Veröffentlicht am 26. März 2015

Studie am Vivantes Klinikum Am Urban: verbesserte Chancen chronische lymphatische Leukämie (CLL) zu behandeln

Die Klinik für Innere Medizin – Hämatologie und Onkologie am Vivantes Klinikum Am Urban beteiligt sich als eines von deutschlandweit zwölf Zentren an einer Studie, die die Behandlungsmöglichkeiten für die chronische lymphatische Leukämie wesentlich verbessern könnte.

Die chronische lymphatische Leukämie (CLL), ist eine häufige, in der Regel langsam verlaufende Leukämie und gilt als nicht heilbar. Die Tumorzellen wuchern zwar nicht schnell, leben aber sehr lange. Eine Therapie konnte die Krebszellen bisher nicht dauerhaft bekämpfen, weil die CLL-Zellen verstärkt ein bestimmtes Eiweiß bilden (BCL-2), das den Zelltod (die sog. Apoptose) hemmt. Die klinische Studie untersucht nun ein Medikament (mit dem Wirkstoff ABT-199 - bzw. GCD-0199), das die Wirkung dieses Eiweißes blockiert und die Krebszellen dadurch angreifbar macht.

PD Dr. Christian Scholz, Vivantes Klinikum Am Urban, Klinik für Innere Medizin - Hämatologie und Onkologie: "Gerade bei Patienten, die bereits mit Chemo-Immuntherapie behandelt wurden, besteht ein großer Bedarf an neuen Therapien. Vorangegangene klinische Studien haben das Medikament als hocheffektiv eingestuft und schreiben ihm eine neuartige Wirkungsweise zu. Es bietet daher vielen Patienten gute, neue Therapiechancen."

Eine dieser Studien zeigte, dass die CLL-Erkrankung nach dieser Behandlung bei 39% der Patienten mit konventionellen Methoden nicht mehr nachweisbar war. Bei weiteren 39% gingen die Krankheitssymptome deutlich zurück.

Hintergrund:

Eine klinische Studie ist eine der letzten Stufen eines langen und sorgfältigen Forschungsprozesses. Prof. Dr. Dr. Alfred Holzgreve, Direktor für Klinische Forschung und Akademische Lehre bei Vivantes, erläutert: "Studien werden mit Patienten durchgeführt, um herauszufinden, ob neue vielversprechende Medikamente oder Techniken zur Prävention, Diagnostik oder Behandlung sicher und effektiv sind."

Vivantes beginnt pro Jahr etwa 120 bis 130 neue Klinische Studien in allen medizinischen Fachgebieten und trägt damit dazu bei, den Patienten innovative Medikamente zugänglich zu machen. Das Klinikum Am Urban ist eines der drei hämatologisch-onkologischen Behandlungszentren von Vivantes und gehört zum Vivantes Tumorzentrum. Unter einem Dach leisten multiprofessionelle Teams aus engagierten Ärzten, Schwestern, Psychologen, Therapeuten, Sozialarbeitern und Diätassistenten eine umfassende Versorgung krebskranker Menschen. Die Klinik für Hämatologie und Onkologie im Vivantes Klinikum Am Urban beteiligt sich an klinischen Studien zu verschiedenen Tumorerkrankungen u.a. auch zu akuten Leukämien, Lungenkarzinomen und Brustkrebs. Neben Studien zu gezielten Therapien stehen Studien im Vordergrund, die die eigene Körperabwehr gegen den Krebs richten.

Auch an den Vivantes Standorten Spandau und Neukölln werden Studien mit Immuntherapien durchgeführt.

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