Veröffentlicht am 05. Juli 2017

Nagelneuer Ausbildungsgang für Technik-Interessierte Schulabgänger startet bei Vivantes

Am 1. Oktober 2017 beginnt bei Vivantes der erste Ausbildungsgang zur „Fachkraft für Medizinprodukte-Aufbereitung“. Bisher gab es für die ungelernten Mitarbeiter dieses Berufsbildes nur eine Fachweiterbildung. Die dreijährige Ausbildung ist deutschlandweit das zweite Pilotprojekt – ein weiteres läuft seit Oktober 2016 in Dortmund. Initiiert wurde das Projekt durch den Brandenburgische Bildungswerk e.V..  

Berufe im Gesundheitswesen werden zunehmend technischer. Parallel dazu entwickeln sich die Arbeitsfelder weiter. Die sogenannte Fachkraft für Medizinprodukte-Aufbereitung (kurz FMA) trägt entscheidend dazu bei, dass im Klinikbetrieb die Operationen reibungslos ablaufen. Mit der Aufbereitung und Sterilisierung von medizinischen Instrumenten wie Scheren, Pinzetten, aber auch diversen Motorensystemen, übernehmen die FMA eine große Verantwortung. Rund 250 000 Medizinprodukte lernen die Azubis kennen, die in den verschiedenen Fachdisziplinen der Kliniken zum Einsatz kommen.

Marlis Schwericke, Betriebsleiterin der Vivantes Service GmbH: "FMA wirken aus dem Hintergrund und sind unverzichtbar für jeden operierenden Arzt. Damit sie auch die gebührende Wertschätzung erhalten, war es mir seit Jahren ein Anliegen, ein eigenständiges Berufsbild zu etablieren. Nun strebt die Deutsche Gesellschaft für Sterilgutversorgung (DGSV) eine staatliche Anerkennung an."

Die praktische Ausbildung wird in den Zentralsterilisationen von Vivantes im Klinikum Neukölln, dem Klinikum im Friedrichshain und dem Klinikum Spandau durchgeführt. Die theoretischen Module finden in Kooperation mit dem Brandenburgischen Bildungswerk e.V. (BBW e.V.) in Potsdam statt.

Informationen zur Ausbildung:
Die Ausbildung dauert drei Jahre und umfasst mindestens 1600 Stunden Theorie sowie mindestens 3200 Stun­den Praxis. Sie ist in Blöcken strukturiert. Theorieblöcke, die 3-6 Wochen dauern, wechseln sich mit 7-10 wöchigen Praxisblöcken ab. Dadurch sind Praxis und Theorie eng miteinander verknüpft. Bei der praktischen und theoretischen Ausbildung stehen naturwissenschaftliche Fächer im Vordergrund. Bereiche wie Anatomie, Physio­logie, Mikrobiologie, Physik und Chemie sollten die Azubis bereits in der allgemeinbildenden Schulausbildung interessiert haben.

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