Veröffentlicht am 18. August 2021

Ohne Notdienstvereinbarung keine sichere Versorgung

Vivantes appelliert an die Gewerkschaft ver.di Gesprächsangebote anzunehmen

Die Gewerkschaft ver.di will ihren Forderungen durch einen mehrtägigen Streik in den Kliniken von Vivantes Nachdruck verleihen. Vivantes respektiert selbstverständlich das Streikrecht, besteht aber auf den Abschluss einer inhaltlich sinnvollen Notdienstvereinbarung, die in acht Kliniken unterschiedlicher Größe und Versorgungsstufen praktikabel anwendbar ist. Anderenfalls kann beispielsweise die Versorgung von Herzinfarkten und Schlaganfällen nicht sichergestellt werden.

Am morgigen Donnerstag soll erneut über den Abschluss einer Notdienstvereinbarung für den von ver.di geplanten mehrtägigen Streik verhandelt werden. Vivantes appelliert an ver.di, eine Notdienstvereinbarung nach bewährtem Modell abzuschließen. Das Unternehmen hatte im Oktober 2020 sehr zügig mit der Gewerkschaft eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen, die genau diesen auch jetzt geltenden Anforderungen entsprach.

Dorothea Schmidt, Geschäftsführerin Personalmanagement bei Vivantes: "Wir respektieren selbstverständlich das Recht auf Streik. Es ist jedoch völlig inakzeptabel, dass ver.di als Dienstleistungsgewerkschaft für sich in Anspruch nehmen will, streikbedingt über Stationsschließungen zu entscheiden. Die Entscheidung, welche Behandlung notwendig ist und wo diese erbracht wird, obliegt allein unseren medizinischen Expertinnen und Experten vor Ort. Andernfalls sind auch vitale Bereiche wie die kardiologische Notfallversorgung und die Schlaganfallversorgung bedroht. Würde Vivantes dem aktuellen Ansinnen von ver.di folgen, stünde beispielsweise für den Bezirk Spandau für eine Woche keine Stroke Unit zur Verfügung. Die Berliner Feuerwehr darf im Notfall jedoch nicht lebensrettende Zeit für längere Wege verlieren. Das ist nicht vertretbar. Streik ja, aber die Versorgung der Berlinerinnen und Berliner muss gesichert bleiben. Dies ist der essentielle Auftrag unseres Unternehmens.“

Vivantes hatte bereits im Juli 2021 angeboten, auf Basis der zuletzt im Oktober 2020 mit ver.di vereinbarten Regelung Verhandlungen zu einer Notdienstvereinbarung aufzunehmen. Bislang hat sich die Gewerkschaft geweigert, die damals vereinbarte Regelung als Verhandlungsbasis zu akzeptieren.

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