Joseph-Krankenhaus seit Dezember 2015 engagiert. In der Spandauer Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne unterhält das Vivantes Klinikum Spandau seit November 2015 eine medizinische Einrichtung.